Das Schachgenie Bobby Fischer ist im Alter von 64 Jahren in Island gestorben. Fischer sorgte zuletzt für Aufsehen, weil er sich mit seinem Heimatland USA überworfen hatte.
Der legendäre Schachmeister Bobby Fischer ist nach Informationen isländischer Medien im Alter von 64 Jahren gestorben. "Wir wissen, dass er gestern bei sich zu Hause in Reykjavik gestorben ist", sagte ein Journalist der Zeitung Morgunbladid der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. Auch das isländische Fernsehen und Radiosender berichteten über den Tod des aus den USA stammenden Schachspielers.
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Das eigenwillige Schachgenie gilt als Legende, seit er 1972 mitten im Kalten Krieg bei einem spannenden Kampf in Reykjavik den sowjetischen Meister Boris Spassky bezwungen hatte. Fischer lebte seit dem Frühjahr 2005 in Island. Mit seinem Herkunftsland USA hatte der eigenwillige Mann sich seit langem überworfen. Die US-Behörden suchten ihn, weil er 1992 entgegen einem internationalen Embargo an einem Schachturnier im damaligen Jugoslawien teilgenommen und ein Millionenpreisgeld kassiert hatte.
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(AFP/lsp)
Berliner Zeitung