Von Thomas Hummel

Der Manager des FC Bayern, Uli Hoeneß, und sein Trainer Ottmar Hitzfeld demonstrieren Geschlossenheit. Nur die Mannschaft soll stärker im Zaum gehalten werden.

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"Seien Sie sicher: Wenn wir einen Trainer wollen, dann kriegen wir ihn auch.“ Bayern-Manager Uli Hoeneß zur Nachfolge seines Trainers Ottmar Hitzfeld. Foto: dpa

Gemeinsam schritten Uli Hoeneß und Ottmar Hitzfeld zur Pressekonferenz. Demonstrativ gemeinsam natürlich, nach all den Wirren der vergangenen Wochen. Manager und Trainer des FC Bayern München standen also vor einem berstend vollen Presseraum auf dem Trainingsgelände in München und sollten erklären, wie es nun weitergehen soll in diesem aufgeregten Klub. Zumindest an diesem ersten Trainingstag im Jahr 2008 einigten sich die Parteien, bis zur endgültigen Trennung im Sommer eng zusammenzustehen.

Die Macher des FC Bayern sind sich offenbar einig, dass dies der einzig gangbare Weg ist, um die Rückrunde unbeschadet zu überstehen. Beide lobten sich gegenseitig in höchsten Tönen, vor allem der in der Vorrunde gescholtene Trainer erhielt fast eine Ruhmesrede von seinem Manager. Für die Herausforderungen in dieser zweiten Saisonhälfte gebe es keinen besseren für den FC Bayern als Ottmar Hitzfeld, pries Hoeneß. Auch der Trainer bedankte sich für das immer vorhandene Vertrauen des Klubs.

Wer soll neuer Bayern-Trainer werden?


Damit startet der Verein mit dem neuen Jahr den Versuch, aus dem Durcheinander der vergangenen Monate zu lernen und zumindest nach außen hin Geschlossenheit zu zeigen. Einige Vorfälle haben ja schon vermuten lassen, dass die einst so heilvolle Beziehung im öffentlichen Hickhack zerbröselt. Dass Ottmar Hitzfeld seinen im Juni auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird, kam derart tröpfchenweise ans Licht, wie es der schlimmste Skandalreporter nicht besser hätte erfinden können.

Abschied durch das große Tor?

Nun also der Neubeginn in dem Wissen, vor einer komplizierten Aufgabe zu stehen. Denn eine bereits beschlossene Trainerdemission hat schon manche Verbindung zwischen Mannschaft und Übungsleiter früher scheitern lassen. Auch wenn Hoeneß beteuert, auf jeden Fall mit Hitzfeld die Saison zu Ende zu spielen, werden vor allem die Ergebnisse in den ersten Spielen darüber entscheiden, wie lange der Fußballlehrer aus Lörrach noch an der Säbener Straße arbeiten kann. Und ob er tatsächlich, wie Hoeneß verspricht, sich durch das große Tor in der Münchner Arena verabschiedet oder doch zur Hintertür entschwinden muss.

Hitzfeld verkaufte seinen Entschluss, im Sommer aus München zu scheiden, als logische Konsequenz. „Ich bin geholt worden, den Umbuch einzuleiten und eine neue Mannschaft zu bauen. Wenn mir das bis zum Sommer gelingt, habe ich mein Ziel erreicht.“ Dabei hätte er vermutlich gerne gesehen, wie weit er mit seiner neuen Mannschaft im kommenden Jahr in der Champions League gekommen wäre. Doch der Druck, der im Dezember von innen und von außen auf dem 58-Jährigen lastete, war wohl zu hoch.

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