Die NADA hat hinsichtlich des Fehlverhaltens von Nationalspieler Florian Busch reagiert. Der DEB habe "die sportpolitische Brisanz dieses Falls nicht erkannt", so Armin Baumert.

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Eishockey-Profi Florian Busch hatte eine unangemeldete Dopingkontrolle verweigert und fünf Stunden später nachgeholt. Foto: dpa

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hat aus dem Fall des deutschen Eishockey-Nationalspielers Florian Busch die Konsequenzen gezogen und den Vertrag mit dem Deutschen Eishockey Bund (DEB) über die Trainingskontrollen gekündigt. Diesen Entschluss verkündete der NADA-Vorstand bei einer Pressekonferenz am Montag in Frankfurt/Main. "Entweder hat der DEB die sportpolitische Brisanz dieses Falls nicht erkannt oder er glaubt, die Angelegenheit aussitzen zu können. Die logische Konsequenz daraus ist die Kündigung des Vertrages über die Trainingskontrollvereinbarung mit dem DEB", begründete der NADA-Vorstandsvorsitzende Armin Baumert den Schritt.

Busch hatte am 6. März eine unangemeldete Dopingkontrolle zunächst verweigert und fünf Stunden später nachgeholt. Die Probe war negativ. Der DEB hatte daraufhin eine öffentliche Verwarnung ausgesprochen und eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro sowie 56 Stunden gemeinnützige Arbeit verhängt.

Die NADA wertet dagegen den verweigerten Test gemäß ihres Codes als positiven Test und verlangt eine Sperre. Die eingeschaltete Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verzichtete allerdings auf den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS.

(sueddeutsche.de/sid/mb)