Der neue argentinische Nationaltrainer trifft sich mit den Bayern-Spielern Martin Demichelis und José Sosa. In Spanien buhlt er noch um seinen vermeintlichen Nachfolger.

Seine erste Europa-Dienstreise führt Argentiniens neuen Nationaltrainer Diego Armando Maradona auch nach München. Am Freitag will sich Maradona mit Martin Demichelis und José Sosa, den beiden argentinischen Nationalkickern des FC Bayern, treffen. Am Donnerstagabend landete er in München.

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Das letzte Mal als Spieler war Maradona in München, als Lothar Matthäus im Jahr 2000 sein Abschiedsspiel bestritt. (© Foto: AP)

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Demichelis befindet sich im Kader des zweimaligen Weltmeisters für Maradonas Debüt als Nationaltrainer gegen Schottland am 19. November im Hampden Park von Glasgow, nachdem er vor der Weltmeisterschaft in Deutschland vom damaligen Trainer und Maradonas Vor-Vorgänger José Pekerman ausgemustert worden war. Unter dem 48-jährigen Maradona bekommt Defensivmann Demichelis nach seiner starker vergangenen Saison eine Chance.

Zuvor hatte sich Maradona mit seinem vermeintlichen Nachfolger als Argentiniens Fußball-Held getroffen. Nach dem Training mit dem FC Barcelona stattete Hoffnungsträger Lionel Messi seinem neuen Coach und Nationalmannschafts-Manager Carlos Bilardo in deren Hotel einen Besuch ab. Messi wird Maradona beim ersten Spiel unter seiner Leitung am 19. November in Schottland fehlen. Argentinischen Medienberichten zufolge soll Maradona seinen Kumpel Josep Guardiola von Barcelona trotz geringer Aussicht auf Erfolg noch einmal gebeten haben, dass Messi ihm beim weltweit beobachteten Debüt als Nationalcoach zur Verfügung steht.

Eine Begegnung Maradonas mit Barcelonas Club-Chef Joan Laporta kam nicht zustande. Er sprach am Donnerstag vor dem Europa-Parlament in Brüssel - und hob dabei die Bedeutung Messis hervor, um den es insbesondere bei Testspielen der Argentinier möglicherweise immer wieder zu einem Ringen kommen könnte.

"Barcelona, die argentinische Nationalmannschaft und Maradona als Trainer, wir haben eine große Verantwortung, auf Messi zu achten, der dieselben Erfolge erreichen will wie Maradona selbst", sagte Laporta. Bis dahin sollen sich Verband und Messi-Club Barcelona darauf geeinigt haben, dass der Offensivspieler bei Testspielen vorerst in diesem Jahr nicht zur Verfügung steht.

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(sueddeutsche.de/dpa/aum)