Franca an Tuberkulose erkrankt

Brasilianer von Hannover 96 /
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Brasilianer Franca: hat sich vermutlich noch in der Heimat infiziert

(Foto: dpa)

Hannover 96, Franca: Der brasilianische Fußball-Profi Franca von Hannover 96 ist an Tuberkulose erkrankt. Wegen der bakteriellen Infektionskrankheit wird der 21 Jahre alte Winterzugang derzeit auf einer Spezialstation in einem Klinikum in Hannover behandelt. Franca, der noch kein Pflichtspiel für den Bundesliga-Club bestritten hat, wird nach Angaben des Vereins vom Freitag mehrere Monate ausfallen. Die Mannschaft wurde über die Erkrankung ihres Mitspielers informiert. Um eine Verbreitung der ansteckenden Krankheit zu verhindern, ermittelt das Gesundheitsamt nun die engen Kontaktpersonen des 96-Profis. France war am 11. Januar mit dem Flugzeug aus Brasilien nach Deutschland gekommen. Wahrscheinlich hat er sich in seiner Heimat infiziert. Tuberkulose bricht frühestens vier Monate nach der Infektion aus.

Hertha BSC, Moritz Leitner: Fußball-Zweitligist Hertha BSC zeigt Interesse an einer Verpflichtung von Borussia Dortmunds Mittelfeldspieler Moritz Leitner. "Er ist ein hochinteressanter Spieler. Ob er für uns machbar ist, weiß ich nicht", sagte Herthas Manager Michael Preetz vor dem Zweitliga-Spitzenspiel am Montag gegen den 1. FC Kaiserslautern (20.15 Uhr). Der U21-Nationalspieler kommt beim Double-Gewinner nicht über die Jokerrolle hinaus. Die Ablösesumme für den 20-Jährigen, der es in der laufenden Saison auf 16 Einsätze gebracht hat, soll bei fünf Millionen Euro liegen. Hertha denkt anscheinend über ein Leihgeschäft nach. Trainer Jos Luhukay kennt den technisch versierten Spieler gut. Der Niederländer hatte Leitner bereits 2011 für ein halbes Jahr zu seinem damaligen Klub FC Augsburg geholt.

Bahnrad-WM: Maximilian Levy bleibt im Keirin auf zweite Plätze abonniert. Nach Silber bei der WM 2012 und den Olympischen Spielen in London fuhr der 25-Jährige in Minsk zum dritten Mal in Serie auf den zweiten Rang. Schneller als Levy, der zum Auftakt der WM schon Gold im Teamsprint gewonnen hatte, war wieder nur ein Brite. Musste sich Levy im vergangenen Jahr zweimal dem Briten Chris Hoy beugen, war diesmal Jason Kenny schneller als der Weltmeister des Jahres 2009. Platz drei belegte Matthijs Buchli aus den Niederlanden. "Ich bin stolz, nach einem halben Jahr Pause wieder eine Medaille geholt zu haben. Natürlich schmerzt es, zum dritten Mal in Folge von einem Briten abgefangen zu werden", sagte Levy. "Aber mit Gold und Silber nach zwei Tagen kann ich sehr zufrieden sein." Diesen Samstag startet Levy noch im Sprint-Wettbewerb und gilt auch hier zu den Medaillenanwärtern.

"Das Ergebnis ist ein bisschen tragisch", sagte Sprint-Bundestrainer Detlef Uibel. Levy machte in den Vorläufen einen souveränen Eindruck und bestimmte auch das Finale von der Spitze. Erst auf der Zielgeraden zog Sprint-Olympiasieger Kenny an Levy vorbei. "Max ist sehr lang von der Spitze gefahren mit Kenny im Windschatten. Schade", meinte Uibel. Dennoch: Mit bisher zweimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) fällt die Zwischenbilanz sehr positiv aus. Kristina Vogel aus Erfurt steht im Halbfinale des Sprint-Wettbewerbs und kämpft diesen Samstag um eine Medaille.

Golf, Matchplay-WM: Deutschlands bester Golfprofi Martin Kaymer (Mettmann) hat bei der Matchplay-WM in Marana/Arizona die zweite Runde erreicht. Der 28-Jährige setzte sich zum Auftakt gegen den Südafrikaner George Coetzee mit 2 und 1 durch. Gegner in der Runde der letzten 32 ist Rafael Cabrera Bello aus Spanien, der überraschend die frühere Nummer eins Lee Westwood (England) ausschaltete. "Ich war ein bisschen nervös heute, die erste Runde ist für mich immer die schwerste. Man weiß noch nicht, wie man drauf ist. Aber wenn man gewinnt, ist man drin im Turnier", sagte Kaymer. Überraschend sind die Favoriten Rory McIlroy (Nordirland) und Tiger Woods (USA) dagegen zum Auftakt ausgeschieden. Der Ire Shane Lowry setzte sich gegen den Weltranglistenersten McIlroy mit 1 auf durch. "Ich habe einfach nicht genügend Birdies geschlagen", sagte McIlroy: "Es hat nicht gereicht." Charles Howell schlug den 14-maligen Major-Gewinner Woods mit 2 und 1. "Das sind die Regeln dieses Formats", sagte Woods: "Man muss seinen Gegner schlagen, das habe ich heute nicht geschafft." Für Marcel Siem ist die mit 8,75 Millionen Dollar (ca. 6,56 Millionen Euro) dotierte Veranstaltung ebenfalls nach der ersten Runde beendet. Der 32-Jährige lieferte sich mit Luke Donald ein enges Duell bis zum 18. Loch, welches der Engländer aber mit 1 auf für sich entschied. Nach erneutem Schneefall am Donnerstag war die Fortsetzung des Turniers um drei Stunden verschoben worden. Schon am Mittwoch hatten Schneeschauer und starke Winde für den Abbruch der ersten Runde gesorgt. Das Turnier in der Nähe von Kaymers Wahlheimat Scottsdale/Arizona wird im Golf Club in Dove Mountain ausgetragen, es gehen die 64 weltbesten Profis an den Start.

Eishockey, Bundesliga: Auch drei Tage nach der direkten Qualiikation für die Play-offs sind die Kölner Haie in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nicht zu stoppen. Der achtmalige deutsche Meister ging nach dem 2:1-Erfolg gegen die Hannover Scorpions auch im rheinischen Derby beim Tabellen-Dritten Krefeld Pinguine mit 4:2 als Sieger vom Eis. Das Team von Trainer Uwe Krupp, das erneut ohne Ex-NHL-Profi Marco Sturm antrat, führt die Tabelle mit 92 Punkten weiterhin vor Vizemeister Adler Mannheim an. Der Tabellenzweite war nach drei Niederlagen in Folge und einem 1:6 bei Tabellenschlusslicht Düsseldorfer EG auf Wiedergutmachung aus und stoppte mit einem 2:1 beim Tabellenzehnten Straubing Tigers seine Pleitenserie. Titelverteidiger Eisbären Berlin nutzte fünf Spieltage vor Ende der Hauptrunde die Niederlage der Pinguine, um sich mit einem 3:0-Sieg beim Tabellenvorletzten Iserlohn Roosters mit 78 Punkten auf Tabellenplatz drei vorzuschieben. Die Hamburg Freezers kassierten auf Platz fünf im Nord-Duell mit den Hannover Scorpions ein 0:1. Im bayrischen Derby besiegte der EHC München den ERC Ingolstadt 2:1, der mit 73 Zählern als Tabellensechster weiter die Direktqualifikation für die Play-offs im Visier hat. Auch der EHC Wolfsburg setzte sich nach einem starken letzten Drittel gegen die Augsburger Panther mit 3:1 durch und behauptete damit Rang sieben. Nach dem überraschenden 6:1-Sieg gegen Mannheim musste sich Düsseldorf den Nürnberg Ice Tigers dagegen deutlich mit 1:7 geschlagen geben und ist weiterhin Schlusslicht.

Handball, Bundesliga: TUSEM Essen hat am 22. Spieltag seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Der Aufsteiger setzte sich gegen GWD Minden mit 28:22 (11:12) durch, liegt mit 4:40 Punkten aber weiter auf dem letzten Tabellenplatz. Minden steht nach der Niederlage mit 11:31 Zählern nur dank der besseren Tordifferenz vor der TV Neuhausen/Ems. Die Neuhausener belegen als 16. den ersten Abstiegsrang. Dazwischen nimmt der zweimalige Europapokalsieger der Landesmeister TV Großwallstadt (7:35 Punkte) den vorletzten Rang ein. Der Traditionsverein unterlag gegen den TBV Lemgo mit 21:26 (8:14). Der leichte Aufwärtstrend der Großwallstädter ist damit bereits wieder beendet. Vor zwei Wochen hatte der TV durch ein 28:26 gegen die HSG Wetzlar den ersten Sieg nach zuvor sieben Niederlagen gefeiert. Ex-Meister Lemgo (22:22) ist nach dem sechsten Sieg in Serie Zehnter.

Basketball, Euroleague: Der deutsche Doublesieger Brose Baskets aus Bamberg bleibt weiter ohne Sieg in der Zwischenrunde. Die Oberfranken verloren am Donnerstagabend daheim gegen die Spanier von Unicaja Malaga mit 65:68 (20:38) und kassierten damit im achten Spiel schon ihre achte Pleite. Der Viertelfinal-Einzug ist selbst bei einer deutlichen Leistungssteigerung in den restlichen sechs Partien kaum noch möglich - dafür müsste das Schlusslicht aus Bamberg in der Achtergruppe E noch unter die besten vier Mannschaften kommen. Erfolgreichster Bamberger Punktesammler war Bostjan Nachbar mit 17 Zählern.

Ski Alpin: Kurz vor dem Heim-Weltcup am Wochenende in Garmisch-Partenkirchen müssen die deutschen Skirennläufer zwei Langzeitausfälle verkraften. Slalomspezialist Stefan Luitz (Bolsterlang) und Abfahrer Andreas Sander (Ennepetal) fallen nach Kreuzbandrissen jeweils vorraussichtlich sechs Monate aus, beide Athleten wurden bereits erfolgreich operiert. Das teilte der Deutsche Skiverband (DSV) am Donnerstag mit. "Zwei Ausfälle aus beiden Teams - das ist natürlich bitter", sagte Herren-Bundestrainer Charly Waibel: "Gerade vor dem Hintergrund, dass wir immer wieder mit verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen haben. Ich bin aber überzeugt, dass Stefan und Andreas nach der Rehabilitation wieder gesund und fit in die Vorbereitungen zur Olympia-Saison einsteigen können."

Der 20-jährige Luitz hatte sich am Mittwoch beim Training am Gudiberg in Garmisch-Partenkirchen einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zugezogen. Sander war vor vier Wochen beim Einfahren zum Weltcup in Kitzbühel gestürzt und hatte sich den Zeigefinger der rechten Hand gebrochen. Nachdem der 23-Jährige das Skitraining wieder aufgenommen hatte, spürte er Schmerzen im linken Knie. Bei der folgenden Untersuchung wurden ein Riss des vorderen Kreuzbandes sowie ein Knorpelschaden diagnostiziert.

Basketball, deutsche NBA-Hoffnung: Große Ehre für den Braunschweiger Dennis Schröder. Der 19 Jahre alte Point Guard des Bundesligisten New Yorker Phantoms Braunschweig wurde für die prestigeträchtige Nike Hoop Summit am 20. April in Portland nominiert. Bei der traditionsreichen Veranstaltung treffen jedes Jahr die besten amerikanischen Talente auf die stärksten Nachwuchsspieler aus aller Welt. 1998 trumpfte Dirk Nowitzki in der Begegnung mit 33 Punkten und 14 Rebounds ganz groß auf und wechselte wenig später in die NBA. "Wir freuen uns sehr für Dennis. Er spielt eine herausragende Saison und hat sich diese Einladung absolut verdient", sagte Braunschweigs Sportdirektor Oliver Braun. Allerdings ist noch nicht ganz sicher, ob Schröder tatsächlich nach Portland reisen darf. Nur wenn die Phantoms zu diesem Zeitpunkt den Klassenverbleib bereits sicher haben, würden sie das Ausnahmetalent freigeben. Zuletzt war aus der Bundesliga 2008 Tim Ohlbrecht dabei. Schröder ist der insgesamt siebte Basketballer aus Deutschland, der eine Einladung erhalten hat.

Tennis, Frauen: Fed-Cup-Spielerin Sabine Lisicki greift nach ihrem vierten Titel auf der WTA-Tour. Die an Position drei gesetzte Berlinerin bezwang in Memphis/ Tennessee im Halbfinale die vier Positionen schlechter eingestufte Slowakin Magdalena Rybarikova nach 1:49 Stunden mit 7:5, 7:5. Im Endspiel des mit 235.000 Dollar dotierten Hartplatzturniers trifft die 23-Jährige auf Marina Erakovic aus Neuseeland, die sich gegen Stefanie Voegele (Schweiz) durchsetzte. Lisicki erreichte in diesem Jahr zum zweiten Mal ein Endspiel. Anfang Februar hatte sie in Pattaya im Finale nur knapp in drei Sätzen gegen die Russian Maria Kirilenko verloren. Ihren letzten Titel hatte Lisicki im August 2011 in Dallas gewonnen.

Tennis, Männer: Der Siegeszug von Qualifikant Julian Reister (26) beim ATP-Turnier in Buenos Aires ist beendet. Der Weltranglisten-246. aus Hamburg scheiterte im Viertelfinale des mit 493.670 Dollar dotierten Sandplatzturniers am früheren Top-10-Spieler Tommy Robredo (Spanien) nach 1:32 Stunden mit 3:6, 2:6. Durch die Niederlage gegen den Weltranglisten-95. verpasste Reister den erstmaligen Einzug in die Vorschlussrunde eines ATP-Turniers. Allerdings stand Reister, der sich mit einem Preisgeld von rund 10.400 Euro trösten darf, auch noch nie zuvor auf der ATP-Tour im Viertelfinale.