Der FC Bayern geht beim 0:4 gegen Zenit St. Petersburg im Halbfinale des Uefa-Cups unter - und nimmt es nach außen locker.
Unglückliche Menschen im Petrowski-Stadion von Zenit St. Petersburg am Donnerstagabend: fast alle Bayern und Pawel Pogrebnjak. Die Bayern waren unglücklich, weil sie 0:4 (0:2) verloren hatten und damit im Halbfinale des Uefa-Cups gescheitert waren.
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Luca Toni (links) und Philipp Lahm können das Uefa-Pokal-Aus der Bayern nicht fassen. (© Foto: AFP)
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Der Petersburger Pogrebnjak, zweifacher Torschütze an diesem Abend, war unglücklich, weil er in der 76. Minute eine gelbe Karte kassiert hatte; es war seine dritte im laufenden Wettbewerb, was bedeutet, dass der zehnmalige Torschütze (im gesamten Uefa-Cup) im nächsten Spiel gesperrt ist. Im Finale.
Dass sie es sein würden, die dieses Finale erreichen, davon waren die Bayern vor der Partie sehr überzeugt gewesen. Selbstbewusst gingen sie ins Spiel hinein, und zunächst sehr kleinlaut gingen sie daraus hervor. "Wir müssen uns eigentlich bei den Fans entschuldigen", sagte Luca Toni, "das war das schlechteste Spiel, an das ich mich erinnern kann." Philipp Lahm stellte fest: "Es ist schwer, nach so einem Spiel Worte zu finden."
Ein wenig seltsam wirkte dann die erste Einlassung von Trainer Ottmar Hitzfeld, der sagte: "Die Mannschaft hat alles versucht." Das musste er als Trainer vielleicht sagen, besonders, da es nicht so ausgesehen hatte, als habe die Mannschaft alles versucht. Hitzfeld gelang dann immerhin noch eine pfiffige Wendung: "International muss man einfach das eine oder andere Tor schießen", sagte er. Das hatte nahezu philosophische Qualität.
Dann dauerte es eine ganze Weile, bis die Bayern wieder aus der Kabine kamen, und um so erstaunlicher war es, dass sie keineswegs niedergeschlagen wirkten, sondern nachgerade gelöst. Allen voran Torwart Oliver Kahn, der mit einem Lächeln dies und das erzählte: "Ende, ach Ende, alle reden immer vom Ende", sagte er, "ich bin überhaupt nicht enttäuscht." Es war ja sein letztes internationales Spiel, er hätte niedergeschlagen sein können, aber er wirkte gelassen und heiter.
"Wir sind an einem Gegner gescheitert, der klasse gespielt hat. Das ist eine Supermannschaft, die haben ihre Chancen genutzt, wie ich das sonst nur von Weltklasse-Stürmern aus der Champions League kenne", sagte Kahn. Er klang, als würde er sich später noch im Fanshop einen schönen Zenit-Schal besorgen. Ob er denn nicht ein wenig traurig sei darüber, dass es international nun vorbei ist? "Soll ich mich jetzt umbringen", versetzte Kahn gut gelaunt, "irgendwann ist immer das Ende. Jetzt ist es halt aus."
Er lächelte. "St. Petersburg ist übrigens eine tolle Stadt, ich kann es jedem nur empfehlen, hier mal herzukommen. Das ist schon ein Highlight, hier seine internationale Karriere zu beenden." Es ließ sich nicht genau feststellen, ob Kahn seinen Worten nicht doch eine Prise Ironie beigemischt hatte.
Da es schon so heiter zuging, wollte Manager Uli Hoeneß auch nicht nachstehen: "Triple, Viertel, Quarterback, das alles interessiert mich überhaupt nicht. Wir sind nächstes Jahr wieder in der Champions League, wo wir hingehören, alles andere ist mir egal." Alles egal? "Ich war 20 Minuten traurig", sagte Hoeneß, "aber das ist schon wieder vorbei."
Dass es später so unterhaltsam werden würde, danach hatte es lange nicht ausgesehen, auch wenn das Spiel für die Bayern bestens begonnen hatte. Keine zwei Minuten waren gespielt, da musste Roman Schirokow bereits auf der Linie retten. Klose hatte aus acht Metern Entfernung eine Art Schuss abgegeben, er hatte den Ball nicht richtig getroffen, und so segelte die Kugel auf krummer Flugbahn an Torwart Malafejew vorbei, auf besten Wege ins Netz - wenn da eben nicht Schirokow gewesen wäre, der diesen Weg entschlossen verstellte.
Das hätte das Thema für die folgenden 90 Minuten sein können: drängende Bayern, St.Petersburger in Nöten. Aber das wurde nicht das Thema. Vielmehr verhielt sich die Partie aus Sicht der Bayern wie ein Lied, das mit einem tollen Rockakkord beginnt und anschließend auf einer vollkommen verstimmten Gitarre zu Ende gespielt wird.
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Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Zitat kahntitan: "Kahntitan war machtlos gestern gegen die russische Angriffe, der arme...UGA "
Zumindest müssen wir diesmal nicht Schlesien abgeben...
Ich muss diesem user voll 100% zustimmen! der FC Bayern (bis auf seinen Torwart) ist ein desaster. Bei den letzten internationalen Auftritten des so grossen FC Bayerns hat die ganze Welt nur lachen koennen...
UGA! Ohne Titan waern die bayern nicht mal auf den CL-Plaetzen in der Liga!
UGAGA!!! Kahntitan war machtlos gestern gegen die russische Angriffe, der arme...UGA
Ich werde nicht müde - und hier ist stef - zuzustimmen, zu betonen, dass es im gesamten Deutschen Fußball keinen Trainer und kein taktisches Konzept gibt, dass mit den internationalen Spitzenvereinen mithalten kann.
Ich darf daran erinnern, auch natürlich an Erich R., wie lange in Deutschland der Libero gespielt hat, dieweil international die Viererketten Europa dominierten.
Der Fc Bayern München hat vier bis sechs Spieler in seinen Reihen, die nicht den Vergleich mit internationalen Spitzenspielern scheuen müssen. Sicherlich keinen Chr. Ronaldo oder D. Drogba, aber wohl Rooneys, Ballacks, Lampards, Terrys oder Hargreaves, um nur einige Spieler der CL Finalisten zu nennen; da muss sich kein Demichelis, Ribery, Toni oder Lucio verstecken.
Was wir aber nicht haben, und da muss ich der Kritik des künftigen Trainers des Fc Bayern zustimmen: ein vernünftiges Training und ein taktisches und spielerisch überzeugendes Konzept. Mag sein, dass dies Zenit St. Petersburg dank ihres Trainers hat.
Plan A, Hitzfeld aus dem Altersheim zu holen, war nicht schlecht ;-) Bloß hatte keiner beim FCB einen Plan B, falls Plan A schief gehen sollte. Und Plan A ging gründlich in die Hosen. Ribéry hat vor einigen Monaten schon qualitativ hochwertige Verstärkung gefordet, sonst geht er wahrscheinlich mit Lahm zu Barcelona.
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