Bayern-Basketballer besiegen Bamberg Starkes Statement für die Playoffs

Chevon Troutman und die Bayern-Basketballer sind weiter gut drauf: Gegen Bamberg gewann der FCB klar. 

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Wieder ein beeindruckender Sieg gegen den Meister: Der FC Bayern gewinnt das Spitzenspiel der BBL gegen die Brose Baskets mit 85:71 und zeigt, dass mit dem Team in den Playoffs zu rechnen ist. Bamberg findet gegen aggressive Münchner keine Mittel.

So langsam wird es fast zur Gewohnheit, dass Brose Baskets gegen den FC Bayern als Verlierer das Parkett verlassen. Die Münchner haben Seriensieger Bamberg die zweite empfindliche Niederlage innerhalb eines Monats zugefügt. Nach dem Pokal-Erfolg in Bamberg Anfang Februar deklassierten die Männer von Trainer Svetislav Pesic den Meister am Sonntag im Spitzenspiel der Bundesliga mit 85:71 und bestätigten damit ihre Rolle als größter Konkurrent des Titelverteidigers.

Vor 6700 Zuschauern war Chevon Troutman mit 19 Punkten bester Werfer bei den Bayern. Für die Franken, für die es die erste Liga-Niederlage nach zuvor elf Siegen war, kam Sharrod Ford auf 17 Zähler. "Wir hatten uns nach der Niederlage in Bremerhaven viel vorgenommen", sagte Bayerns Aufbauspieler Steffen Hamann im Fernsehsender Kabel 1.

"Man sollte den Sieg aber nicht überbewerten. Wenn wir im Juni hier stehen und feiern, dann haben wir es geschafft. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg", sagte Hamann mit Blick auf die Playoffs. Drei Tage nach der bitteren Last-Second-Niederlage in der Euroleague bei Real Madrid fanden die Bamberger nie zu ihrem Rhythmus. Den Gästen war deutlich anzumerken, dass sie nach den Nachverpflichtungen von Jeremiah Massey, Matt Walsh und Alex Renfroe noch nicht eingespielt sind.

"Alle müssen die Augen aufmachen. Wir müssen drei Spieler integrieren und nicht im März voll da sein, sondern in den Playoffs, wenn es darauf ankommt", sagte Bambergs Trainer Chris Fleming. Allein vor der Halbzeit unterliefen dem Triple-Sieger der vergangenen drei Jahre neun Ballverluste, die die Bayern zu leichten Punkten nutzen konnten.

"Wir haben das Spiel vor der Pause verloren, weil wir viele einfache Körbe nicht gemacht haben und die Bayern zu leichten Punkten eingeladen haben", kritisierte Bambergs Geschäftsführer Wolfgang Heyder. Phasenweise lagen die Gäste mit 22 Punkten zurück (33:55) und schienen ein richtiges Debakel zu erleben. Doch dann fingen sich die Bamberger etwas und verkürzten Mitte des Schlussviertels noch einmal auf neun Zähler (66:75). Die starken Bayern gerieten aber nicht mehr in Bedrängnis.

Einen weiteren Rückschlag musste ratiopharm Ulm hinnehmen. Der Vizemeister unterlag am Samstagabend im Südwest-Derby bei den Neckar Riesen Ludwigsburg mit 73:79 und kassierte damit die dritte Niederlage in den vergangenen vier Spielen.

Das Team von Trainer Thorsten Leibenath verschlief den Start und lag nach dem ersten Viertel bereits mit 15 Punkten zurück (9:24). "Es ärgert mich ungemein, dass wir zum wiederholten Male das erste Viertel verschlafen", schimpfte Leibenath. Bester Werfer bei den Ludwigsburgern, die wichtige Punkte im Abstiegskampf sammelten, war Nationalspieler Lucca Staiger mit 17 Punkten. Im Niedersachsen-Duell siegten die EWE Baskets Oldenburg dank 22 Punkten von Rickey Paulding mit 84:68 gegen die Artland Dragons.