Während BMW-Pilot Nick Heidfeld und Formel-1-Partner Sauber vom Rückzug des Autoherstellers "völlig überrascht" sind, zeigen Experten wenig Verständnis für die Entscheidung.
Ein Altmeister spricht Klartext: Der Ausstieg von BMW aus der Formel 1 bedeutet nach Ansicht des dreimaligen Weltmeisters Niki Lauda einen "Imageverlust" für das Unternehmen. Der bayrische Autohersteller habe immer für sportlichere Autos gestanden, sagte der Österreicher dem Bayerischen Rundfunk. "Die Fans werden jetzt erst einmal kurzfristig vor den Kopf gestoßen."
Als sie noch frohgemut ihren neuen Renner präsentierten: Nick Heidfeld und Robert Kubica im Januar in Valencia (© Foto: rtr)
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Allerdings zeigte Lauda auch Verständnis für die Entscheidung. "Die Frage ist, ob man diesen Marketingaufwand - so sehen das ja die Automobilhersteller - sich leisten will, in einer Zeit, in der man vielleicht das Geld für Neuentwicklungen, Zukunftsautos, Elektroautos oder solche Möglichkeiten nutzen will", meinte der 60-Jährige. Er hoffe allerdings, dass nicht weitere Formel-1-Rennställe dem Beispiel von BMW folgen. Die Rennserie müsse sich darum bemühen, die Folgen der Wirtschaftskrise "schnell in den Griff" zu bekommen.
Der frühere Formel-1-Pilot Marc Surer hat wenig Verständnis für den angekündigten Ausstieg von BMW aus der Formel 1: "Ich bin überrascht von der Entscheidung meines früheren Arbeitgebers", sagte der heutige TV-Experte bei Sky, der Anfang der neunziger Jahre als Fahrertrainer und Rennleiter für BMW in der DTM und der STW-Serie aktiv war: "Dass man jetzt - nach so wenigen Jahren mit diesem Team - schon aufgibt, hinterlässt für mich einen fahlen Beigeschmack."
Der frühere Rennfahrer und heutige TV-Experte Christian Danner hat den angekündigten Ausstieg von BMW aus der Formel 1 heftig kritisiert. "Es ist auf jeden Fall blamabel. In einer Zeit der völligen Erfolglosigkeit den Schwanz einzuziehen, ist nicht besonders clever", sagte der RTL-Experte: "Das ist dann genau immer das Problem, das Fia-Präsident Max Mosley an die Wand gemalt hat. Hersteller sind halt so, es ist ihr gutes Recht zu sagen: Wir wollen nicht mehr."
Anteilseigner Peter Sauber hat ebenfalls wenig Verständnis für den Rückzug seines Partners. "Die Ankündigung von BMW, sich zum Saisonende aus der Formel 1 zurückzuziehen, kam für mich völlig überraschend. Ich akzeptiere und respektiere die Entscheidung, kann sie allerdings persönlich nur schwer nachvollziehen", teilte der Schweizer mit. Er werde alles in seiner Macht stehende versuchen, "eine Lösung zu finden, die den Fortbestand des Teams am Standort Hinwil in irgendeiner Form ermöglicht". Doch betonte er auch: "Die Ausgangslage dazu ist sehr schwierig."
Der deutsche Formel-1-Pilot Nick Heidfeld ist von der Ausstiegs-Ankündigung seines Teams BMW-Sauber überrascht worden. "Die Entscheidung kommt für mich unerwartet und tut mir speziell für das Team und alle Mitarbeiter, mit denen ich über Jahre hinweg das Projekt aufbauen durfte, sehr leid", schrieb der Mönchengladbacher auf seiner Homepage. Heidfeld muss sich nun auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber machen.
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Ich bin sehr dafür, dass die Formel-1 so allmählich aufgelöst wird.
Soweit ich weiss, kostet alleine schon ein Lenkrad 40.000 .
Mit diesem Geld könnte man mit Sicherheit sinnvollere Dinge machen.
Es ist klar, dass die Experten gegen den Ausstieg sind. Schliesslich leben sie von der Formel-1.