Bayern-Stürmer Mario Gomez Bei alten Freunden nur auf der Bank

In Stuttgart nur auf der Bank: Bayern-Stürmer Mario Gomez.

(Foto: dpa)

Der FC Bayern kommt mit seinem Protz-Kader nach Stuttgart gereist. Trainer Heynckes kann sich sogar den Luxus erlauben, Nationalstürmer Gomez an alter Wirkungsstätte auf die Bank zu setzen. Immerhin kann der VfB mit einer Personalie dagegenhalten.

Beim VfB Stuttgart werden sie die Debatte mit Wehmut verfolgen. "Im Moment ändert man ganz wenig", sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes zwei Tage vor dem Spiel in Stuttgart, und fügte an: "Die Mannschaft muss sich jetzt einspielen."

Wer noch nicht verstanden hatte, bekam die Botschaft noch einmal mit Klarnamen entschlüsselt: Mandzukic habe "gut gespielt in der Vorbereitung, er habe Tore erzielt, sich gut präsentiert", sagte Heynckes, "und dann ist klar, dass ein Trainer ihn erstmal spielen lässt. Das ist das Gesetz in einer Mannschaft". Heißt im Umkehrschluss: Mario Gomez wird nicht spielen, zumindest nicht von Anfang an.

So einen Luxus hätten sie auch mal gern beim VfB, aber etwas Tröstliches steckt dann doch in dieser nostalgischen Personalie. Für den VfB muss es ja kein Nachteil sein, wenn der verlorene Sohn draußen bleibt: In den letzten sechs Spielen gegen VfB erzielte Gomez neun Tore.

Der FC Bayern kommt mit seinem Protzkader angereist, aber wenigstens kann der VfB wieder mit einer Personalie dagegen halten, auf die er auch stolz ist: Vedad Ibisevic, der erste konkurrenzfähige Gomez-Nachfolger, hat seine Gelbsperre abgesessen. Damit er aber nicht mehr gar so konkurrenzlos ist im dünnen VfB-Kader, hat Manager Fredi Bobic nun die Leihe des italienischen Nachwuchsstürmers Federico Machedo, 21, von Manchester United perfekt gemacht.

Die Unterschrift seines Trainers hat Bobic dagegen immer noch nicht: Bruno Labbadia hat den bis 2016 datierten Vertragsentwurf noch nicht unterzeichnet. Man liege aber "im Zeitplan", heißt es.