Das deutsche Basketballteam unterliegt in Polen dem zweifachen Europameister Griechenland mit 76:84. Doch noch kann es für die Zwischenrunde reichen.

Die deutschen Basketballer sind mit der erwarteten Niederlage gegen Medaillen-Kandidat Griechenland in die EM-Zwischenrunde gestartet, haben sich aber erneut sehr achtbar aus der Affäre gezogen.

Schultze, Schortsanitis, dpa

Leidenschaftliches Spiel: Sven Schultze (l) für Deutschland und Sofoklis Schortsanitis für Griechenland. (© Foto: dpa)

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Das Team von Dirk Bauermann unterlag im polnischen Bydgoszcz (Bromberg) dem zweifachen Europameister mit 76:84 (33:41). "Trotz der Niederlage kann man sehr, sehr zufrieden sein mit der Leistung", sagte der Bundestrainer und stellte fest: "Es war sicher das beste Spiel, das wir in den letzten Jahren gegen die Griechen gezeigt haben. Die Jungs haben mit viel Leidenschaft gespielt."

"Auch ein bisschen stolz"

Der mit 23 Punkten und einer einhundertprozentigen Trefferquote gegen den Vize-Weltmeister überragende Heiko Schaffartzik meinte: "Dass wir gegen eine so große Basketball-Nation wie Griechenland so lange mithalten konnten, darauf können wir auch ein bisschen stolz sein."

Die DBB-Equipe kann die Zwischenrunde nach wie vor aus eigener Kraft erreichen. Dafür wäre am Sonntag (15.45 Uhr/DSF) aber ein Sieg gegen Mazedonien nötig. "Wenn alles normal läuft, wird das die Partie sein, in der es für uns um die Qualifikation für das Viertelfinale geht", sagte Bauermann. In der Vorbereitung konnten die deutschen Riesen gegen Mazedonien einmal gewinnen, kassierten aber auch eine deutliche Niederlage.

Der letzte Sieg gegen Griechenland liegt acht Jahre zurück

Gegen Griechenland war vor nur 2500 Zuschauern in der Sports Arena Luczniczka neben dem überragenden Schaffartzik der Ulmer Robin Benzing (16) der beste deutschen Werfer. Mit Deutschland, Russland und Kroatien haben nun vier Teams in der Gruppe E vier Punkte auf dem Konto. Titelverteidiger Russland besiegte im ersten Spiel der Gruppe E Kroatien mit 62:59 (28:26). Die Griechen stehen mit sechs Zählern hingegen bereits so gut wie sicher in der Runde der letzten Acht.

Für die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) war es im 46. Vergleich mit den Hellenen die 29. Niederlage. Auch mit Superstar Dirk Nowitzki hatten die deutschen Riesen gegen Griechenland stets schlecht ausgesehen und zuletzt bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 eine deutliche 64:87-Pleite kassiert. Der letzte Sieg gegen die Basketball-Nation Griechenland, die seit Jahren auch die Vereins-Wettbewerbe dominiert, liegt bereits acht Jahre zurück.

Bauermann begann beim Start der Zwischenrunde zum vierten Mal nacheinander mit der gleichen Anfangsformation. Allerdings musste der 51-Jährige bereits nach vier Minuten reagieren, weil Spielmacher Steffen Hamann mit drei Fouls belastet war.

Gut verkauft

Überhaupt hatte das deutsche Team wieder große Probleme mit der kleinlichen Regelauslegung der Schiedsrichter und bereits nach dem ersten Viertel 13 Fouls (die Griechen nur drei) auf dem Konto.

Dennoch hielten die deutschen Korbjäger den Rückstand nach dem ersten Viertel in Grenzen und lagen nur mit sechs Punkten hinten (19:25). Vor allem der Braunschweiger Schaffartzik, der Hamann lange Zeit ersetzte, hielt seine Mannschaft im Spiel. "Ich hätte lieber Null Punkte gemacht, und wir hätten gewonnen", sagte er danach.

Das junge deutsche Team, in dem gleich fünf Spieler erst 21 Jahre alt oder jünger sind, verkaufte sich sehr gut. Immer wieder konnte die DBB-Auswahl den Rückstand verkürzen, doch immer wieder zogen die Griechen an und davon. Doch das Bauermann-Team hielt dagegen und die Niederlage gegen die bislang offensivstärkste Mannschaft des Turniers in Grenzen.

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(dpa/ehr)