Das hätte es früher nicht gegeben: Das amerikanische Basketballteam zeigt großen Respekt vor der deutschen Mannschaft. Das Dream Team fürchtet vor allem, dass sich Dirk Nowitzki in einen Rausch spielen könnte.
Wenn der Coach mit dem Horror-Namen für jeden japanischen Hallensprecher von Respekt spricht, dann meint er auch Respekt. Und es klingt nicht wie eine höfliche Floskel, wenn Mike Krzyzewski seine US-Boys vor den deutschen Korbjägern mit NBA-Star Dirk Nowitzki warnt.
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"Nur wenn wir jeden Gegner ernst nehmen, spielen wir den guten Basketball, der uns den Einzug ins Finale und die Goldmedaille sichert", sagte der Headcoach des amerikanischen WM-Teams mit Blick auf das Viertelfinale am Mittwoch (12.30 Uhr/Live-Ticker "Wir gucken" hier bei sueddeutsche.de) gegen den Vize-Europameister.
Man werde die Deutschen genau analysieren und studieren. Es werde nötig sein, ebenso konsequent und aggressiv zu verteidigen wie in den Spielen zu vor. "Ich habe meinen Spielern klargemacht, dass wir nur gemeinsam stark sind und unser Land würdig vertreten können", meinte der 59-Jährige, der offensichtlich den richtigen Ton und die richtige Ansprache für seine Basketball-Multimillionäre fand.
Der ehemalige Erfolgscoach der Duke University hat seinen Spielern den richtigen Mix aus Selbstbewusstsein und "gesunder" Arroganz vermittelt.
Der Coach, gefragt nach seinem Erfolgsrezept, wird nicht müde zu anworten: "Wir nehmen jeden Gegner ernst, und das war früher nicht so."
Das ist gegen die deutschen Korbjäger auch nötig. Bundestrainer Dirk Bauermann brütet über der Strategie für den großen Coup, derweil stimmt Deutschlands Superstar Dirk Nowitzki seine Kameraden auf das vermeintlich ungleiche WM-Duell mit seinen NBA-Kollegen ein: "Wir werden locker in diese Partie gehen und wollen Spaß haben. Wenn wir ein perfektes Spiel hinlegen, haben wir eine echte Chance."
Das fürchten auch die US-Stars. Shane Battier etwa, der in den NBA-Playoffs gegen Nowitzkis Mavericks 0:4 unterlag, muss gegen den deutschen Star in der Verteidigung antreten. Und fürchtet einen Lauf Nowitzkis: "Dirk kannst du nicht stoppen. Du kannst höchstens versuchen, ihn zu schlechten Würfen zu zwingen. Wir beten, dass er daneben wirft."
Die Super Arena in Saitama wird bei dem Spektakel mit 18.500 Zuschauern voll besetzt sein, die Begegnung zudem weltweit in über 150 Länder übertragen. Außerdem haben Deutschlands Korbjäger das "Treppchen" als WM-Ziel noch nicht aus den Augen verloren. Viele Gründe also, alle Register gegen die Basketball-Millionäre aus der NBA zu ziehen und bereit zu sein für den Höhepunkt des Jahres.
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