Die Bayern-Stürmer Mario Gomez und Miroslav Klose deuten beim 2:0 der deutschen Nationalmannschaft in Aserbaidschan an, wie gut sie zusammenspielen können.
Die erste Halbzeit neigte sich dem Ende zu, und nichts deutete daraufhin, dass die Partie der Deutschen gegen Aserbaidschan gleich einen Höhepunkt erleben würde. Eine leichte Brise wehte durch das Tofik-Bachramow-Stadion zu Baku, die deutschen Zuschauer sangen dann und wann ein Liedchen, die aserbaidschanischen Zuschauer aßen Nüsse und verstreuten die Schalen großzügig auf den Rängen. Manchmal riefen sie im Chor den Namen ihres Landes, dann aßen sie wieder Nüsse. Die Partie auf dem Rasen verlief gerade gemächlich, fachsprachlich: Sie plätscherte dahin, was zu dem lauen Abend am Ende eines heißen Tages bestens passte.
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Mario Gomez und sein Sturmpartner Miroslav Klose harmonierten bisweilen gut miteinander. (© Foto: ddp)
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Dann aber rannte Mario Gomez plötzlich voller Energie in Richtung des aserbaidschanischen Tores, er spielte den Ball nach links zu Piotr Trochowski, und der schickte den Ball auf eine Flugbahn wie gemalt - er hatte Miroslav Klose im Strafraum erspäht. Es würde nun ein Tor fallen, das war den Zuschauern klar, denn Klose war allein wie ein Einsiedler, er musste nur noch hochspringen und den Ball ins Netz befördern.
Klose sprang dann tatsächlich hoch, fünf Meter vor dem Tor, und er wuchtete die Kugel mit dem Kopf so heftig auf den Boden, dass sie von dort über die Latte sprang. Manche der aserbaidschanischen Zuschauer hielten inne beim Nüsseessen, das war doch erstaunlich: den Ball aus dieser Position nicht im Tor unterzubringen, war wirklich schwierig. "Es wäre mir recht gewesen, wir hätten diese Chance genutzt", sagte Bundestrainer Joachim Löw. Eine schöne Untertreibung.
Natürlich lässt sich anhand dieser Szene nicht die Leistung Kloses oder die des deutschen Sturms insgesamt beurteilen, doch war sie in zweierlei Hinsicht interessant: Zum einen wegen des Unterhaltungswerts, der spektakulär vergebenen Chancen stets innewohnt, zum anderen, weil die Szene trotz des etwas unrühmlichen Endes gut illustrierte, wie Gomez und Klose zusammenarbeiten könnten: Gomez hatte den Spielzug eingeleitet, Klose hatte ihn vollendet, und dieses Muster sollte sich später wiederholen.
In der jüngeren Vergangenheit hatten sich Stimmen gehäuft, nach denen die beiden nicht zusammenpassten - zu Klose passe viel besser Lukas Podolski. Als Hauptargument für diese These wurde angeführt, dass Gomez und Klose beide klassische Mittelstürmer seien und daher einander blockierten. Klose kann jedoch problemlos nach rechts und links ausweichen, das hat er beim FC Bayern im Zusammenspiel mit Luca Toni oft genug gezeigt. Und da nun beide, Klose und Gomez, beim FC Bayern unter Vertrag stehen, müssen sie schlicht zusammenpassen.
Die Partie vom Mittwochabend war ihr erstes gemeinsames Pflichtspiel als Bayern-Profis - eine prima Gelegenheit also, sich für wirklich wichtige Partien einzuspielen. Das ist auch noch nötig, denn allzu oft war das Zusammenspiel noch nicht von Harmonie geprägt. "Die beiden müssen noch daran arbeiten, sich einzuspielen", sagte Löw, "ich weiß, dass sie dabei sind, ihre Laufwege abzusprechen. Auf jeden Fall haben sie ein Riesenpotential."
Dass in der Tat große Möglichkeiten in dem Sturmduo schlummern, war nach knapp einer Stunde Spielzeit zu bewundern. Klose eroberte die Kugel im Mittelfeld und leitete einen Angriff ein, in dessen Verlauf Gomez im Strafraum an den Ball kam, mit dem Rücken zum Tor. Wie einst Gerd Müller verschaffte er sich mit dem Hintern Platz, dann drehte er sich und ließ einen Schuss aufs Tor los.
Torhüter Farhad Walijew lenkte den Ball an die Latte, doch Klose war zur Stelle und nutzte den Abpraller zum 2:0. Dieser Treffer war eine schöne Kooperation der beiden. Wenn es ihnen gelingt, ihr Zusammenspiel zu verfeinern, dann werden sie solche Treffer künftig auch gegen stärkere Mannschaften erzielen als die Auswahl Aserbaidschans - vielleicht schon am Samstag gegen Werder Bremen.
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(SZ vom 13.08.2009)
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" Fluminense: @Diego
0 x 1 Türkei 1998 in Bursa.
In der WM-Quali bis jetzt in der Tat auswärts noch nicht verloren, dafür Heimschlappe gegen England in München "
Ja und, das Ergebnis?
Keine Mannschaft gewinnt immer, Deutschland kommt immer weiter und die Dominanz, die du forderst gibt es kaum, weder bei den Großen noch bei den Kleinen.
Ich hab keine Ahnung, woher diese ganzen Träumereien kommen.
Klar geht es noch besser (besonders nach diesem Spiel) und Deutschland hat noch Luft nach oben, aber dieses unverhältnismäßige Schlechtmachen hat mit der Realität nichts mehr zu tun.
Zum Thema Gomez und Chancentod. Er hatte eine bescheidene EM stimmt, aber 10 Tore in 26 Spielen ist jetzt auch nicht so schlimm und was er in der BL schießt, ist ja mal alles andere als ein Chancentod. Im Gegenteil, es gibt in Europa nur wenige Spieler, die eine solche Quote haben.
0 x 1 Türkei 1998 in Bursa.
In der WM-Quali bis jetzt in der Tat auswärts noch nicht verloren, dafür Heimschlappe gegen England in München
" Sie werden noch an meine Worte denken.
Es war nicht nur das Spiel gestern. Bei "unseren Jungs" kann man das schon seit vielen, vielen Monaten feststellen. Lustlosigkeit, fehlende Motivation, lahmes Spiel, etc. "
Ach, ja diese Wort höre ich seit ich Fussball schaue.
Auch 1990, auch, wenn ich da noch sehr jung war kamen wir durch ein glückliches Tor des Kopfballungeheuers Hässler in die Endrunde und der Rest ist Geschichte.
Naja. lieber so rum als anders rum.
In England reden die Möchtegernexperten die Mannschaft immer besser als sie ist und hier ist es halt anders rum.
Aber die zweiterfolgreichste Turniermannschaft der Welt ist schon eine Gurkentruppe und man hat auch nur durch Glück NOCH NIE ein Auswärtsqualispiel verloren. Alles Versager, die immer wieder mindestens in die Spiele um Platz 3 kommt.
Oh Mann ihr seid so Wahnsinnsexperten, Hammer.
Ich fand Enke viel zu nervös, dito Schäfer (Hosen voll)
Tasci ist einr der wenigen, der mit dem Ball umgehen kann. Es stimmt, dass er ausgespielt wurde, aber das lag auch an Hitzeslberger (völlig limitierter Spieler).
Es ist aber nicht seit gestern, dass unser Mittelfeld ideenlos agiert. Warum bringt Löw nicht gleich Özil rein ???
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