Er ist Weltmeister, er ist es nicht, er ist es doch: Erst nach vielen Diskussionen, zwei Protesten und zwei Jury-Entscheidungen steht Ole Einar Björndalen als Sieger fest. Kati Wilhelm gewinnt Silber.
Titelverteidiger Ole Einar Björndalen ist erneut Biathlon-Weltmeister im Jagdrennen. Der Norweger verwies den Russen Maxim Tschudow und seinen Landsmann Alexander Os nach 12,5 km auf die nächsten Plätze. Michael Rösch aus Altenberg belegte als bester deutscher Läufer den neunten Platz.
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Nach der Goldmedaille im Sprint erreichte Kati Wilhelm in der Verfolgung Platz zwei. (© Foto: AP)
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Zunächst waren Björndalen, Rösch und eine Reihe weiterer Läufer nach dem Wettbewerb wegen unzulässigen Verlassens der Strecke mit einer Strafminute belegt worden. Tschudow erhielt den Sieg zugesprochen. Nach Protesten der Norweger und anderer Mannschaften revidierte eine sogenannte Appelations-Jury des Weltverbandes IBU das Urteil und bestätigte das ursprüngliche Ergebnis. Dagegen ist kein Protest mehr möglich.
Zuvor verpasste Kati Wilhelm ihre zweite Goldmedaille knapp. Die Olympiasiegerin aus Zella-Mehlis lief einen Tag nach ihrem Triumph im Sprint im Jagdrennen mit 18,3 Sekunden Rückstand auf die Schwedin Helena Jonsson auf Platz zwei. Bronze gewann die Russin Olga Saizewa mit 24,1 Sekunden Rückstand auf Jonsson. Martina Beck (Mittenwald) wurde Sechste.
Für Titelverteidigerin Andrea Henkel (Großbreitenbach) war das Rennen schon vor dem Start beendet. Henkel hatte beim Trockentraining mit ihrem Gewehr eine Patrone in der Waffe, die sich beim Üben des Schießablaufes löste und in der Wand des Übungsraumes einschlug. Entsprechend des Regelwerkes der Internationalen Biathlon-Union (IBU) wurde Henkel mit dem Ausschluss vom Rennen bestraft.
Derweil wurde bekannt, dass Russlands Biathlon-Weltmeister Dimitri Jaroschenko in einer weiteren Dopingprobe positiv getestet wurde. Wie die Internationale Biathlon-Union (IBU) in Pyeongchang mitteilte, wurde der 32-Jährige auch beim Weltcup in Oberhof enttarnt. Die B-Probe habe das Resultat der A-Probe bestätigt. Ein Dopingvergehen Jaroschenkos ist damit erwiesen.
Dem Russen waren bereits vor WM-Beginn zwei Dopingfälle nachgewiesen worden. Beide Proben stammten vom Weltcup im Dezember 2008 in Östersund. Somit gilt Jaroschenko als dreifacher Doping-Betrüger. Die Sportdirektorin der russischen Biathlon-Union (RBU), Jelena Anikina, kündigte dem sid in Pyeongchang eine "intensive Untersuchung der Dopingfälle" sowie "harte Strafen durch die RBU" an.
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(sueddeutsche.de/dpa/sid/aum)
Der Flügelflitzer
. . . dass die Deutschen und Schweden immer oben mithalten, auch des öfteren vor den erwiesenermaßen gedopten Russen zu finden sind. Also, entweder nützt den Russen das Dopen nicht so übermäßig, oder. . . ?
Honi soit qui mal y pense !
Ich finde es nicht nachvollziehbar, dass die Vielseitigkeitsreiterin Bettina Hoy damals bei der Olympiade 2004 wegen einer in der regulären Zeit zu viel gerittenen Runde disqualifiziert wurde, während man hier ein viel gravierender Regelverstoß nicht geahndet wurde.
Auch viele BuLi-Urteile im DFB-Schiedsgericht sind im direkten Vergleich nicht nachvollziehbar. Von der F1 wollen wir gar nicht sprechen... .
"Auf hoher See und vor Gericht..."