Biathlon-Weltcup Peiffer verpasst Verfolgungsrennen, Kühn überrascht

Glücklos in Slowenien: Andreas Birnbacher leistet sich zu viele Fehler

(Foto: AFP)

Schlechter Tag für die Routiniers: Im Sprint in Slowenien leistet sich das deutsche Team teils zahlreiche Schießfehler, Arnd Peiffer schafft es nicht unter die besten 60, auch Andreas Birnbacher patzt. Bei dem Sieg von Jakov Fak schafft aber Debütant Johannes Kühn eine Überraschung, Simon Schempp wird bester Deutscher.

Die deutschen Biathleten haben zum Auftakt des Weltcups im slowenischen Pokljuka enttäuscht und einen Top-10-Platz klar verfehlt. Im Sprintrennen über 10 Kilometer landete Simon Schempp ohne Schießfehler als bester DSV-Skijäger auf Rang 15. Der 24-Jährige aus Uhingen hatte im Ziel 52,5 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Slowenen Jakov Fak (24:41,7 Minuten/0 Fehler). Platz zwei ging an den Norweger Emil Hegle Svendsen (0,8 Sekunden Rückstand/1), Dritter wurde der französische Gesamtweltcup-Führende Martin Fourcade (6,1/0).

"Das Schießen hat sehr gut funktioniert, es war nicht so einfach wegen des Windes. Der war ein bisschen tückisch", sagte Schempp: "Läuferisch war es sehr zäh, da läuft gerade nicht viel zusammen. Es ist von Wettkampf zu Wettkampf schlechter geworden. Da muss man sich Gedanken machen, ob man nicht vielleicht etwas falsch gemacht hat."

Einzig Debütant Johannes Kühn konnte neben Schempp bei seinem ersten Weltcupeinsatz überraschen. Der 21-Jährige aus Reit im Winkl leistete sich nur einen Schießfehler und schaffte es bei seinem Debüt mit 1:00,6 Minuten Rückstand auf Rang 17. "Es war ein großer Tag für mich, davon träumt man immer", sagte Kühn.

Alle anderen deutschen Skijäger, darunter auch Andreas Birnbacher (Schleching/1:44,3/3), schafften es nach teilweise schwachen Schießleistungen nicht unter die Top 20. Der frühere Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) verpasste nach vier Schießfehlern und mit 2:53,1 Minuten Rückstand sogar überraschend das Verfolgungsrennen der besten 60 am Samstag (12.45 Uhr). "Ich brauche ein bisschen länger, um das zu verdauen", sagte Peiffer: "Ich bin total enttäuscht, denn der Platz ist total indiskutabel. Das muss ich jetzt analysieren."