Ermittler des Bayerischen Landeskriminalamtes haben die Geschäftsstellen des FC Bayern und des TSV 1860 München sowie die Privatwohnungen von Löwen-Präsident Karl-Heinz Wildmoser und dessen Sohn durchsucht. Die beiden sollen im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Münchner Fußball-Arena bestochen worden sein.
Laut LKA steht Wildmoser im Verdacht der Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung. Dem Bericht zufolge soll er gemeinsam mit seinem Sohn von der Baufirma 2,8 Millionen Euro Schmiergelder angenommen haben.
Karl-Heinz Wildmoser sen. (© Foto: dpa)
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Der FC Bayern stehe nicht im Visier der Ermittlungen, dort sei nur nach möglichen Beweismitteln gesucht worden, hieß es.
An der Razzia beteiligten sich insgesamt 21 Staatsanwälte, mehr als 70 Kriminalbeamte und 30 Steuerfahnder. 30 Objekte in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden durchsucht.
Wie der Bayerische Rundfunk erfahren hat, könnte es sich um einen gigantischen Bestechungsskandal handeln. Nach Erkenntnissen der Ermittler sollen Wildmoser und sein Sohn von der Hauptauftragnehmerin "Alpine" Schmiergelder in Höhe von 2,8 Millionen Euro erhalten haben. Daher gab es Hausdurchsuchungen auch bei "Alpine" und einer weiteren beteiligten Baufirma.
Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks geht es dabei um geheime Informationen aus dem Ausschreibungsverfahren, die Wildmoser an die Baufirma weitergegeben haben soll.
Er soll - so der Verdacht der LKA-Fahnder - dem Unternehmen mitgeteilt haben, dass in dem Ausschreibungsverfahren eine Maximalsumme von 280 Millionen Euro für den Bau akzeptiert würde. Ein entsprechendes Angebot reichte die "Alpine" dann ein und erhielt prompt den Zuschlag.
Eine Summe von einem Prozent, was 2,8 Millionen Euro entspricht, soll dann über verschiedene Strohmänner und Schweizer Konten an Wildmoser und dessen Sohn geflossen sein.
Vater und Sohn wurden bei der Durchsuchungsaktion, die um 9 Uhr früh begann, festgenommen. In Haft sitzen zudem zwei Strohmänner, die die Finanzströme organisiert haben sollen.
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