Der wegen Dopingverdachts angezeigte Leichtathletikmanager Jos Hermens hat Fehler eingeräumt.

Er soll Rechnungen von Athleten wie Grit Breuer und Nils Schumann für Dopingbehandlungen beim spanischen Arzt Miguel Peraita beglichen haben.

Anzeige

"Ich war vielleicht ein bisschen dumm. Irgendwann hätte ich mir mehr Fragen stellen sollen, was Peraita genau macht", sagte er dem "Tagesspiegel" (Mittwoch-Ausgabe). Er habe Kontakt zu mehr als 25 Ärzten und 50 Trainern. "Bei der Masse an Kontakten ist etwas schief gegangen. Ich habe mehr als 500 Athleten betreut. Da kann ich nicht alles kontrollieren."

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hatte Hermens angezeigt, nachdem er belastendes Material gegen ihn in den Prozessakten des wegen Minderjährigen-Dopings verurteilten Trainers Thomas Springstein gefunden hatte.

Die Zusammenarbeit mit Springstein sei ein Fehler gewesen, sagte Hermens, der auch Springsteins Schützlinge Grit Breuer, Katrin Krabbe und Nils Schumann betreut hatte. "Ja, ich habe gewusst, dass Springstein an die Grenze geht und vielleicht darüber hinaus. Ich habe leider nicht gleich darauf reagiert", sagte er. "Trotzdem ist es wahnsinnig, mich zu kriminalisieren. Ich habe immer versucht, mich vom Doping fern zu halten."

Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: "Ich war nie schuld. Nie. Nie. Nie."

Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...