Erstmals nach seiner öffentlichen Kritik am Nationaltrainer meldet sich Michael Ballack zu Wort. Der Kapitän der Nationalmannschaft will sich bei Joachim Löw entschuldigen.

Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack hat nach dem Konflikt mit Joachim Löw angekündigt, sich beim Bundestrainer zu entschuldigen.

Michael Ballack; Joachim Löw; AFP

Michael Ballack gibt sich nach dem Streit mit Löw reuevoll: "Dass es dieses Ausmaß annehmen würde, hätte ich nicht gedacht." (© Foto: AFP)

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"Ich werde mich in kürzester Zeit mit Joachim Löw zusammensetzen, sobald es mein Gesundheitszustand zulässt, und werde mich für mein Verhalten bei ihm entschuldigen", ließ der England-Legionär vom FC Chelsea in einer Pressemitteilung verlauten.

Zuvor hatten Löw und Ballack in einem Telefonat vereinbart, dass das zur Klärung ihres Konflikts vorgesehene Vier-Augen-Gespräch in Deutschland stattfinden wird, sobald Ballack wieder reisefähig ist.

Ballack räumte ein, für seine Aussagen "den falschen Weg gewählt" zu haben. Dass er für seinen Gang an die Öffentlichkeit Kritik bekommen werde, habe er zwar geahnt, "dass es allerdings dieses Ausmaß annehmen würde, hätte ich nicht erwartet", hieß es weiter.

Er habe nicht die Absicht gehabt, den Bundestrainer zu attackieren, "sondern in erster Linie, Mitspieler zu schützen und zu unterstützen in der jetzigen schwierigen Situation in der sie steckten". Er schätze Löw sehr, betonte er.

Das Interview in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sei situations- und nicht personenbezogen gewesen. "Ich wollte niemanden persönlich angreifen, aber offen und kritisch Dinge ansprechen, die mir als Kapitän am Herzen lagen", sagte Ballack, der sich zum Inhalt des Interviews ansonsten nicht weiter äußern will.

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(sid/dpa/cag)