ATP-Finale Zverev reizt Federer - aber nur über zwei Sätze

Alexander Zverev ärgert sich über einen Fehler im Matche gegen Roger Federer, der keine Fehler verzeiht.

(Foto: Action Images via Reuters)

Alexander Zverev darf trotz einer Niederlage im Generationenduell gegen Roger Federer noch auf den Halbfinal-Einzug beim ATP-Finale hoffen. Der Hamburger benötigt nach dem 6:7 (6:8), 7:5, 1:6 gegen den Schweizer am abschließenden Gruppenspieltag allerdings einen Sieg für den Sprung in die Vorschlussrunde.

Am Donnerstag trifft Zverev, der gegen Federer im Tiebreak des ersten Durchgangs einen Satzball vergab, im entscheidenden Spiel der Turnier-Debütanten auf Jack Sock (USA/Nr. 8). Federer qualifizierte sich indes bei seiner 15. Teilnahme an der inoffiziellen Tennis-WM bereits zum 14. Mal für das Semifinale - und das als Sieger der Boris-Becker-Gruppe.

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Vor 17.000 Zuschauern konnte Zverev, der in diesem Jahr bis dato zwei von drei Duellen gegen Federer gewonnen hatte, gleich im ersten Spiel drei Breakbälle nicht nutzen. Beide Spieler leisteten sich zu Beginn viele ungewohnte Fehler, erst allmählich wurde das Niveau besser. Im Tiebreak vergab Zverev (20) eine 4:0-Führung - und wenig später einen Satzball. Mit einer verschlagenen Vorhand ermöglichte er Federer dann den Gewinn des ersten Durchgangs.

Und der achtmalige Wimbledongewinner nutzte das Momentum und nahm Zverev unmittelbar im Anschluss gleich den Aufschlag ab. Der Youngster kämpfte sich aber grandios zurück und holte sich Satz zwei. In der Folge glückten Federer gleich zwei vorentscheidende Breaks zum 4:1.

Der 36-Jährige trifft am Donnerstag auf Marin Cilic (Nr. 5), der nach zwei Niederlage das Halbfinale nicht mehr erreichen kann. Bei einem Erfolg des Kroaten gegen Sock hätte sich Zverev bereits am Dienstag mit einem Sieg über Federer für das Semifinale qualifizieren können. Doch der Amerikaner setzte sich mit 7:5, 2:6, 7:6 (7:4) durch und wahrte seine Halbfinal-Chance.

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