Bayern-Sieg gegen Arsenal Müller setzt den Schlusspunkt

So ging es mit dem torlosen Remis und Überzahl für die Bayern in die Pause. Guardiola nahm den gelb-rot-gefährdeten Boateng aus dem Spiel, Rafinha kam, Martínez rückte in die Innenverteidigung und Lahm ins zentrale Mittelfeld. Und Lahm tat sich umgehend hervor - als Vorbereiter des Münchner Führungstores. Er legte quer auf den ungedeckten Kroos, der den Ball aus 17 Metern in den rechten Winkel zirkelte (54.). Die Bayern dominierten gegen die in Unterzahl extrem tief stehenden Londoner nun deutlich - mit gefühlt 95 Prozent Ballbesitz. Alleine Kroos hatte in der zweiten Spielhälfte - und das war nicht die gefühlte, sondern die offizielle Statistik - mehr Ballkontakte als alle Spieler des FC Arsenal zusammen.

Fabianski rettete bei einer Hereingabe von Robben (63.) und kurz darauf bei einem Kopfball von Mario Götze. Dann kam Thomas Müller für den unauffälligen Mario Mandzukic, und die Frage lautete nun, ob die Bayern zum Zwecke einer komfortableren Ausgangsposition fürs Rückspiel das Ergebnis noch erhöhen würden. Wenger versuchte, mit der Einwechslung des früheren Dortmundes Tomas Rosicky für Oxlade-Chamberlain (74.) noch mal einen offensiven Akzent zu setzen - vergebens. Guardiola brachte noch Claudio Pizarro für Thiago (79.).

Als es schien, als müssten sich die Bayern wegen ihrer mäßigen Konsequenz bei der Vollendung der Angriffe doch noch ein bisschen grämen, blieb der Schlusspunkt der Partie Müller vorbehalten - per Kopfball erzielte er den wichtigen zweiten Treffer. Der Assist kam, diesmal per Flanke, erneut von Lahm; Guardiolas Umstellungen hatten sich ausgezahlt. In der Nachspielzeit traf Kroos per Flachschuss nochmal den Pfosten. "Er hat auf sehr, sehr hohem Niveau gespielt", lobte Guardiola den Mittelfeldspieler, mit dem die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung zuletzt auffällig ins Stocken geraten waren. "Das war wirkliches Champions-League-Niveau. Wir alle wollen, dass er verlängert, und ich denke, er selbst will das auch."

Was so ein Champions-League-Spiel doch alles bewirken kann.

Quelle: Opta Sportdaten

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