Afrikas Fußballer des Jahres Aubameyang-Wahl "ist eine Schande für Afrika"

  • BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang wird Afrikas Spieler des Jahres und schwört BVB die Treue.
  • Nach der Wahl zeigt sich sein Vorgänger Yaya Touré sehr enttäuscht: "Es ist traurig zu sehen, dass Afrika so reagiert."
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Aubameyang will beim BVB bleiben

Pierre-Emerick Aubameyang hat Bundesligist Borussia Dortmund nach seiner Kür zu "Afrikas Fußballer des Jahres 2015" die Treue geschworen. "Ich bleibe in Dortmund", sagte der 26 Jahre Gabuner bei seiner Ehrung im nigerianischen Abuja in einer emotionalen Rede zu den zahlreichen Transfergerüchten um seine Person.

Durch seine schon 18 Bundesliga-Tore für die Westfalen im bisherigen Saisonverlauf hat Aubameyang verstärkt das Interesse von Top-Klubs aus dem Ausland geweckt. In der englischen Premier League soll Spitzenreiter FC Arsenal ein Angebot über 57 Millionen Euro für den Torjäger planen. "Ich werde nicht zu Arsenal gehen. Dortmund ist mein Verein, und ich werde nicht so schnell wechseln", sagte der Stürmer am Rande der Ehrung in Nigerias Hauptstadt Abuja der Internetseite ESPN.

In 27 Pflichtspielen dieser Saison traf Aubameyang 27 Mal. Aubameyang, der am Freitag von Abuja ins Dortmunder Trainingslager in Dubai reisen sollte, hat bei den Schwarz-Gelben noch einen Vertrag bis zum Sommer 2020.

Touré findet Aubameyangs Wahl "eine Schande"

Aubameyang ist erstmals zu Afrikas "Fußballer des Jahres" gewählt worden. Der 26-jährige Gabuner setzte sich gegen den Ivorer Yaya Touré (Manchester City) und den Ghanaer Andre Ayew (Swansea City) durch. Aubameyang erhielt mit 143 Punkten sieben mehr als Touré, Ayew kam auf 112 Punkte, wie der Kontinentalverband Caf mitteilte. Der "Fußballer des Jahres" wird von den Nationaltrainern der afrikanischen Länder gewählt.

Yaya Touré erwies sich dabei als schlechter Verlierer. "Ich bin sehr enttäuscht. Es ist traurig zu sehen, dass Afrika so reagiert. Die Dinge, die in Afrika passieren, sind nicht wichtig", sagte der Profi von Manchester City, der von 2011 bis 2014 die Wahl für sich entschieden hatte.

Touré beklagte in erster Linie, dass sein Triumph mit der Elfenbeinküste beim Afrika Cup 2015 nicht ausreichend gewürdigt wurde, sondern die Tore Aubameyangs für Borussia Dortmund offenbar höher bewertet wurden. "Wir favorisieren mehr, was außerhalb unseres Kontinents passiert ist. Das ist erbärmlich. Es ist eine Schande für Afrika", schimpfte Touré.