Bayern-Profi Arjen Robben "Noch drei Jahre Topfußball - gerne hier"

Tänzchen auf dem Rasen: Arjen Robben trifft in London zum 2:1 gegen Dortmund.

(Foto: Phil Noble/Reuters)

Für Arjen Robben war 2013 das Jahr der Versöhnung - mit seinen Zielen, mit seinem Körper, mit dem Publikum des FC Bayern. Im SZ-Interview spricht er über seine anstehende Vertragsverlängerung und die offene Rechnung, die ihm noch bleibt.

Von Klaus Hoeltzenbein und Christof Kneer

Arjen Robben geht davon aus, dass er seinen bis 2015 laufenden Vertrag beim FC Bayern verlängern wird. "Ich bin da ganz zuversichtlich", sagte der Holländer im großen Jahres-Abschluss-Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Feiertags-Ausgabe): "Der Verein weiß, was er an mir hat, ich weiß, was ich am Verein habe. Ich habe das Gefühl, dass ich mindestens noch drei Jahre Topfußball vor mir habe - gerne hier."

Direkt nach seiner Verletzung habe ihn Klubchef Karl-Heinz Rummenigge im Krankenhaus angerufen, berichtet Robben, "und da hat er gesagt, dass wir demnächst konkret über die Zukunft reden werden".

Außerdem verwahrt sich Robben gegen Gerüchte, wonach Trainer Pep Guardiola mit Individualisten wie ihm nichts anfangen könne. "Manchmal nerven solche Vorurteile", sagt Robben, "manchmal sind sie auch nur zum Lachen." Zwar habe es Momente gegeben, in denen der Trainer experimentiert habe, "aber ich glaube, er weiß jetzt schon, dass ich rechts am stärksten bin". Es zeichne Guardiola aus, dass er zum Bayern-Spiel "seine eigenen Akzente hinzugefügt" habe, aber gleichzeitig nutze der Trainer "all die Stärken, die wir schon haben. Er nimmt da nichts weg". Guardiola lasse Franck Ribéry und ihm "die Freiheiten, die wir für unser Spiel brauchen.

Im Interview spricht Robben auch über den Wert, den der Triumph in der Champions League für ihn persönlich besitzt. "Das Jahr hat uns allen Ruhe gegeben, der Mannschaft, dem Verein, aber klar, mich hat das Jahr besonders glücklich gemacht", sagt Robben, "die Leute haben gemerkt: Der kämpft einfach weiter, der kommt immer wieder zurück." Robben erklärt auch erstmals, wie sehr ihn die Anfeindungen des Münchner Publikums nach dem verlorenen Finale gegen Chelsea getroffen haben. "Vergessen ist das sicher nicht, enttäuschend bleibt es für mich bis heute", sagt er: "Ich bleibe dabei: Wenn du ein richtiger Fan bist, machst du so was nicht."

Nur eine Rechnung hat Robben in seinem triumphalen Jahr 2013 nicht begleichen können: jene mit der Fußball-Weltmeisterschaft. Der Schmerz über das verlorene WM-Finale 2010 bleibt auch nach dem Champions-League-Sieg bestehen. "Das war eine Chance, die man wahrscheinlich nur einmal im Leben kriegt", sagt Robben. Der Moment, wie er freistehend vor dem spanischen Torwart Casillas scheitert, bleibe "für immer" - wie sein Siegtor im Finale der Champions League.

"Manchmal denkt man: Wenn ich bei der WM damals getroffen hätte, dann hätte ich jetzt alles gewonnen. Alles! Champions League und WM!" Bei der WM 2014 in Brasilien treffen die Holländer gleich im ersten Gruppenspiel auf Spanien, und wenn er da wieder frei vor Casillas auftauche, so Robben, "dann schieße ich den Ball rein. Hundertprozentig".

Das vollständige Interview lesen Sie in der Feiertagsausgabe der Süddeutschen Zeitung und in der SZ-Digital-App auf iPhone, iPad, Android und Windows 8