Trotz Fehlern am Schießstand hat sich Biathlon-Weltmeisterin Neuner beim Weltcup in Oberhof den dritten Platz erkämpft.

Die dreifache Weltmeistern Magdalena Neuner ist als Dritte des Sprintrennens in Oberhof ein hervorragender Start in das neue Biathlonjahr gelungen. Die 20 Jahre alte deutsche Sportlerin des Jahres lag nach 7,5 km trotz vier Strafrunden nur 10,7 Sekunden hinter der siegreichen Tora Berger.

Großartige Laufleistung: Magdalena Neuner bei einem Training in Oberhof. (© Foto: AP)

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Die Norwegerin feierte in 23:58,2 Minuten ihren zweiten Saisonsieg mit 5,5 Sekunden Vorsprung auf die Russin Swetlana Slepzowa. Bei stürmischem Wind, Schneegraupel und schlechter Sicht belegte Sprint-Olympiasiegerin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) vor 22.000 Zuschauern in der ausverkauften Rennsteig-Arena den fünften Platz.

Kathrin Hitzer (Gosheim) wurde gute 12. Weltcup-Titelverteidigerin Andrea Henkel (Großbreitenbach) fiel durch drei Fehlschüsse beim Stehendschießen auf Platz 20 zurück. Martina Glagow musste sich mit Rang 24 begnügen.

Die Mittenwalderin verteidigte trotz ihrer bislang schwächsten Saisonleistung das Gelbe Trikot und führt in der Gesamtwertung nun mit 281 Punkten vor der diesmal auf Rang 15 eingekommenen Sandrine Bailly (Frankreich/273) sowie Wilhelm (248).

"Ich habe beim Schießen nicht lange gewartet und darauf gehofft, dass die Anderen bei diesem Wetter auch Fehler machen. Läuferisch ging es besser als gedacht. Ich bin sehr zufrieden", sagte Magdalena Neuner.

Die Wallgauerin bestieg im Weltcup zum zweiten Mal hintereinander die dritte Stufe des Siegerpodestes und präsentierte sich auf den Tag genau ein Jahr nach dem ersten Weltcup-Triumph ihrer Karriere in bemerkenswerter Laufform.

"Wir haben bei den komplizierten Bedingungen, bei denen die Stärken der guten Schützen besonders zum tragen kommen, zu viele Fehler geschossen. Da hat uns wohl auch ein bissel das Glück gefehlt", sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang und schwärmte von der Laufleistung seiner Musterschülerin: "Mit vier Strafrunden noch aufs Treppchen zu kommen, das kann derzeit außer Lena keine andere."

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(dpa/sid/gal/mako)