Basketball Nowitzki-Boss Cuban ist die Dreipunkte-Linie zu nah

Siegt gegen die Denver Nuggets: Dirk Nowitzki

(Foto: AFP)

Der Milliardär will sie nach hinten verschieben. Andrea Petkovic muss aufgeben. Hermann siegt im Skeleton-Gesamtweltcup.

Basketball; NBA: Mark Cuban, Besitzer des Nowitzki-Klubs Dallas Mavericks, hat sich für eine Verschiebung der Dreipunkte-Linie in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA ausgesprochen. "Es ist mittlerweile zu nah", sagte der 57 Jahre alte Milliardär: "Ich denke, es gäbe dann nicht weniger Würfe, aber das Können würde mehr belohnt, und mehr Raum auf dem Feld würde frei." Sechs bis sieben Zoll (15,24 bis 17,78 Zentimeter) würde Cuban die Linie nach hinten versetzen. Momentan verläuft sie in der NBA in 7,24 Meter Entfernung zum Korb, im Bereich der Spielfeld-Ecken sind es 6,70 Meter. In dieser Saison fallen in der besten Liga der Welt mehr Dreier als jemals zuvor. Der Rekord liegt bei 55.137 Dreiern in einer Spielzeit, in dieser Saison könnten es laut einer ESPN-Hochrechnung etwa 58.500 werden.

Dirk Nowitzki ist in der Nacht mit den Mavericks derweil ein hartumkämpfter Sieg gelungen. Gegen die Denver Nuggets setzten sich die Texaner nach einer Leistungssteigerung mit 122:116 nach Verlängerung durch und machten damit den 31. Saisonerfolg perfekt. Nowitzki steuerte 20 Punkte und 13 Rebounds bei, Topscorer Chandler Parsons kam auf 27 Punkte.

Tennis, Doha: Bitter für Andrea Petkovic: Die Darmstädterin hat das Halbfinale beim WTA-Turnier in Doha gegen Jelena Ostapenko (Lettland) beim Stand von 5:7, 0:1 wegen einer Blessur im linken Oberschenkel aufgegeben. Die Weltranglisten-27. war stark gestartet und hatte mit 5:1 geführt, ehe sie im darauffolgenden Spiel einen Satzball vergab. In der Folge wurden die Beschwerden bei der in den letzten Jahren immer wieder vom Verletzungspech geplagten Petkovic schlimmer. Die 28-Jährige war sichtbar gehandicapt, konnte nicht mehr richtig zu den Bällen laufen und nahm nach dem Verlust von fünf Spielen in Folge eine Behandlungspause. Mit einer Bandage kehrte sie zunächst zurück auf den Court. Doch wenig später gab die Fed-Cup-Spielerin auf. Für Petkovic war es die erste Halbfinal-Teilnahme bei einem WTA-Turnier seit Charleston im April 2015, als sie gegen die spätere Turniersiegerin Angelique Kerber (Kiel) verlor. Petkovic hatte zuletzt im Februar letzten Jahres in Antwerpen im Finale gestanden und dort auch ihren sechsten und bislang letzten Turniersieg gefeiert.

Skeleton, Weltcup: Tina Hermann hat ihre beeindruckende Saison mit dem Sieg im Gesamtweltcup abgeschlossen. Eine Woche nach ihrem WM-Triumph in Igls (Österreich) gewann die 23-Jährige das Saisonfinale auf ihrer Hausbahn am Königssee und sicherte sich damit erstmals die Kristallkugel. Bei den acht Weltcups dieses Winters stand Hermann fünfmal ganz oben auf dem Podest. "Es ist einfach Wahnsinn, hier zu gewinnen", sagte Hermann, "und es war eine Hammersaison. Ich hatte gehofft, dass ich meinen ersten Sieg hole. Dass es dann gleich fünf werden, hätte ich niemals gedacht." Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland), die bei den Weltmeisterschaften als Neunte noch enttäuscht hatte, sicherte als Zweite auch Gesamtrang zwei.

Ski alpin, Riesenslalom: Die deutschen Ski-Rennläufer haben beim Weltcup-Riesenslalom im österreichischen Hinterstoder knapp das Siegerpodest verpasst. Stefan Luitz und Felix Neureuther belegten beim überlegenen Sieg von Alexis Pinturault (Frankreich) die Plätze fünf und sechs, darüber hinaus überraschte Benedikt Staubitzer mit dem besten Resultat seiner Karriere als Elfter. Pinturault siegte vor Marcel Hirscher (Österreich/+0,79 Sekunden) und seinem Landsmann Thomas Fanara (+0,92). Fritz Dopfer fiel im zweiten Lauf von Rang acht auf Rang 19 zurück. Luitz hatte nach dem ersten Lauf noch auf dem zweiten Platz gelegen. Am Sonntag steht in Hinterstoder noch ein Riesentorlauf an.

Fußball, Türkei: Der türkische Fußballverband TFF hat Trabzonspor-Profi Salih Dursun für sein Verhalten in der Ligapartie gegen Galatasaray Istanbul bestraft. Dursun wird laut Verbandsangaben für drei Partien gesperrt und muss eine Geldstrafe von umgerechnet etwa 4000 Euro bezahlen. Der Rechtsverteidiger hatte Schiedsrichter Deniz Ates Bitnel am Sonntag in der Schlussphase die Rote Karte weggeschnappt und sie dem Unparteiischen gezeigt. Dafür wurde er bei der 1:2-Niederlage von Bitnel des Feldes verwiesen. Neben Dursun müssen auch die Trabzon-Spieler Aykut Demir und Luis Cavanda drei beziehungsweise zwei Partien aussetzen. Zudem bekamen der Verein und mehrere Funktionäre Geldstrafen.

Die Solidarität mit Dursun in Trabzon ist groß. Am Tag nach der Begegnung versammelten sich um die 300 Anhänger im Zentrum der Stadt und protestierten mit Roten Karten in der Hand gegen die angebliche Benachteiligung ihres Vereins durch den Verband und seine Schiedsrichter. Trabzonspor bietet inzwischen auf der eigenen Webseite T-Shirts an, auf denen die Szene mit Dursun und dem Schiedsrichter zu sehen ist. Der Verein gab per Twitter-Eintrag bekannt, dass er die Einnahmen für die Aus- und Weiterbildung junger türkischer Schiedsrichter im Ausland spenden werde.