Basketball Euroleague Nächste Niederlage für Bamberg

Kein Glück: Bambergs Anton Gavel versucht einen Korbwurf. Am Ende hilft die Anstrengung nichts, das Team verliert gegen Istanbul

(Foto: AFP)

Die Brose Baskets Bamberg erleben gegen Anadolu Istanbul mit der vierten Niederlage im vierten Spiel die nächste Enttäuschung. Ungarn wird bei der Handball-WM seiner Rolle als Geheimfavorit nicht gerecht und verliert gegen Gastgeber Spanien. Beim Sprint in Antholz erleben die deutschen Biathlon-Frauen einen Tag zum Vergessen. Handball-Meister THW Kiel schließt eine Rückkehr von Nikola Karabatic aus, Tennisprofi Rafael Nadal plant sein Comeback für Anfang Februar.

Sportnachrichten in Kürze

Basketball, Euroleague: Die Brose Baskets Bamberg haben die nächste Enttäuschung in der Euroleague erlebt. In der Top-16-Runde kassierte der deutsche Basketball-Meister nach einer schwachen Vorstellung in der zweiten Hälfte beim 76:94 (46:47) gegen Anadolu Istanbul die vierte Niederlage im vierten Spiel. Bamberg ist in der Gruppe E weiterhin Vorletzter vor Alba Berlin. Durch die klare Niederlage gegen die Türken steht gleichzeitig fest, dass es erst in der kommenden Woche den ersten Sieg einer deutschen Mannschaft in der Zwischenrunde des bedeutendsten Europapokalwettbewerbs geben kann.

Bamberg ließ den 13-maligen türkischen Champion aus Istanbul im dritten Viertel bis auf sechs Punkte davonziehen, im Schlussabschnitt bauten die Gäste den Vorsprung weiter aus. Der Bundesligist hatte in der mit 6800 Zuschauern ausverkauften "Frankenhölle" den Gästen nichts mehr entgegenzusetzten. Bester Werfer im Bamberger Team war einmal mehr Bostjan Nachbar mit 19 Punkten. Auch Sergerio Gipson (16) und Maik Zirbes (15) trafen zweistellig.

Handball-WM in Spanien: Gastgeber Spanien hat den ersten Härtetest bei der Handball-WM bestanden und seine weiße Weste auch im vierten Spiel gewahrt. Der Weltmeister von 2005 bezwang den Geheimfavoriten Ungarn in einer lange Zeit umkämpften Partie mit 28:22 (14:14). Rechtsaußen Victor Tomas und Spielmacher Daniel Sarmiento waren vor 12.442 Zuschauern in der ausverkauften Caja Magica in Madrid mit jeweils sechs Treffern beste Werfer der Iberer. Für Ungarn traf Topstar Laszlo Nagy am häufigsten (6 Tore). Im entscheidenden Spiel um den Gruppensieg treffen die Spanier am Samstag auf Kroatien.

In einer weiteren Begegnung der Gruppe D wahrte Algerien durch ein 39:15 (14:6) gegen Australien seine Chance auf das Achtelfinale. In Gruppe C setzte sich Slowenien trotz hohen Halbzeitrückstands noch gegen Weißrussland durch. Die Slowenen haben nach dem 27:26 (12:17)-Erfolg nunmehr 8:0-Punkte auf dem Konto. Zudem bezwang Saudi-Arabien Südkorea mit 24:22 (11:13). Damit steht das vom deutschen Trainer Michael Biegler betreute Polen, das am Abend in Saragossa noch auf Vize-Europameister Serbien traf, vorzeitig in der Runde der letzten 16. Weißrussland und Saudi-Arabien spielen am Samstag den vierten Platz der Gruppe im direkten Duell unter sich aus.

Biathlon, Sprint: Miriam Gössner hat sich zum Auftakt des Biathlon-Weltcups in Antholz ein erneutes Fehler-Festival geleistet und ihren dritten Sprintsieg in Folge klar verpasst. Die 22-Jährige aus Garmisch schoss sieben Fehler und landete bei der WM-Generalprobe in Italien über 7,5 km nur auf Rang 62. Die Staffel-Weltmeisterin, die zuletzt neun Mal in Folge unter die Top 10 gelaufen war, hatte im Ziel 2:31,0 Minuten Rückstand auf die fehlerfreie Siegerin Anastasiya Kuzmina aus der Slowakei. "Ich habe mich von Anfang an nicht gut gefühlt, dann noch die sieben Fehler dazu und ein Sturz, wo ich mir den Kopf angeschlagen habe. Heute ging einfach alles schief", sagte Gössner.

Auch Umsteigerin Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl/5 Fehler) erlebte auf Rang 78 mit 3:11,4 Minuten Rückstand einen Tag zum Vergessen und verpasste bei ihrer Weltcup-Rückkehr genau wie Gössner die Teilnahme am Verfolgungsrennen am Samstag. Beste deutsche Skijägerin in Antholz wurde überraschend Nadine Horchler (Willingen/0 Fehler) auf Platz fünf. Zweitbeste aus dem DSV-Team wurde Doppel-Olympiasiegerin Andrea Henkel (Großbreitenbach/2) auf Rang 25. Platz zwei hinter Kuzmina sicherte sich bei perfekten äußeren Bedingungen in Südtirol die Finnin Kaisa Mäkäräinen (1 Fehler/16,7 Sekunden Rückstand) vor der Weißrussin Darja Domratschewa (1/21,9).

Olympia, Lance Armstrong: Lance Armstrong muss seine Bronzemedaille von den Olympischen Spielen 2000 in Sydney zurückgeben. Das bestätigte das Internationale Olympische Komitee IOC am Donnerstag. Armstrong hatte vor 13 Jahren im Zeitfahren hinter Jan Ullrich und Wjatscheslaw Jekimow den dritten Platz belegt. Zu einem möglichen Ausschluss des Radsports von künftigen Olympischen Spielen wollte sich IOC-Sprecher Mark Adams nicht konkret äußern. Zu diesem Zeitpunkt seien derart drastische Überlegungen nicht angebracht. IOC-Mitglied Richard Pound hatte solche Konsequenzen bei einer weitreichenden Verwicklung des Radsportweltverbandes UCI in den Fall Armstrong in Erwägung gezogen. Nach einem umfassenden Enthüllungsbericht der US-Anti-Doping-Agentur USADA war Armstrong im Oktober von der UCI lebenslang gesperrt worden.