Bjarne Riis
Vor der Saison 1996 wechselte Riis von Gewiss-Ballan zum Team Telekom und gewann gleich die Tour de France.
Im Jahr darauf gewann Riis im Frühjahr das Amstel Gold Race, konnte bei der Tour de France seine Leistung aber nicht wiederholen und wurde nur Siebter beim Sieg seines Teamkollegen Jan Ullrich. Insgesamt erreichte Riis bei der Tour vier Etappensiege.
Riis beendete seine Karriere im Jahre 2000. 1997 gab es den Vorwurf von Olympiasieger Pascal Richard, dass Riis im Trainingslager in Lanzarote einen positiven Dopingtest gehabt habe. Riis kommentierte die Vorwürfe damit, dass er nie positiv getestet worden sei.
Der ehemalige Masseur des Telekom-Teams, Jef d'Hont, beschuldigte Riis in einem am 26. März 2007 ausgetrahlten TV-Interview, massiv mit Epo gedopt zu haben. In Fachkreisen erhielt Riis den Namen "Monsieur 60%", eine Anspielung auf den bei ihm häufig gemessenen Hämatokritwert von 60 Prozent, der damit deutlich über dem Normalwert lag.
Das Blutdopingmittel Epo erhöht die Anzahl roter Blutkörperchen und damit auch den Hämatokritwert, ist aber erst seit 2000 direkt nachweisbar.
22. Mai 2007, 15:27 2007-05-22 15:27:00 ©