Hoffenheims Trainer will kein Bayernjäger sein. Dem Dakar-Führenden droht eine Zeitstrafe. Tennis-Profi Kiefer erleidet einen Bänderriss. Sport kompakt

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Nicolas Kiefer muss um seine Teilnahme an den Australian Open bangen. Er zog sich beim Hopman-Cup einen Bänderriss zu. Foto: dpa

Nasser Al-Attiyah ist am sechsten Tag der ersten Dakar in Südamerika mit seinem BMW X3 vorne geblieben. Der Katarer aus dem deutschen X-Raid-Team soll aber auf der sechsten Etappe nicht alle Kontrollpunkte angefahren haben, so dass möglicherweise eine Zeitstrafe droht. Nach dem inoffiziellen Ergebnis baute Al-Attiyah seine Führung zu einem Vorsprung von 7:31 Minuten auf das südafrikanisch-deutsche Team Giniel de Villers/Dirk von Zitzewitz im Werks-VW Touareg aus. In der Motorrad-Wertung führt weiter der spanische KTM-Pilot Marc Coma, Gewinner 2006, mit einem Vorsprung von 40:29 Minuten zum US-Amerikaner Jonah Street auf der privaten KTM.

Bundesliga-Herbstmeister 1899 Hoffenheim pflegt im Titelkampf gegen Fußball-Rekordmeister Bayern München weiter sein Außenseiter-Image. Die Mannschaft ist nach Ansicht von Trainer Ralf Rangnick noch nicht reif für den Titel und kein ernsthafter Konkurrent für die Münchner. "Wir sehen uns sportlich noch nicht da, wo uns die Bayern anscheinend sehen. Wir sind kein Wettbewerber des FC Bayern“, sagte der Coach der Tageszeitung Die Rheinpfalz. Rangnick, der mit seinem Team am Freitag ins Trainingslager nach La Manga (Spanien) aufbrechen wird, legt nach eigener Aussage keinen Wert auf die Platzierung des Klubs am Saisonende: "Mir ist es auf jeden Fall lieber, wir werden Siebter und spielen eine prima Rückrunde, als dass wir Vierter werden und die Spieler setzen beispielsweise auf dem Platz nicht mehr richtig nach.“

Nach einem aufgestockten Angebot wird die Rückkehr von Nationalstürmer Lukas Podolski zum Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln immer wahrscheinlicher. "Die Kölner haben sich noch einmal bewegt“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Meister FC Bayern München der Tageszeitung tz. "Das Ganze sieht gut aus. Ich bin zuversichtlich, dass das klappt.“ Nun bestehe "kein allzu großer Unterschied“ mehr zwischen der eigenen Forderung und dem Kölner Angebot. "Wir wollen einen zweistelligen Millionenbetrag“, bekräftigte Rummenigge die Forderung der Münchner nach einer Ablösesumme von zehn Millionen Euro.

Tennis-Profi Nicolas Kiefer hat beim Hopman-Cup in Perth im Spiel gegen den Slowaken Dominik Hrbaty einen doppelten Bänderriss im rechten Knöchel erlitten. Zudem ist eine Sehne des Sprunggelenks in Mitleidenschaft gezogen. Seinen Start bei den Australian Open in Melbourne (16. Januar bis 1. Februar) hat der 30-Jährige dennoch nicht abgeschrieben: "Die Chance ist minimal, aber sie ist da. Vor allem hoffe ich, dass ich um eine Operation herumkomme.“ Bereits 1997 war Kiefer am rechten Sprunggelenk operiert worden. Durch seine 1:3-Niederlage gegen Hrbaty hat Deutschland das Finale beim Hopman-Cup verpasst. Zum Auftakt hatte die Berlinerin Sabine Lisicki ihr Einzel gegen Dominika Cibulkova mit 6:7 (3:7), 4: 6 verloren. Die beiden ersten Gruppenspiele gegen Gastgeber Australien und die USA hatten Kiefer und Lisicki jeweils mit 2:1 gewonnen. Im Endspiel treten nun Cibulkova und Hrbaty gegen den Gewinner der Gruppe B an. Chancen haben noch Russland, Frankreich und Italien.

Bei der Suche nach einem neuen Trainer für die U21-Nationalmannschaft hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine Absage erhalten. Heiko Herrlich teilte Sportdirektor Matthias Sammer mit, er wolle sich "als Trainer der U19 ganz auf den Jahrgang 1990 und die zweite EM-Qualifikationsrunde konzentrieren". Herrlich war als Notlösung für den Fall gehandelt worden, dass Rainer Adrion nicht vom VfB Stuttgart zum DFB wechselt. Der VfB, bei dem Adrion als Nachwuchstrainer beschäftigt ist, will seinen Angestellten halten, hat aber Kompromissbereitschaft signalisiert, sollte der DFB von seiner strikten Haltung gegenüber Markus Babbel abrücken. Babbel trainiert die Stuttgarter Bundesliga-Profis. Da er nicht die nötige Trainerlizenz besitzt, hat ihm der DFB eine Sondergenehmigung bis Saisonende ausgestellt. Der VfB möchte Babbel auch darüber hinaus beschäftigen.

Der ehemalige Bundesliga-Trainer Frank Pagelsdorf ist in die Wüste zurückgekehrt. Zwei Monate nach seiner Beurlaubung beim Zweitligisten Hansa Rostock unterschrieb der 50-Jährige am Donnerstag einen 18-Monats-Vertrag bei bei seinem ehemaligen Klub Al Nasr aus der ersten Liga der Vereinigten Arabischen Emirate. Diesen Verein betreute er bereits von Sommer 2004 bis Sommer 2005. "Die Arbeitsbedingungen haben sich seitdem verbessert“, sagte Pagelsdorf. "Damals gab es vier Profiklubs, jetzt ist die ganze Liga professionell.“ Der Trainer war am 10. November nach einer sportlichen Talfahrt bei Bundesliga-Absteiger Rostock beurlaubt worden.

(sueddeutsche.de/dpa/sid/mikö)