Boxen Es grüßt: Felix Sturm, Weltmeister

Mittelgewichtsweltmeister Felix Sturm hat nach 14-monatiger Kampfpause ein furioses Comeback im Ring gefeiert: Er besiegte Giovanni Lorenzo aus der Dominikanischen Republik klar nach Punkten - und bleibt WBA-Superchampion.

Felix Sturm bleibt Box-Weltmeister. Der 31-jährige WBA-Superchampion im Mittelgewicht besiegte am Samstagnacht in der Kölner Lanxess Arena Giovanni Lorenzo aus der Dominikanischen Republik in zwölf Runden einstimmig nach Punkten (117:111, 117:111, 118:111).

Comeback geglückt: Nach 14 Monaten Kampfpause besiegte Felix Sturm Giovanni Lorenzo aus der Dominikanischen Republik in zwölf Runden einstimmig nach Punkten - und bleibt damit WBA-Superchampion im Mittelgewicht.

(Foto: ddp)

Sturms Rückkehr in den Ring nach 14 Monaten Kampfpause war damit von Erfolg gekrönt. Für den deutschen Profiboxer, der zuletzt am 11. Juli 2009 am Nürburgring gegen den Armenier Koren Ghevor geboxt hatte, war es bereits die achte erfolgreiche Titelverteidigung. Der Leverkusener bringt es nunmehr auf 34 Siege in 37 Profi-Kämpfen. Für seinen Herausforderer war es die dritte Niederlage im 32. Kampf.

Vor 13.000 Zuschauern diktierte Sturm das Gefecht und beherrschte seinen boxerisch limitierten Kontrahenten mit zunehmender Kampfdauer nach Belieben.

Lorenzo hatte bereits einen WM-Kampf gegen einen deutschen Rivalen verloren. Im vergangenen Jahr unterlag er Sebastian Sylvester im Duell um den vakanten IBF-Titel im Mittelgewicht knapp nach Punkten.

Es war Sturms erster in Eigenregie organisierter Kampf. Der gebürtige Bosnier hatte den Vertrag mit seinem langjährigen Promoter Klaus-Peter Kohl und dessen Universum Box Promotion im August vergangenen Jahres gekündigt. Erst im Juli hatten sich beide Parteien vor dem Hamburger Landgericht nach langem Rechtsstreit über die Rechtmäßigkeit der Kündigung auf eine Auflösung des Vertrages geeinigt. Dem Vernehmen nach soll Sturm eine "Ablösesumme" von etwa 900.000 Euro gezahlt haben.

Sturm gründete daraufhin die in Köln ansässige Sturm Box Promotion. Mit einem ähnlichen Geschäftsmodell arbeiten seit Jahren die Schwergewichtsweltmeister Vitali und Wladimir Klitschko.