Biathlon in Ruhpolding Dahlmeier hängt Soukalova im weichen Schnee ab

Laura Dahlmeier jubelt schon - die geschlagene Gabriela Soukalova schleppt sich ins Ziel.

(Foto: dpa)
  • Franziska Hildebrand geht nach ihrem Biathlon-Sprintsieg in Ruhpolding bei der Verfolgung als erste auf die Loipe.
  • Den Sieg holt sich jedoch ihre Teamkollegin Laura Dahlmeier, sie schlägt mit einer starken Schlussrunde die Tschechin Gabriela Soukalova.
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Biathletin Laura Dahlmeier hat in Ruhpolding nach einer starken Vorstellung mit nur einem Schießfehler ihren fünften Weltcupsieg geholt. Nach Rang vier im Sprint lief die 22-Jährige im Verfolgungsrennen über zehn Kilometer auf den ersten Platz mit 7,3 Sekunden Vorsprung auf die Weltcup-Führende Gabriela Soukalova.

Dahlmeier hängte die Tschechin in weichem und relativ tiefem Schnee kurz vor dem Ziel ab. "Als ich Lauras Atem gehört habe, wusste ich, dass ich keine Chance habe", sagte sie.

Nach dem letzten Schießen hatte die Deutsche noch 13 Sekunden zurückgelegen. Als Dritte landete die Italienerin Dorothea Wierer (53,6 Sekunden zurück) ebenfalls auf dem Podium.

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"Ich bin so happy über meinen ersten Sieg in Ruhpolding"

"Es war ganz schön hart, auf der letzten Runde war es ein brutaler Fight. Ich hätte mir gewünscht, dass ich auf der Couch sitze und mir das im Fernsehen hätte anschauen können", sagte Dahlmeier nach dem Rennen. "Ich bin so happy über meinen ersten Sieg in Ruhpolding."

Wie gut Dahlmeier in Form ist, zeigt der Umstand, dass sie noch zum Jahreswechsel wegen einer Erkältung kurzzeitig mit dem Training aussetzen musste. Sie schaffte die drittbeste Laufzeit, nahm Soukalova in der Loipe 21 Sekunden ab. "Sie hat einfach ein unheimlich hohes Grundniveau", sagte Bundestrainer Gerald Hönig. Und auch am Schießstand agierte Dahlmeier so abgezockt, als würde sie schon jahrelang die Weltspitze dominieren. Bei beiden Stehendschießen unterbrach sie kurz ihren Rhythmus, um sich neu zu fokussieren. Zwar machte sie im dritten Anschlag einen Fehler, blieb dann aber fehlerfrei und setzte zu ihrer beeindruckenden Aufhaljagd an.

Sprint-Siegerin Franziska Hildebrand konnte nicht ganz an die Leistung vom Freitag anknüpfen und wurde nach insgesamt vier Schießfehlern Neunte. Drittbeste Ahtletin des Deutschen Skiverbandes war Vanessa Hinz auf dem 29. Rang. Miriam Gössner wurde 38., Maren Hammerschmidt kam auf Rang 42, Luise Kummer auf Platz 51.