Boxen Huck ist Rekordweltmeister im Cruisergewicht

"Ich möchte meinem Publikum immer alles bieten": Marco Huck bleibt Weltmeister im Cruisergewicht.

(Foto: dpa)

Profiboxer Marco Huck verteidigt seinen Weltmeistertitel im Cruisergewicht und stellt einen Rekord ein. Frankfurts Nelson Valdez erleidet einen Kreuzbandriss. Bei der Ruder-WM in Amsterdam gewinnt der deutsche Frauen-Doppelvierer.

Boxen, Marco Huck: Profiboxer Marco Huck hat seinen Weltmeistertitel im Cruisergewicht nach Version der WBO erfolgreich verteidigt und damit den Rekord des Briten Johnny Nelson eingestellt. Der 29-Jährige besiegte am Samstagabend im Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen den italienischen Herausforderer Mirko Larghetti einstimmig nach Punkten, mit dem Schlussgong war der Gegner zudem zu Boden gegangen. "Der Mann hat mir alles abverlangt. Am Ende hat es ja geklappt. Ich möchte meinen Publikum immer alles bieten", sagte der erfolgreiche Titelverteidiger.

Durch seine 13. erfolgreiche Titelverteidigung zog Huck mit Nelson gleich, der zwischen 1999 und 2006 ebenfalls in 13 WM-Kämpfen unbesiegt geblieben war. Huck feierte in seinem 41. Profikampf den 38. Sieg (zwei Niederlagen/ein Unentschieden) und brachte dem zwei Jahre älteren Larghetti in dessen 22. Fight die erste Niederlage bei (21 Siege). Für Huck könnte es der letzte Auftritt im Cruisergewicht gewesen sein. Im Vorfeld des Kampfes hatte der gebürtige Serbe über fehlende Konkurrenz in seiner Gewichtsklasse geklagt und einen zeitnahen Wechsel ins Schwergewicht angekündigt. Bereits im Februar 2012 hatte Huck einen Anlauf in der Königsklasse gewagt, doch nach der höchst umstrittenen Punktniederlage gegen den Russen Alexander Powetkin kehrte er zumindest vorläufig wieder ins Cruisergewicht zurück.

Fußball, Bundesliga: Stürmer Nelson Valdez von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat sich beim 2:2 beim VfL Wolfsburg einen Riss des rechten vorderen Kreuzbandes zugezogen. Diese Diagnose teilten die Hessen nach der Partie am Samstag mit. Damit fällt der Neuzugang monatelang aus. "Nelson ist ein Kämpfertyp", sagte Eintracht-Trainer Thomas Schaaf. "Wir werden alles daran setzen, dass wir ihn so schnell wie nur möglich wieder bei uns haben. Er kann sich der Unterstützung aller Eintrachtler sicher sein, davon bin ich überzeugt."

Tennis, Fedcup: Die beiden besten deutschen Tennisspielerinnen Angelique Kerber und Andrea Petkovic sind für das Fed-Cup-Finale Anfang November in Tschechien gesetzt. "Wenn sie nicht krank werden und sich nicht verletzen, sind Kerber und Petkovic dabei. Sie sind für mich gesetzt", sagte Teamchefin Barbara Rittner bei den US Open in New York. Die an Nummer sechs gesetzte Kerber und die Weltranglisten-19. Petkovic waren beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison bereits in der dritten Runde ausgeschieden. Über die beiden weiteren Plätze im Aufgebot für das Endspiel am 8. und 9. November in Prag will Rittner bis Mitte Oktober entscheiden. Kandidatinnen sind die letztjährige Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki, die zuletzt schwächelnde Julia Görges und Doppel-Spezialistin Anna-Lena Grönefeld. "Alle sind heiß drauf, alle wollen im Fed-Cup-Finale spielen. Sie sollen mir die Entscheidung so schwer wie möglich machen", sagte Bundestrainerin Rittner. Lisicki scheiterte als Letzte eines deutschen Sextetts an der russischen French-Open-Siegerin Maria Scharapowa. Die 24-Jährige zählte bei den beiden bisherigen Fed-Cup-Auftritten in diesem Jahr nicht zum Team. Görges verpasste den Einzug in die zweite Runde und schied mit Grönefeld auch im Doppel in der ersten Runde aus.

Rudern, Weltmeisterschaft: Der Frauen-Doppelvierer hat dem Deutschen Ruderverband (DRV) bei der WM das erste Gold in den olympischen Klassen beschert. Im Finale der Titelkämpfe auf der Bosbaan in Amsterdam verwies die Crew um Schlagfrau Lisa Schmidla (Krefeld) China und die USA am Samstag bei schwierigen Windbedingungen souverän auf die Plätze zwei und drei. Damit gelang den Deutschen nach dem Erfolg vor einem Jahr in Südkorea der zweite Titelgewinn in Serie. Dagegen verpasste der Zweier ohne Steuermann und der leichte Doppelzweier den erhofften Podestplatz. Beide Teams belegten in ihren Endläufen Rang fünf.

Judo, Weltmeisterschaft: Die deutschen Schwergewichtlerinnen Jasmin Külbs und Franziska Konitz haben bei der Judo-WM in Russland die Bronzemedaille verpasst. Die Sportlerinnen verloren am Samstag ihre jeweiligen Kämpfe um Platz drei und beendeten den Wettkampf damit als Fünfte. Külbs unterlag der Japanerin Megumi Tachimoto durch Ippon, Konitz kassierte gegen die Französin Emilie Andeol nach sechs Sekunden der Verlängerung einen entscheidenden Waza-ari. Damit bleibt es in der Endabrechnung bei einer einzigen Bronzemedaille für den Deutschen Judo-Bund (DJB) in den Einzelwettkämpfen. Diese hatte Karl-Richard Frey zuvor in der Klasse bis 100 Kilogramm geholt.

Fußball, Frauen-Bundesliga: Titelverteidiger VfL Wolfsburg ist mit einem hart erkämpften Sieg in die neue Saison der Frauen-Bundesliga gestartet. Der Champions-League-Sieger bezwang den SC Freiburg im heimischen Stadion am Elsterweg mit 3:0 (1:0), war gegen die starken Gäste aber noch weit von der Gala-Form der vergangenen Saison entfernt. Vanessa Bernauer (28.), Martina Müller (74.) mit ihrem 200. Tor im 291. Bundesligaspiel und Caroline Graham Hansen (79.) sorgten aber dennoch für den am Ende deutlichen Sieg der "Wölfinnen".