Nach dem 3:0 gegen Leverkusen debattieren die Münchner, ob sie sich darüber ärgern müssen, nicht mehr Tore im Fernduell gegen Wolfsburg erzielt zu haben.
Luca Toni war natürlich der völlig falsche Stürmer für dieses Spiel gegen Bayer Leverkusen. Zwar traf der Italiener zum siebten Mal in dieser Spielzeit zum 1:0 für den FC Bayern, es war das 20. Mal innerhalb von nur zwei Jahren, dass er die Münchner in der Bundesliga in Führung brachte. Toni gehört jedoch nicht zu jener Spezies Angreifer, die ihre Torbilanz dadurch beschönigen, indem sie das 4:0 oder 5:0 oder 6:0 in einer längst entschiedenen Partie erzielen - doch diesen ansonsten eher verlachten Stürmer hätte der FC Bayern an diesem Abend gebraucht.
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Zweikampf unter sich: Die Bayern-Spieler Mark van Bommel (l.) und Martin Demichelis. (© Foto: Getty)
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3:0 endete die Partie gegen Bayer Leverkusen, eigentlich ein gutes Ergebnis - und doch wussten sie beim FC Bayern nicht so recht, ob sie sich nun freuen dürfen über die drei Punkte im Kampf um die Deutsche Meisterschaft oder ob sie sich ärgern müssen, weil die Mannschaft am Ende nicht noch mehr Tore erzielen konnte. Das lag vor allem daran, dass der Tabellenführer VfL Wolfsburg ebenfalls mit 3:0 siegte, so dass der Rückstand nach wie vor null Punkte und drei Tore (zwei Tore Differenz, dazu weniger erzielte Treffer) beträgt. Zudem gewann auch Hertha BSC in Köln und liegt nur einen Punkt hinter Wolfsburg und dem FC Bayern.
"Es ist schade, dass die Mannschaft es nicht verstanden hat, aus den zahlreichen Möglichkeiten mehr Tore zu machen", sagte Jupp Heynckes nach dem Spiel. Der Bayern-Trainer meinte vor allem die letzten 20 Minuten, als seine Mannschaft durch die Treffer von Toni, Franck Ribéry und Lukas Podolski 3:0 führte und die Leverkusener Spieler sich daran erinnerten, dass sie am liebsten ausgeruht in das DFB-Pokal-Finale gehen würden.
Jeder Münchner Offensivspieler stand mindestens ein Mal allein vor René Adler, ein Tor konnte jedoch keiner mehr erzielen. Lucio und Podolski scheiterten am glänzend aufgelegten Schlussmann, Zé Roberto an seiner Überheblichkeit, Miroslav Klose an der Latte - und Luca Toni daran, dass er völlig untypisch den Ball zwei Mal perfekt traf und deshalb neben das Tor schoss. Adler kam gar nicht dazu, seine Vorderleute für das mangelnde Defensivverhalten zu rügen, weil stets schon ein neuer Angriff sein Tor bedrohte.
"Falls am Ende das Torverhältnis den Ausschlag gibt, dann wäre das natürlich besonders ärgerlich", sagte Manager Uli Hoeneß. Er mag wohl auch noch an das direkte Duell mit den Wolfsburgern vor wenigen Wochen gedacht haben (1:5), das im Nachhinein betrachtet nicht nur ein Sechs-Punkte-, sondern auch ein Acht-Tore-Spiel war. Hoeneß betonte aber: "Wichtig ist, dass wir in der zweiten Halbzeit gut gespielt und verdient gewonnen haben."
Die erste Halbzeit hatten Akteure und Verantwortliche da längst verdrängt, dabei spielte die Mannschaft in den ersten 45 Minuten nicht so, als würde sie um die Deutsche Meisterschaft kämpfen, sondern vielmehr um mehrere Einträge ins Guiness-Buch der Rekorde in den Kategorien "meiste Fehlpässe", "geringste Kreativität" und "kürzeste Laufwege".
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@hobuk, ob Magath Recht hat oder nicht, das ist nicht der Punkt. Ein Trainer, der mitten im Geschäft ist, sollte nicht über Kollegen reden und schon gar nicht schlecht. Der Felix droht abzuheben. Er sollte darüber nachdenken, dass er es war, der die Mannschft des VfB Stuttgart aufgebaut und im Stich gelassen hat, als die entscheidende Phase der Meisterschaft begann. Und dasselbe macht er jetzt wieder mit der Mannschaft des VfL Wolfsburg. Das ist kritikwürdig, da sitzt Magath selbst im Glashaus. Und genau in dieser Zeit äußert sich Magath über Klinsmann. Das gehört sich einfach nicht, das ist stillos. Ganz sollte man nicht vergessen, dass Klinsmann einmal ganz Deutschland mit der Nationalmannschft verzaubert hat. Schon damals war Magath aber neidisch auf Klinsmann. O-Ton Magath: "Bayern zu trainieren ist etwas ganz anderes als die Nationalmannschaft." Jetzt nimmt er die Gelegenheit wahr und tritt nach. Nein danke!
Für mich ist es absolut Egal wer dt. Meister wird solange der FCB immer in der CL spielt.
Ob Wolfsburg, Stuttgart und wie alle Gurgentruppen aus D heißen, ist völlig irrelevant, da diese Mannschaft bereits inb der Vorrunde der CL rausfliegen.
"Ich frage mich schon lange, wie jemand, der keine Erfolge vorzuweisen hat, so einen gewaltigen Einfluss auf die gesamte Szene haben konnte."
Das ist keine Kritik an Klinsmann sondern Kritik an den Menschen in den Führungspositionen, die unerfahrenen Männern wie Klinsmann zuviel Macht geben. Aber was solls den Klinsi kümmern. Der wäre ja blöd wenn er "Nein" sagen würde zum DFB oder FCB.
Trotzdem finde ich, kann sich der Magath solche Äußerungen in der Öffentlichkeit sparen. Er ist doch Profi und Klinsmann trotz allem ein Kollege. Und natürlich hat er keine große Trainerlaufbahn aber seine Erfolge als aktiver Spieler sind schon auch viel Wert in diesem Geschäft. Und die sind mehr als beachtlich. Ausserdem bin ich mir sicher dass Klinsi die letzten 3 Spiele auch gewonnen hätte. Cottbus und Gladbach waren nicht die großen Mannschaften und Leverkusen hat in München das letzte mal vor gefühlten 3000 Jahren was geholt. Die kommen immer mit leeren Händen aus München zurück. Spannend wird z.B. Hoffenheim. da waren die Bayern noch nie...
Im übrigen wenn Stuttgart heute verlieren sollte, was auf Schalke durchaus mal passieren kann, spielt Hertha so gut wie sicher wenigstens die CL-Quali! Das wär ein Ding!
bbqsauce von mir gibts grün weil sie recht haben schweren herzens zwar aber in letzter Zeit decken sich unsere Ansichten häufiger.
@kurikolla, Magath hat völlig Recht was hat JK denn schon groß vorzuweisen ?
"Ich frage mich schon lange, wie jemand, der keine Erfolge vorzuweisen hat, so einen gewaltigen Einfluss auf die gesamte Szene haben konnte." (Felix Magath über Jürgen Klinsmann) - Vielleicht platzt der gute Felix noch vor lauter Selbstzufriedenheit. Noch ist er kein Meister. Und inzwischen gönne ich den Titel nur noch der tüchtigen Wolfsburger Mannschaft. Ok, die wurde teilweise durch Magath geformt; doch stolz sein auf die eigene Verantwortungslosigkeit braucht der kleine Gernegroß nicht auch noch. Immer schön vor der eigenen Türe kehren. Und wahrscheinlich stünde Klinsmann anstelle von Heinckens im Titelrennen genau am gleichen Platz!
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