Biathlon-WM in Oberhof Glagow holt sich Bronze in letzter Sekunde

Mit einem dritten Platz im ersten Wettbewerb ist die deutsche Equipe erfolgreich in die Biathlon-Weltmeisterschaft gestartet. Martina Glagow hatte im Sprint über 7,5 km hatte einen Rückstand von 53,2 Sekunden auf die Siegerin Liv Grete Poiree aus Norwegen.

Silber sicherte sich mit 20,6 Sekunden Rückstand die Russin Anna Bogali. Zeitgleich mit Glagow wurde Jekaterina Iwanowa aus Weißrussland Dritte.

"Ich weiß gar nicht, wie ich das gemacht habe. Ich lag doch kurz vor dem Ziel noch sechs Sekunden zurück", meinte Martina Glagow aus Mittenwald überrascht.

400 Meter vor dem Ziel betrug ihr Rückstand auf Iwanowa noch 6,5 Sekunden. "Ich habe auf der Zielgeraden den Kopf runtergenommen und bin gerannt so schnell es ging. Oberhof ist toll, die Strecken hier liegen mir."

"Das ist Martinas Schokoladendisziplin"

Glagow startet nun auch am Sonntag (14.00 Uhr/live im ZDF) mit glänzender Ausgangsposition in das 10-km-Jagdrennen, in dem sie den im Vorjahr in Chanty Mansisjk errungenen WM-Titel zu verteidigen hat.

"Das ist Martinas Schokoladendisziplin. Da erhoffen wir uns natürlich eine weitere Medaille. Auch wenn der Rückstand zu Liv Grete Poiree bereits beträchtlich ist", meinte Uwe Müssiggang.

Ränge 13, 24 sowie 26 für die anderen Deutschen

Im Gegensatz zu Glagow (nur ein Schießfehler) haderte der Bundestrainer mit den Leistungen seiner übrigen drei Starterinnen, die am Schießstand versagten.

Bei stürmischem und extrem böigem Wind leisteten sich Katrin Apel (Frankenhain), Simone Denkinger (Gosheim) und Olympiasiegerin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) allesamt jeweils vier Schießfehler, mussten entsprechend Strafrunden drehen und fielen auf die Ränge 13, 24 sowie 26 zurück.