Arbeitsloser Torhüter Wiese hofft auf Anruf vom Ex-Klub

Zurück an die Weser? Der arbeitslose Tim Wiese könnte sich einen Wechsel zurück zu seinem Ex-Klub Werder Bremen vorstellen.

Der vertragslose Keeper hat sich bei Werder Bremen angeboten. Das 17-jährige Talent Serge Gnabry entscheidet sich für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Felix Magath verteidigt seinen Wechsel zum FC Fulham und kontert die Kritik von Lothar Matthäus.

Fußball, Tim Wiese: Der arbeitslose Torhüter Tim Wiese (32) hat sich bei seinem abstiegsgefährdeten Ex-Klub Werder Bremen angeboten. "Bei Werder hatte ich meine schönste Zeit. Natürlich würde ich Werder helfen, wenn man mich fragt", sagte Wiese in einem Interview mit der Sport Bild. Große Hoffnungen auf einen Anruf der Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten macht sich der Keeper aber nicht. "Thomas Eichin und Robin Dutt (Sportchef und Trainer, d. Red.) haben sich dazu in den Medien klar geäußert. Sie wollen den Umbruch mit jungen Spielern weitergehen", sagte Wiese. Trotzdem: Beim 13. der Tabelle konnten die beiden Torhüter Sebastian Mielitz und Raphael Wolf bisher nicht vollends überzeugen. Wiese war 2012 nach sieben Jahren an der Weser zu 1899 Hoffenheim gewechselt, bei den Kraichgauern aber nie glücklich geworden. Vor einem Monat wurde der eigentlich bis 2016 laufende Vertrag des ehemaligen Nationalkeepers aufgelöst.

Fußball, Serge Gnabry: Fußball-Toptalent Serge Gnabry vom FC Arsenal London möchte auch künftig das Deutschland-Trikot tragen. "Da ich für die deutschen U-Nationalmannschaften gespielt habe, ist es für mich auch keine Frage, dass ich auf jeden Fall für Deutschland spielen will", sagte der 17 Jahre alte Mittelfeldakteur bei Arsenal der Zeitung Die Welt. Gnabry hofft, "dass ich meinen Weg auch in der A-Nationalmannschaft machen kann". Er ist der Sohn einer Schwäbin und eines ehemaligen Nationalspielers der Elfenbeinküste. Bundestrainer Joachim Löw hat sich bereits lobend über das Talent geäußert: "Der Junge ist richtig gut, er hat außergewöhnliche Qualitäten. Wir haben ihn im Auge." Gnabry war 2011 für 100.000 Euro vom VfB Stuttgart in die englische Hauptstadt zu den "Gunners" gewechselt.

Fußball, Felix Magath: Felix Magath hat seinen Wechsel zum englischen Premier-League-Klub FC Fulham verteidigt und Vorwürfe zurückgewiesen, er habe in der Verhandlungen mit dem Fußball-Bundesligisten Hamburger SV ein falsches Spiel betrieben. "Ich hätte sehr gern beim HSV angefangen und habe deshalb meine Dienste angeboten - für den Rest dieser Saison ohne Gehalt. Aber einige Leute wollten mich in Hamburg nicht sehen, warum auch immer", sagte Fulhams neuer Teammanager in einerm Interview mit der Sport Bild. Bei den Gesprächen habe er immer mit offenen Karten gespielt und deutlich gesagt, dass er auch andere Möglichkeiten habe, so Magath weiter. "Und als ich dann erkannt habe, dass es keine gemeinsame Grundlage gibt, habe ich die Konsequenzen gezogen. Ich habe niemanden verarscht. Ich konzentriere mich jetzt nur noch auf Fulham", konterte Magath die Behauptung von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, er habe viele Leute "verarscht".

In London stehen Felix Magath zwei Bekannte aus Deutschland zur Seite: Der neue Coach holte Tomas Oral und Werner Leuthard auf die Insel, die ab sofort dem Trainerstab beim Tabellenletzten angehören. Oral war zuletzt beim Fußball-Zweitligisten FC Ingolstadt als Trainer aktiv und wird Magahts Co-Trainer. Leuthard steht dem Team als Konditionstrainer zur Seite. Er gehörte unter anderem schon beim VfL Wolfsburg zu Magaths Team.

Basketball, Dirk Nowitzki: Dirk Nowitzki hat mit seinen Dallas Mavericks einen Achtungserfolg in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA verpasst. Die Texaner verloren am Dienstag (Ortszeit) ihr Heimspiel gegen Meister Miami Heat mit 106:117. Dabei waren die Gastgeber drei Viertel lang ebenbürtig. Den Schlussabschnitt entschied Miami dann vor allem dank einer starken Leistung von LeBron James mit 33:21 für sich. James kam insgesamt auf 42 Zähler. Nowitzki war mit 22 Punkten erfolgreichster Werfer der Mavericks, die in der Western Conference auf Platz acht rangieren.

Für die Atlanta Hawks mit dem Braunschweiger Liganeuling Dennis Schröder gab es die sechste Niederlage nacheinander. Beim Top-Team der Eastern Conference, den Indiana Pacers, unterlagen die Hawks mit 98:108. Indianas Allstar Paul George erzielte die meisten Punkte (26), Schröder markierte in seinen 8:19 Minuten Spielzeit zwei Zähler. Atlanta bleibt mit einer Bilanz von 25 Siegen und 27 Niederlagen Fünfter im Osten.

Tennis, ATP-Tour: Der topgesetzte deutsche Tennis-Profi Tommy Haas (Los Angeles) hat beim mit 539.730 Dollar dotierten ATP-Turnier in Delray Beach/Florida locker das Achtelfinale erreicht. Der 35-Jährige schlug Wayne Odesnik (USA) mit 6:2, 6:1 und trifft in der Runde der letzten 16 auf dessen Landsmann Steve Johnson, der sich durch die Qualifikation ins Hauptfeld gekämpft hatte. Auch Tobias Kamke (Kiel) steht in der Runde der besten 16 - beim Turnier in Marseille. Er besiegte Kyle Edmund (Großbritannien) 7:5, 6:1. Kamkes nächster Gegner ist nun Ivan Dodig (Kroatien/Nr. 5)

Fifa, WM in Brasilien: Die FIFA hält trotz massiver Verzögerungen beim Stadionbau am WM-Spielort Curitiba fest. Dies erklärte Jérôme Valcke, Generalsekretär des Fußball-Weltverbandes, in Florianópolis. "Curitiba ist definitiv spät dran, aber in den letzten drei Wochen wurde viel gearbeitet. Es gibt keine andere Entscheidung, als dass Curitiba eine von zwölf WM-Stadien sein wird", sagte der Franzose am Dienstag. Die lokalen Organisatoren hatten bis zu diesem Tag Zeit, die Tauglichkeit der Arena da Baixada nachzuweisen. Am Wochenende hatte es Gerüchte gegeben, wonach Curitiba aus dem Spielplan gestrichen werde. Vier Gruppenspiele sind dort vorgesehen.

Bundesliga, Hamburger SV: Trainer Mirko Slomka hat seine Ankündigung in die Tat umgesetzt und beim Hamburger SV längere Übungseinheiten eingeführt. 105 Minuten dauerte beim Fußball-Bundesligisten am Dienstag die erste von zwei Schichten, bei der es für die Profis ordentlich zur Sache ging. Unter Vorgänger Bert van Marwijk wurde in der Regel nur einmal täglich und lockerer trainiert; zumeist war schon nach 60 Minuten Schluss. Jetzt mussten die Spieler ausgiebig rennen, grätschen und im abschließenden Trainingsspiel Kombinationen und Torschüsse einüben. Nach einem Bänder- und Kapselriss fehlte Mannschaftskapitän Rafael van der Vaart, der im Kraftraum arbeitete.

Tennis, Dubai: Annika Beck steht beim WTA-Turnier in Dubai in der zweiten Runde. Zwei Tage nach ihrem 20. Geburtstag besiegte die Qualifikantin aus Bonn am Dienstag die Australierin Samantha Stosur mit 1:6, 6:1, 6:4. Die Weltranglisten-50. trifft in der Runde der besten 16 der hochkarätig besetzten und mit zwei Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung auf Caroline Wozniacki. Die Dänin hatte am Dienstag die Berlinerin Sabine Lisicki mit 2:6, 6:3, 6:3 aus dem Turnier geworfen. In der Qualifikation hatte Beck unter anderen bereits die Australian-Open-Halbfinalistin Eugenie Bouchard aus Kanada besiegt. Neben Lisicki schied auch Angelique Kerber bereits in der ersten Runde aus. Die Kielerin, die am Sonntag noch im Finale von Doha den Turniersieg verpasst hatte, musste sich in ihrem Auftaktspiel der früheren Weltranglistenersten Ana Ivanovic mit 6:3, 3:6, 6:7 (6:8) geschlagen geben.

Eishockey, DEL: Die Hamburg Freezers haben in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die zweite Auswärtsniederlage nacheinander kassiert. Nur gut zwei Tage nach dem 2:4 bei den Krefeld Pinguinen unterlag das Team von Trainer Benoît Laporte am Dienstagabend bei den Augsburger Panthern mit 3:4 (2:3, 1:0, 0:1), bleibt aber dennoch unangefochtener Tabellenführer. David Wolf (6.), Morten Madsen (11.) und Jerome Flaake (22.) erzielten vor 4353 Zuschauern im Augsburger Curt Frenzel Stadion die Tore für die Norddeutschen. Adrian Grygiel (6., 18.), Luigi Caporusso (5.) und Thomas Jordan Trevelyan (54.) trafen für die Hausherren.

Bundesliga, SC Freiburg: Kapitän Julian Schuster hat seinen Vertrag beim Fußball-Bundesligisten SC Freiburg erwartungsgemäß verlängert. Das teilte der Klub aus dem Breisgau am Dienstag mit. Mittelfeldspieler Schuster, der 2008 vom VfB Stuttgart nach Freiburg gewechselt war, soll einen Kontrakt bis Juni 2016 unterschrieben haben. "Die Philosophie des Vereins passt einfach zu mir. Hier wird in aller Ruhe und trotzdem mit höchster Konzentration gearbeitet", sagte Schuster der Bild-Zeitung. Der 28-Jährige, dem ein Angebot von Betis Sevilla vorgelegen hatte, hat in dieser Saison allerdings keinen Stammplatz mehr im Team von Trainer Christian Streich.

Fußball, Italien: Der italienische Serie-A-Klub AS Rom muss wegen rassistischer Sprechchöre seiner Anhänger auch im Heimspiel gegen Inter Mailand am 2. März ohne Fans in der Heimkurve auskommen. Diese Entscheidung traf die Serie A und wies den Protest der Roma ab. Roma-Fans hatten während des Hinspiels im Pokal-Halbfinale Anfang Februar gegen den SSC Neapel (3:2) die Gäste-Anhänger diskriminierend beleidigt. Daraufhin war eine Bestrafung für zwei Heimspiele ausgesprochen worden. Bereits beim Heimspiel am vergangenen Sonntag gegen Sampdoria Genua (3:0) war das Olympia-Stadion von Rom zur Hälfte leer geblieben.