Australian Open Roger Federer: "Es lief nicht alles rund"

Roger Federer feiert seinen 300. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier.

(Foto: Getty Images)

Bei den Australian Open muss Federer einen Satz abgeben, steht aber dennoch im Achtelfinale. Auch Novak Djokovic und Serena Williams sind eine Runde weiter.

Tennis, Australian-Open: Roger Federer steht nach seinem 300. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier im Achtelfinale der Australian Open in Melbourne. Der 34-jährige Schweizer gab beim 6:4, 3:6, 6:1, 6:4 gegen den Bulgaren Grigor Dimitrov (Nr. 27) seinen ersten Satz im Turnierverlauf ab. Nach 2:40 Stunden verwandelte der an Position drei gesetzte Federer seinen zweiten Matchball - und war erleichtert. "Es lief nicht alles rund. Aber ab dem dritten Satz kam alles wieder: Mein Aufschlag und die Beinarbeit. Solche Partien zu gewinnen, ist doch viel schöner", sagte Major-Rekordsieger Federer, der nun auf den Belgier David Goffin (Nr. 15) trifft.

Novak Djokovic erreichte durch ein 6:1, 7:5, 7:6 (8:6) gegen Andreas Seppi (Italien/Nr. 28) das Achtelfinale der Australian Open, musste im Tiebreak des dritten Durchgangs allerdings zwei Satzbälle abwehren. "Ich habe mit solidem Tennis begonnen, danach wurde es allerdings eng. Es hätte auch anders ausgehen können", sagte Becker-Schützling Djokovic, der es nun am Sonntag mit Gilles Simon (Frankreich/Nr. 14) zu tun bekommt.

Zuvor hatte Serena Williams (USA) beim 6:1, 6:1 im Generationenduell mit der 18-jährigen Daria Kasatkina (Russland) kurzen Prozess gemacht. Williams benötigte gerade einmal 44 Minuten für ihren Erfolg. Sie trifft in der Runde der letzten 16 am Sonntag auf die ungesetzte Russin Margarita Gasparian. Die russische Vorjahresfinalistin Scharapowa brachte durch ein 6:1, 6:7 (5:7), 6:0 gegen Lauren Davis (USA) ihren 600. Sieg auf der Tour unter Dach und Fach.

Biathlon, Antholz: Ohne Vorzeigeläuferin Laura Dahlmeier haben die deutschen Biathletinnen beim Weltcup in Antholz das Podium klar verfehlt. Im Sprint über 7,5 km lief Miriam Gössner (Garmisch) nach drei Schießfehlern als beste Deutsche auf den zehnten Platz. Den Sieg sicherte sich die fehlerfreie Russin Olga Podschufarowa vor der Italienerin Dorothea Wierer (+8,0 Sekunden/1) und ihrer ebenfalls fehlerfreien Landsfrau Jekaterina Jurlowa (+22,1). Gössner hatte im Ziel 40,1 Sekunden Rückstand auf die Siegerin. "Die beiden Fehler müssen nicht sein, das ist zu viel. Mit dem Fehler stehend muss ich leben", sagte Gössner. Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) schoss zweimal daneben und landete nur auf dem 19. Rang, Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld/50.) und Vanessa Hinz (Schliersee/70.) verpassten die Punkteränge.

Die 22-jährige Dahlmeier (Partenkirchen), die in diesem Winter bereits vier Weltcupsiege feierte, musste ebenso wie Teamkollegin Maren Hammerschmidt (Winterberg) wegen eines Infekts pausieren. Damit verpasst das Duo auch die Verfolgung am Samstag. Noch ist unklar, ob Dahlmeier und Hammerschmidt am Sonntag in der Staffel an den Start gehen können. Fortgesetzt wird der Weltcup in Südtirol am Freitag (14.30 Uhr/ARD) mit dem Sprint der Männer. Am Wochenende stehen außerdem die Verfolgungsrennen und die Teamwettbewerbe auf dem Programm.

Eintracht Frankfurt: Nach den Fanausschreitungen beim Hinspiel darf Eintracht Frankfurt zum zweiten Hessen-Derby bei Darmstadt 98 keine eigenen Anhänger mitbringen. Außerdem muss auch im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart der Frankfurter Fanblock leerbleiben. Zu dieser drastischen Strafe wurde der Bundesligist am Donnerstag vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilt. Eintracht-Fans hatten nach Niederlagen im Pokal bei Erzgebirge Aue und im Punktspiel gegen Darmstadt randaliert. Der Verein gilt als Wiederholungstäter. Das Urteil ist nach DFB-Angaben bereits rechtskräftig, die Frankfurter haben ihm zugestimmt.

Fußball, 1. FC Köln: Der Fußball-Bundesligist hat den Vertrag mit Trainer Peter Stöger vorzeitig bis 2020 verlängert. Wie die Rheinländer am Donnerstag in Köln mitteilten, wurde die Zusammenarbeit mit dem 49 Jahre alten Österreicher um drei weitere Jahre ausgedehnt. Ursprünglich war der Vertrag bis 2017 datiert. "Mit Peter Stöger haben wir den optimalen Trainer für den FC - das ist unsere tiefe Überzeugung. Wir arbeiten gut und erfolgreich zusammen", sagte Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke am Donnerstag in einer FC-Mitteilung. "Es passt alles, deshalb musste ich nicht lange nachdenken. Ich fühle mich ausgesprochen wohl in einem tollen Club und in einer großartigen Stadt", erklärte Stöger, der den dreimaligen deutschen Meister im Sommer 2013 in der 2. Liga übernahm und ihn in seiner ersten Saison zurück in die Bundesliga führte. Nach der Hinrunde der laufenden Saison liegen die Kölner mit 24 Zählern auf dem neunten Tabellenplatz.

Football, NFL: Kathryn Smith hat als erste Frau einen Vollzeit-Trainervertrag in der US-amerikanischen Football-Liga NFL erhalten und gehört damit zur kommenden Saison zum Trainer-Team der Buffalo Bills. "Sie verdient diese Beförderung natürlich wegen ihres Wissens und ihres starken Engagement", so Bulls-Cheftrainer Rex Ryan in einer Mitteilung des Vereins. "Sie hat bewiesen, dass sie für den nächsten Schritt bereit ist, daher bin ich aufgeregt und stolz, dass sie diese Gelegenheit bekommt", so Ryan weiter.

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