Anni Friesinger Nach schwerem Rad-Unfall operiert

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Anni Friesinger musste wegen einer Knieverletzung unters Messer. Bei der Operation traten Probleme mit dem Knochenmark auf. Bereits 2002 war sie am selben Knie operiert worden.

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Anni Friesinger hat sich bei einem schweren Rad-Unfall eine Knieverletzung zugezogen und ist umgehend in einer Münchner Klinik operiert worden. "Es handelte sich um eine Knorpelverletzung hinter der Kniescheibe", erläuterte Volker Smasal, der frühere Team-Chef der deutschen Eisschnellläufer, der die Operation vornahm, am Mittwoch. Passiert war der Unfall in der vorigen Woche beim Radtraining im österreichischen Kühtai. Da bei der Operation Probleme mit dem Knochenmark auftraten, geht der Arzt davon aus, dass die volle Leistungsfähigkeit der Doppelweltmeisterin von Nagano erst in der zweiten Hälfte der Eisschnelllauf-Saison wieder hergestellt sein wird.

Anni Friesinger zog sich bei einem Radunfall eine Knorpelverletzung hinter der Kniescheibe zu.

(Foto: Foto: ddp)

Zunächst hat ihr Smasal das Knie geschient und 14 Tage Ruhe verordnet. Dann wird sie sich in weiteren zwei Wochen wieder an zunehmende Belastungen auf dem Ergometer gewöhnen können und weitere zwei Wochen auch noch eine Gehstütze benötigen. Bereits 2002 war sie am selben Knie operiert worden. "Sie hatte einen hervorragenden Trainingszustand, es gibt gute Chancen, dass der Muskelverlust nicht allzu hoch sein wird", erklärte Smasal. "Der Saisoneinstieg wird sich sicher verzögern, aber bei den Höhepunkten im kommenden Jahr ist sie wieder top dabei", prognostiziert der Mediziner.