ATP-Turnier in München Tommy Haas kämpft sich ins Viertelfinale

Kämpfte sich im Nieselregen ins Viertelfinale: Tommy Haas

(Foto: AFP)

Tennisprofi Tommy Haas erreicht beim ATP-Turnier in München das Viertelfinale. Dort trifft er auf Florian Mayer. Fußballtrainer Pep Guardiola spricht zum ersten Mal offen über seine neue Aufgabe beim FC Bayern. Mohamadou Idrissou entschuldigt sich beim DFB für seine Attacke auf Schiedsrichter Stark.

Sportnachrichten in Kürze

Tennis, ATP-Turnier in München: Nach Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer ist auch Tennis-Oldie Tommy Haas ins Viertelfinale des Münchner ATP-Turniers eingezogen. Der 35 Jahre alte Vorjahres-Halbfinalist schlug den Letten Ernests Gulbis bei Nieselregen nach einem umkämpften Match mit 6:4, 6:7 (3:7), 6:1. In der Runde der letzten Acht kommt es nun zum Duell zwischen Haas und Mayer, der zuvor Marinko Matosevic (Australien) mit 2:6, 6:4, 6:2 besiegt hatte. Schon am Mittwoch hatte Titelverteidiger Kohlschreiber bei der mit 467.800 Euro dotierten Sandplatzveranstaltung das Viertelfinale erreicht.

FC Bayern, Guardiola: Fußballtrainer Pep Guardiola lobt seinen künftigen Arbeitgeber. Die Bayern "spielen eine mordsmäßig gute Saison", sagte er während eines Vortrages in Bogotá. Von einer Wachablösung im europäischen Klubfußball wollte er angesichts des Final-Einzugs des FC Bayern und von Borussia Dortmund in der Königsklasse aber nicht sprechen. "So akut sehe ich das nicht", sagte er. Die Bayern, Dortmund, Real Madrid und Barça seien "auf einem Niveau". Sollte München das Triple gewinnen, habe Guardiola dennoch keine Angst, am Erfolgsdruck zu scheitern. "Ich kann das ab. Jeder Spieler und jeder Trainer auf der Welt will jedes Spiel gewinnen. Wäre das nicht so, wäre es eine Qual." Er wolle in München "einfach nur Tag für Tag versuchen, Probleme zu lösen, mit den Leuten sprechen und auf mein Bauchgefühl hören", sagte der 42-Jährige.

Tennis, ATP-Turnier in München: Nach Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber hat auch Florian Mayer aus Bayreuth das Viertelfinale des ATP-Turniers in München erreicht. Der 29-Jährige, an Nummer sechs gesetzt, besiegte Marinko Matosevic aus Australien mit 2:6, 6:4, 6:2. "Fakt ist, wenn ich so spiele wie heute, werde ich keine Chance haben, egal, gegen wen ich spiele", sagte Mayer mit Blick auf das Viertelfinale. "Er hat stark gespielt. Ich habe mich schlecht bewegt und ihn vielleicht auch ein bisschen unterschätzt", sagte er nach seinem Match gegen die Nummer 51 der Weltrangliste. Darüber hinaus hatte Mayer vor allem mit dem verständlicherweise rutschigen Centre Court zu kämpfen. Mayer hatte sich in München bereits zuvor das Leben schwer gemacht. In der ersten Runde benötigte er mehr als zweieinhalb Stunden und drei ziemlich hart umkämpfte Sätze, um den polnischen Qualifikanten Lukasz Kubot zu besiegen.

Fußball, 2. Bundesliga: Mohamadou Idrissou hat sich in einem Schreiben an den Deutschen Fußball-Bund für seine Aussagen nach dem Spiel in Cottbus entschuldigt. Es sei nicht seine Intention gewesen, "Schiedsrichter Wolfgang Stark oder irgendjemanden zu beleidigen", heißt es in der vom Verein veröffentlichten Erklärung. Der DFB hatte Idrissou zu einer Stellungnahme aufgefordert. "Bei meinen Aussagen ging es zu keinem Zeitpunkt um schwul sein oder Schwulenfeindlichkeit. Ich bin weder schwulen- noch homosexuellenfeindlich und werde mich niemals dementsprechend intern oder in der Öffentlichkeit äußern. Ich respektiere die freie sexuelle Orientierung jeder Person", wurde Idrissou vom Club zitiert. Der Kameruner hatte sich nach dem 2:4 bei Energie Cottbus über Stark beschwert. "Er hat zu mir gesagt, deine Körpersprache gefällt mir nicht. Ich bin nicht schwul. Meine Körpersprache ist eine richtige Männerkörpersprache. Ich werde auch nicht schwul, das ist sein Problem." Idrissou bezeichnete die Reaktion, die auch seinem kulturellen Hintergrund geschuldet sei, als falsch. "Durch den Hinweis des Schiedsrichters bezüglich meiner Körpersprache habe ich mich in meiner Männlichkeit angegriffen gefühlt. Es tut mir aufrichtig Leid."

Olympische Spiele, Sotschi: Nach Boykottdrohungen wegen eines Streits mit Russland lässt Georgien seine Athleten nun doch bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi antreten. Das Nationale Olympische Komitee (NOK) der Südkaukasusrepublik habe einstimmig für eine Teilnahme an den Spielen im russischen Schwarzmeerort gestimmt, berichteten Medien am Donnerstag. NOK-Chef Leri Chabelow sagte, er sei froh, dass die bereits laufenden Vorbereitungen der Athleten auf Sotschi nicht vergeblich seien. Georgien hatte die diplomatischen Beziehungen mit Russland nach einem blutigen Krieg um die von Tiflis abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien im August 2008 abgebrochen. Auch deshalb drohte Präsident Michail Saakaschwili immer wieder mit einem Boykott der Spiele im nahe gelegenen Sotschi. Seit dem Sieg seines Widersachers Bidsina Iwanischwili bei der Parlamentswahl im Herbst 2012 nähern sich Tiflis und Moskau aber langsam wieder an.