Ski alpin Kristoffersen fährt Hirscher davon

Auf Kurs: Der Norweger Kristoffersen im ersten Durchgang.

(Foto: AFP)

Der norwegische Skifahrer gewinnt den Slalom in Adelboden. Lindsey Vonn ist auch im Super-G in Zauchensee nicht zu schlagen. Robert Lewandowski ist Polens Sportler des Jahres.

Ski alpin: Die deutschen Ski-Rennläufer haben beim Weltcup-Slalom im schweizerischen Adelboden einen Platz auf dem Siegertreppchen klar verpasst. Felix Neureuther und Fritz Dopfer belegten bei äußerst schwierigen Bedingungen auf dem legendären Chuenisbärgli die Plätze acht und neun. Der Norweger Henrik Kristoffersen gewann sein drittes Saisonrennen vor Marcel Hirscher aus Österreich (0,06 Sekunden zurück) und Alexander Choroschilow aus Russland (0,60).

Während Linus Strasser von Rang 17 auf Rang 26 zurückfiel, zeigte Dominik Stehle weiter aufsteigende Tendenz. Der 29-Jährige, der im Januar 2007 sein erstes Weltcup-Rennen bestritten hatte, kam erst zum fünften Mal in die Punkteränge und erreichte als 14. das beste Ergebnis seiner Karriere, deren Höhepunkt bislang ein 19. Rang im November 2008 im finnischen Levi war.

Ski alpin: Lindsey Vonn hat auch den Super-G in Altenmarkt-Zauchensee gewonnen. Die Amerikanerin setzte sich überlegen durch und feierte ihren 73. Erfolg im Weltcup. Einen Tag nach ihrem Sieg in der Abfahrt verwies die 31-Jährige ihre Gesamtweltcup-Rivalin Lara Gut aus der Schweiz und die Österreicherin Cornelia Hütter auf die Plätze. Viktoria Rebensburg aus Kreuth vergab einen Platz auf dem Podium und möglicherweise sogar den Sieg durch einen großen Fehler im Schlussabschnitt. Bei der letzten Zwischenzeit war die Deutsche noch mit 0,35 Sekunden in Führung gelegen - am Ende verpasste sie mit 1,85 Sekunden Rückstand sogar die Top Ten.

Volleyball, Nationalmannschaft: Die deutschen Volleyballer haben beim Qualifikationsturnier in Berlin ihre erste Niederlage kassiert und die direkte Olympia-Teilnahme in Rio verpasst. Die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen unterlag Olympiasieger Russland mit 1:3 (33:31, 22:25, 19:25, 24:26), kann sich aber noch mit einem Sieg am Sonntag im Spiel um Platz drei das Ticket für ein weiteres Qualifikationsturnier in Japan sichern.

Vor 6900 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle konnten die Gastgeber nicht mehr an die starke Vorstellung vom Vortag beim 3:1 über Weltmeister Polen anknüpfen und hatten im vierten Spiel erstmals das Nachsehen. Im kleinen Finale am Sonntag (13.10 Uhr) trifft der WM-Dritte auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen Europameister Frankreich und Polen. Während sich der Turniersieger von Berlin direkt für Rio qualifiziert, nehmen der Zweit- und Drittplatzierte am letzten Ausscheidungsturnier im Mai/Juni in Japan teil.

Ski alpin: Beim Weltcup-Slalom von Adelboden gehen die deutschen Skirennfahrer Fritz Dopfer und Felix Neureuther mit Chancen auf einen Podestplatz in den zweiten Lauf. Bei dichtem Schneefall gelang Dopfer die viertbeste Zeit, eine halbe Sekunde fehlte ihm zu Rang drei. Neureuther war mit sieben Zehntelsekunden Rückstand auf das Podium Sechster. In Führung lag der Russe Alexander Choroschilow vor Marcel Hirscher aus Österreich (+0,24 Sekunden) und dem Norweger Henrik Kristoffersen (+0,32). Aus dem deutschen Team qualifizierte sich auch Linus Strasser für Lauf zwei ab 13.30 Uhr.

Sportmomente: Als Messi die Bayern zerrupfte

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Tennis: Der Schweizer Roger Federer hat beim ATP-Turnier im australischen Brisbane den 89. Titel seiner Karriere verpasst. Der Weltranglistendritte und Titelverteidiger unterlag in der Neuauflage des Vorjahresendspiels dem Kanadier Milos Raonic 4:6, 4:6. Für den 34-Jährigen war es im elften Duell die zweite Niederlage gegen den Weltranglisten-14., der bei dem mit mit 461 330 US-Dollar dotierten Wettbewerb seinen achten Triumph auf der Tour feierte. Trotz der Endspiel-Niederlage war Federer zufrieden: "Ich war ein bisschen krank, aber trotzdem im Finale. Es war wie immer ein schönes Turnier", sagte er und gratulierte seinem Kontrahenten: "Du hast es verdient - viel Erfolg bei den Australian Open."

Federer fand acht Tage vor Beginn des Grand-Slam-Turniers in Melbourne in der gesamten Partie gegen den clever agierenden Aufschlagriesen nie zu seinem Rhythmus. Nach 1:27 Stunden verwandelte Raonic seinen ersten Matchball. Damit liegt der Grand-Slam-Rekordchampion Federer mit derzeit 88 Turniersiegen in der "ewigen" Bestenliste als Dritter weiter sechs Erfolge hinter Ivan Lendl (94 Titel). Angeführt wird die Statistik von US-Legende Jimmy Connors (109).

Fußball, Polen: Große Ehre für Robert Lewandowski: Der Torjäger des FC Bayern München ist in Polen zum Sportler des Jahres 2015 gewählt geworden. Der 27 Jahre alte Weltklassestürmer gewann die Abstimmung in seinem Heimatland als erster Fußballer seit 33 Jahren. "Diese Auszeichnung bedeutet mir sehr, sehr viel. Ich freue mich sehr", erklärte Lewandowski im Bayern-Trainingslager in Katar. Der Angreifer reklamierte den Erfolg nicht allein für sich. "Ich bin Mannschaftssportler. Daher bedeutet dies auch, dass die ganze Mannschaft - Bayern und die Nationalmannschaft - sehr gut gespielt haben muss", erklärte Lewandowski auf der Homepage seines Clubs.

Rallye Dakar: Bei der 38. Rallye Dakar hat es den ersten Toten gegeben. Nach Angaben der Organisatoren ist ein 63 Jahre alter Mann bei einem Unfall verstorben. Es ist der 67. Todesfall im Rahmen der Rallye Dakar seit 1980. Im Vorjahr starb der polnische Motorradfahrer Michal Hernik. Der Franzose Lionel Baud war bei Kilometer 82 des Teilstücks zwischen Uyuni/Bolivien und Salta/Argentinien mit seinem Wagen von der Strecke abgekommen und erfasste den Mann, der alleine am Streckenrand stand. "Die Mediziner konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen", teilten die Organisatoren mit.

Schon beim Auftakt am vergangenen Samstag hatte das seit Jahren umstrittene Marathon-Spektakel mit einem schlimmen Zwischenfall für Schlagzeilen gesorgt. Die chinesische Dakar-Debütantin Guo Meiling hatte beim kurzen und ungewöhnlich schnellen Prolog die Kontrolle über ihren Mini verloren und war in die Zuschauermenge gerast. Dabei waren drei Zuschauer teilweise schwer verletzt worden.