Alba Berlin besiegt Kaunas in der Euroleague

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Freude bei Nikola Karabatic: Welthandballer darf wieder spielen

(Foto: AFP)

Basketball, Euroleague: Die Basketballer von ALBA Berlin haben als erste deutsche Mannschaft in der Zwischenrunde der Euroleague einen Sieg gegen ein ausländisches Team gefeiert. Dank einer überragenden ersten Halbzeit gewann Alba gegen den litauischen Serienmeister Zalgiris Kaunas mit 77:55 (41:21). Allerdings hatte die Partie nur noch geringen sportlichen Wert, da beide Clubs schon vor Spielbeginn keine Chance mehr auf das Viertelfinale hatten. Beste Werfer der Berliner waren Deon Thompson mit 16 und Derrick Byars mit 12 Punkten. Im ersten Spiel nach ihrem Pokalsieg starteten die Albatrosse vor 9111 Zuschauern unkonzentriert und erzielten in den ersten viereinhalb Minuten keinen Punkt. Anschließend legte das Team dann aber viertelübergreifend eine 21-Punkte-Serie auf das Parkett. Auch im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Berliner sehr aggressiv und bauten den Vorsprung zwischenzeitlich auf 36:12 aus. Im dritten Viertel führte ALBA zwischenzeitlich sogar mit 59:31. Im letzten Abschnitt schonten sich die Berliner für die Bundesligapartie am Sonntag in Ulm und ersparten den Litauern eine noch deutlichere Niederlage.

Tischtennis der Männer: Ohne ihre besten Spieler Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov ist die deutsche Tischtennis-Nationalmannschaft überraschend bereits im Viertelfinale des World-Team-Cups im chinesischen Guangzhou gescheitert. Zum ersten Mal in der Geschichte verlor die Mannschaft von Trainer Jörg Roßkopf gegen Ägypten. "Wir haben Führungen verspielt, die Ägypten wieder ins Match gebracht haben", sagte Roßkopf nach der 2:3-Niederlage gegen den Afrika-Meister: "Es bleibt festzuhalten, dass wir im gesamten Turnier kein Doppel gewonnen haben". Patrick Baum hatte das Team des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) durch ein 3:1 gegen Omar Assad in Führung gebracht, anschließend musste sich der EM-Dritte Bastian Steger Ägyptens Spitzenspieler El-Sayed Lashin mit 2:3 geschlagen geben. Auch im Doppel mit World-Team-Cup-Debütant Patrick Franziska setzte es für Steger eine 2:3-Niederlage gegen Lashin und Ahmed Saleh. Baum weckte mit dem 3:2 gegen Saleh noch einmal Hoffnungen, doch Franziska besiegelte mit einem neben den Tisch platzierten Fehlaufschlag seine 1:3-Niederlage gegen Assar und damit das Aus der deutschen Herren.

Baseball, MLB: Die Detroit Tigers aus der Major League Baseball (MLB) haben ihren Starpitcher Justin Verlander mit einem Rekordvertrag ausgestattet. Der 30-jährige Amerikaner hat beim viermaligen World-Series-Gewinner vorzeitig um fünf Jahre verlängert und erhält dafür nach Angaben verschiedener US-Medien 140 Millionen Dollar. Ein Jahresgehalt von 28 Millionen Dollar hat bislang noch kein MLB-Pitcher erhalten. Verlanders bisheriger Fünfjahresvertrag, der noch bis 2014 läuft, war mit umgerechnet 62 Millionen Euro dotiert.

Schwimmen der Frauen: Kurzbahn-Weltmeisterin Rikke Möller- Pedersen hat den ersten Schwimm-Europarekord dieses Jahres aufgestellt. Bei den dänischen Meisterschaften in Brönshöj schlug die 24 Jahre alte Lehramtsstudentin über 200 Meter Brust auf der 50-Meter-Bahn in 2:20,53 Minuten an. Sie blieb damit um 49 Hundertstelsekunden unter der bisherigen Bestzeit von Julija Jefimowa. Die Russin hatte diese bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr in London erreicht und damit Bronze gewonnen. Den Weltrekord hält die Amerikanerin Rebecca Soni in 2:19,59 Minuten.

Handball, Nikola Karabatic: Handballer Nikola Karabatic muss seine Sechs-Spiele-Sperre wegen einer angeblichen Spielmanipulation nun doch nicht absitzen. Der französische Verband hob die Sperre gegen den Doppel-Olympiasieger und seine beiden ehemaligen Mitspieler Dragan Gajic und Issam Tej in der Berufung auf. Es bleibe ein Zweifel an der Beteiligung der drei Akteure. Karabatic, Gajic, Tej und sechs weitere Spieler stehen unter Verdacht, in die mögliche Manipulation einer Partie ihres damaligen Klubs Montpellier HB verwickelt zu sein. Auf eine Niederlage des französischen Meisters im Auswärtsspiel beim abstiegsgefährdeten Klub Cesson-Rennes am 12. Mai 2012 waren 87.880 Euro gesetzt worden, ein 40-fach höherer Wert als gewöhnlich. Montpellier verlor das Spiel 28:31, Karabatic stand wegen einer Verletzung allerdings nicht auf dem Feld.

Basketball, NBA: Dirk Nowitzki hat mit den Dallas Mavericks den nächsten Rückschlag im Kampf um einen Playoff-Platz in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA hinnehmen müssen. Trotz der 21 Punkte ihres deutschen Stars verloren die Texaner am Donnerstag (Ortszeit) mit 78:103 gegen die Indiana Pacers und gingen damit nach zuletzt drei Siegen wieder als Verlierer aus der Halle. Entscheidend für die 37. Niederlage im 72. Saisonspiel war ein schwaches drittes Viertel, in dem Dallas mit 17 Punkten in Rückstand geriet. In der Tabelle der Western Conference belegen die Mavericks mit 35 Siegen und 37 Niederlagen weiterhin den zehnten Platz hinter den Los Angeles Lakers (37:36), die den Milwaukee Bucks 103:113 unterlagen, und den Utah Jazz (36:36). Neben Nowitzki punkteten bei Dallas nur noch Vince Carter (14) und Darren Collison (10) zweistellig. Bei den Indiana Pacers, die in der Eastern Conference den zweiten Rang einnehmen, war Paul George mit 24 Zählern herausragender Werfer.

Tennis, Turnier in Miami: Beim Tennis-Hartplatzturnier von Miami kommt es zum Traumfinale zwischen Branchenprimus Serena Williams aus den USA und der russischen Weltranglisten-Zweiten, Maria Scharapowa. Williams düpierte am Donnerstag (Ortszeit) im Halbfinale Titelverteidigerin Agnieszka Radwanska (Polen) in 65 Minuten mit 6:0, 6:3. Mit 60 Siegen hat die 32-Jährige jetzt einen Erfolg mehr bei der Hartplatz-Veranstaltung als Steffi Graf. Der frühere deutsche Tennisstar hat wie Williams fünfmal das Turnier gewonnen und ist somit Rekordchampion. Scharapowa hofft auf ihren ersten Sieg in Miami. Nach einem klaren 6:2, 6:1-Erfolg in der Vorschlussrunde gegen Jelena Jankovic (Serbien) hat sie zum fünften Mal das Endspiel des mit 4,2 Millionen Dollar dotierten Events erreicht, ist im Finale jedoch Außenseiterin. Von den 13 Duellen hat Williams elf gewonnen. Scharapowas letzter Sieg liegt bereits neun Jahre zurück.

Basketball, Europaleague: Der deutsche Basketball-Meister Brose Baskets Bamberg bleibt in der Top-16-Runde der Europaleague als einziges Team ohne Sieg. Der Bundesliga-Tabellenführer verlor am 13. Spieltag gegen den griechischen Top-Klub Panathinaikos Athen mit 60:82 (27:42) und bleibt damit Schlusslicht der Gruppe E. Athen sicherte sich mit dem Erfolg bereits vor dem letzten Spieltag das Viertelfinalticket. Bis zum 5:5 konnten die Brose Baskets mithalten (3.), danach übernahmen die Gäste das Kommando. Athen punktete wiederholt unter dem Korb, die konsequente Verteidigung der Griechen führte zudem immer wieder zu Bamberger Ballverlusten - neun allein in der ersten Halbzeit. Bamberg haderte mit seiner schwachen Wurfquote aus dem Feld, die es den Gästen einfach machte, den Vorsprung auf zeitweise 21 Punkte auszubauen. Panathinaikos nahm trotz der deutlichen Führung das Tempo nicht aus der Partie, Topscorer Jonas Maciulis erzielte fünf Dreier in fünf Minuten. Beste Werfer für Bamberg waren Bostjan Nachbar (14) und Matt Walsh (12). Der Litauer Marciulis erzielte 24 Punkte.

Eishockey, NHL: Marcel Goc hat in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL das deutsche Duell mit Christian Ehrhoff und Jochen Hecht für sich entschieden. Der Stürmer gewann mit den Florida Panthers gegen die Buffalo Sabres 5:4 nach Penaltyschießen, bleibt mit seinem Team allerdings das Schlusslicht der Liga. Den entscheidenden Penalty verwandelte der Kanadier Mike Santorelli. Der ehemalige Mannheimer Goc stand 21:48 Minuten auf dem Eis, kam viermal zum Abschluss, war jedoch an keinem Treffer beteiligt. Ehrhoff (24:20) sorgte für die Vorarbeit zur 3:2-Führung der Sabres durch Drew Stafford, während Routinier Hecht in 13:20 Minuten Spielzeit blass blieb. Buffalo bleibt nach dem Punktgewinn im Kampf um die Play-offs und liegt mit vier Zählern Rückstand auf die achtplatzierten New York Rangers auf Rang zwölf im Osten. Die Edmonton Oilers feierten mit dem deutschen Trainer Ralph Krueger den zweiten Sieg in Folge, haben nach dem 6:4 gegen die Columbus Blue Jackets aber noch immer drei Punkte Rückstand auf Platz acht, der zur Teilnahme an der Endrunde berechtigt. Das beste Team der NHL bleiben die Pittsburgh Penguins nach dem 14. Sieg in Serie. Der dreimalige Stanley-Cup-Sieger setzte sich ohne Probleme 4:0 gegen die Winnipeg Jets durch. Pascal Dupuis (2), Chris Kunitz und Jewgeni Malkin erzielten die Treffer, Superstar Sidney Crosby lieferte zwei Vorlagen.

Basketball-Trainer Dirk Bauermann "Ich würde Uli Hoeneß nie einen Lügner nennen"

Nach seinem überraschenden Rauswurf als Trainer des FC Bayern hat Dirk Bauermann lange geschwiegen. Im Interview mit der SZ weist er nun Gerüchte zurück, er habe Präsident Hoeneß beschimpft. Stattdessen greift Bauermann den Bayern-Manager Marko Pesic an.

Fußball, FC Barcelona: Der FC Barcelona bangt vor dem Champions-League-Viertelfinale um den Einsatz des spanischen Fußball-Nationalspielers Xavi. Der 33 Jahre alte Mittelfeldstar klagt nach seiner Rückkehr von der Nationalmannschaft wieder über Probleme im rechten Oberschenkel. Das berichtete die Sporttageszeitung Mundo Deportivo. Die Blessur hatte bereits Xavis Einsatz im WM-Qualifikationsspiel gegen Finnland (1:1) verhindert, beim 1:0 am Dienstag in Frankreich war der Stratege dann als Kapitän aufgelaufen. Im Ligaspiel bei Celta Vigo am Samstag werde Xavi sicher nicht zur Verfügung stehen. Seine Mitreise zum Hinspiel bei Paris St. Germain am Dienstag (2. April, 20.45 Uhr) stehe stark in Zweifel, hieß es. Nach Vigo wird die Mannschaft möglicherweise erstmals nach seiner über zweimonatigen Krebsbehandlung von Trainer Tito Vilanova begleitet. Dies sei aber noch nicht bestätigt, schrieb Mundo Deportivo. Vilanova (44) werde seine Spieler am Samstag jedoch auf jeden Fall erstmals wieder treffen.

Boxen, Manuel Charr: Profiboxer Manuel Charr hat den britischen Ex-Weltmeister David Haye erneut herausgefordert. "Ich habe gehört, dass Haye immer noch nach einem Gegner für seinen nächsten Kampf sucht", sagte der Schwergewichtler aus Köln: "Dabei muss er gar nicht mehr suchen. Ich bin hier und warte nur auf ihn." Charr, der 2012 in Moskau gegen WBC-Weltmeister Witali Klitschko verloren hatte, will außerdem einen Teil zum Frieden in seiner syrischen Heimat beitragen. Der "Diamond Boy" wurde unter dem Namen Mahmoud Omeirat Charr in Beirut (Libanon) geboren und wuchs in Syrien auf. Er verlor seinen Vater im Bürgerkrieg und musste als Kind nach Deutschland fliehen. "Ich möchte ein Zeichen für den Frieden setzen", sagte der 28-Jährige: "Deswegen habe ich mich entschieden, die Hälfte meiner Kampfbörse für Friedensprojekte und für die Menschen in Syrien zu spenden, wenn David Haye gegen mich boxt." Char weiß, "wie es sich anfühlt, wenn man durch Krieg vertrieben wird und seinen Vater verliert. Wir müssen alle gemeinsam dafür kämpfen, dass der Krieg endlich endet."

WM-Qualifikation, Japan: Japan hat beim Fußball-Weltverband Fifa offiziell Protest gegen die Wertung des WM-Qualifikationsspiels in Jordanien eingelegt. Bei der 1:2-Niederlage in Amman war es offenbar zu Angriffen mit Laserpointern aus dem jordanischen Fanblock gekommen. "Wir sind nicht sicher, ob wir überhaupt eine Antwort von der Fifa erhalten", sagte ein Offizieller des japanischen Fußballverbands (JFA). Der JFA-Präsident Kuniya Daini äußerte sich gegenüber Reportern, er sei entsetzt über die Aktivitäten einiger jordanischer Fans und hoffe, derartige Vorkommnisse würden sich nicht wiederholen.

Bei der Partie waren Japans Torhüter Eiji Kawashima und Mittelfeldspieler Yashuhito Endo durch die Laserstrahlen, die Augenschäden verursachen können, erheblich gestört worden. Kawashima wurde beim Abwehrversuch kurz vor einem Gegentreffer Ziel der Attacken, Endo verschoss einen Elmeter. In Japans Mannschaft kamen aus der Bundesliga der Stuttgarter Shinji Okazaki, der Wolfsburger Makoto Hasebe und der Schalker Atsuto Uchida zum Einsatz.

Fußball, EM 2020: Das Exekutivkomitee der Uefa hat bei seiner Sitzung in Sofia die Anforderungen und das Bewerbungsreglement für die Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft 2020 genehmigt. Wie die Europäische Fußball-Union am Donnerstag mitteilte, werden die Spiele der EM-Endrunde auf zwölf Standardpakete mit je drei Gruppenspielen und einer Achtel- oder Viertelfinalbegegnung sowie ein Paket mit den Halbfinalspielen und dem Finale verteilt. Das Turnier findet in sieben Jahren in 13 europäischen Städten statt. Pro Land wird es nur einen Austragungsort geben. Jeder Nationalverband kann maximal zwei Bewerbungen einreichen - eine für ein Standardpaket und eine für das Halbfinal- und Endspielpaket. Dabei kann ein Verband beide Bewerbungen für dieselbe Stadt einreichen oder zwei verschiedene Städte vorschlagen. Von April 2014 an können die Bewerber ihre Unterlagen einreichen, die Wahl der Austragungsstädte durch das Uefa-Exekutivkomitee erfolgt im September 2014.

Fußball, Hoffenheim: Kapitän Andreas Beck hat die Personalpolitik seines Vereins 1899 Hoffenheim massiv kritisiert. "Ein Neustart ist nötig", sagte der 26-Jährige im Interview mit dem Kicker. "In meinen fünf Jahren hier gab es eine unfassbare Fluktuation an Spielern. Ein ständig volles Stadion kennen doch nur noch Tobi Weis, Sejad Salihovic und ich." Fünf Jahre nach seinem Durchmarsch von der Dritt- in die Erstklassigkeit droht dem Verein in dieser Saison der Abstieg aus der Fußball-Bundesliga.

Beck fordert daher unabhängig vom Ausgang dieser Spielzeit im Sommer einen radikalen Schnitt. "Ich glaube nicht, dass wir mit der gleichen Konstellation wieder hinkommen, wohin der Verein möchte: attraktiv und erfolgreich Fußball spielen", meinte er. "Wir brauchen neue Impulse. Aber nicht den Abstieg." Trotz des 17. Tabellenplatzes und vier Punkten Rückstand auf den Relegationsrang glaubt der neunfache Nationalspieler aber weiter an eine Rettungschance. "Der Klassenerhalt ist definitiv noch machbar", sagte Beck. "Ich fühle mich schon in der Bringschuld dem Verein gegenüber. So wie andere Spieler auch, die länger hier sind."

Fußball, Borussia Dortmund: Jakub Blaszczykowski wird Borussia Dortmund im Bundesliga-Match am Samstag (15.30 Uhr) beim VfB Stuttgart fehlen. Der Mittelfeldspieler kann nach einer bei der polnischen Nationalmannschaft erlittenen Zerrung im Adduktorenbereich aber auf einen Einsatz am nächsten Mittwoch in der Champions League in Malaga hoffen. "Die Verletzung ist nicht so dramatisch, wie wir es zunächst befürchtet hatten", sagte am Donnerstag BVB-Trainer Jürgen Klopp. Verteidiger Mats Hummels wird dem BVB nach einer Sprunggelenkverletzung allerdings sowohl in Stuttgart als auch in Malaga fehlen. Klopp erwartet bei den Schwaben eine intensive Partie: "Wir müssen auf alles eingestellt sein." Mit einem Sieg beim VfB würden die Dortmunder zudem verhindern, dass Tabellenführer Bayern München den Gewinn der deutschen Meisterschaft am Samstagabend perfekt machen kann. "Wenn es bei den Bayern etwas zu gratulieren gibt, mache ich das herzlich. Aber unser Plan ist es, in Stuttgart zu gewinnen", meinte Klopp.