Deutsche Athleten gewinnen Medaillen bei der Nordischen-Ski-WM, Russlands Präsident versucht die Wogen in der Biathlon-Welt zu glätten. Sport kompakt

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Erstes Silber für Nordische Kombinierer: Tino Edelmann. Foto: dpa

Der Nordische Kombinierer Tino Edelmann hat bei der WM-Premiere des Massenstart-Wettbewerbs überraschend Silber gewonnen. Der Thüringer aus Zella-Mehlis lag im tschechischen Liberec mit 273,7 Punkten nur 2,3 Zähler hinter Weltmeister Todd Lodwick aus den USA. Bronze holte sich der Franzose Jason Lamy Chappuis (265,2). Eric Frenzel (Oberwiesenthal) fiel im entscheidenden zweiten Durchgang des Springens mit 255,2 Punkten vom dritten noch auf den achten Rang zurück. Ronny Ackermann aus Dermbach enttäuschte als 19. ebenso wie Björn Kircheisen aus Johanngeorgenstadt auf Platz 26.
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Riesen-Aufregung bei Schwedens Biathleten in Pyeongchang. "Wir haben eine SMS aus dem Kreml bekommen. Präsident Dmitrij Medwedew hat versprochen, hart gegen Doping in Russland vorzugehen. Das ist der Hammer", erzählte Trainer Wolfgang Pichler. "Ausgerechnet an seinem 27. Geburtstag hat Mathias Nielsson die SMS von Medwedew bekommen. Wir haben erst gedacht, es ist ein Spaß, aber wir haben das nachverfolgt. Das kam wirklich aus der Regierung. Für uns sind das sehr positive neue Zeichen", sagte Pichler. Bei Nielsson ("Doper sind Idioten") waren zuletzt ebenso wie bei einigen anderen Athleten diverse Mails mit Morddrohungen aus Russland eingegangen. Danach hatten die Schweden gedroht, das Weltcup-Finale in Chanty Mansijsk zu boykottieren. Mittlerweile sind die geforderten Sicherheits-Garantien aus Moskau eingetroffen und nun eben sogar eine präsidiale SMS.
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Ulrike Gräßler hat bei der WM-Premiere der Skispringerinnen in Liberec die Silbermedaille gewonnen. Die 21-Jährige aus Klingenthal erhielt für Sprünge auf 93,5 und 93,0 Metern 239,0 Punkte und musste der Amerikanerin Lindsay Van den Vortritt lassen. Van hatte im zweiten Durchgang mit 97,5 Metern den weitesten Sprung des Tages gestanden. Bronze gewann Anette Sagen aus Norwegen. Junioren-Weltmeisterin Magdalena Schnurr (Baiersbronn) und Anna Häfele belegten die Plätze sieben und acht, Jenna Mohr (beide Willingen) erreichte Platz 15.
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Slalom-Weltmeisterin Maria Riesch hat ihren fünften Saisonsieg des alpinen Ski-Weltcups gefeiert. Sechs Tage nach ihrem WM-Titeltriumph gewann die Partenkirchenerin am Freitag die Super-Kombination im italienischen Tarvisio vor Doppel-Weltmeisterin Lindsey Vonn aus den USA. Dritte wurde Kombinations-Weltmeisterin Kathrin Zettel aus Österreich. Als Fünfte der letzten Kombination des Winters holte sich die Schwedin Anja Pärson die erste Disziplin- Kristallkugel der Saison.
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Andrus Veerpalu hat bei der Nordischen Ski-WM in Liberec Langlauf-Gold für Estland gewonnen. Der Olympiasieger triumphierte im Klassik-Rennen über 15 Kilometer mit 6,3 Sekunden Vorsprung auf den Tschechen Lukas Bauer sowie 16,4 Sekunden auf den Finnen Matti Heikkinen. Bester Deutscher war Tobias Angerer (Vachendorf) als Neunter. Franz Göring (Zella-Mehlis) wurde Elfter, Jens Filbrich (Frankenhain) lief auf Rang 13. Der hoch gehandelte Axel Teichmann (Bad Lobenstein) spielte bei der Entscheidung keine Rolle und verpasste sogar einen Platz unter den besten 30 klar.
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Stefan Schumacher ist von der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD für zwei Jahre gesperrt worden. Die Sperre gilt für alle Veranstaltungen des französischen Radsportverbandes und sämtliche in Frankreich organisierten Rennen. Dies bestätigten der Nürtinger Radprofi sowie sein Anwalt Michael Lehner am Donnerstag. "Die Entscheidung der AFLD ist ein Schock für mich und macht mich fassungslos“, erklärte Schumacher in einer Mitteilung. Gleichzeitig erhob der 27-Jährige schwere Vorwürfe gegen das Vorgehen der AFLD. "Nicht nur das Verfahren war eine Farce. Vorausgegangen ist eine beispiellose Vorverurteilung durch die AFLD und ihren Präsidenten Pierre Bordry“, sagte Schumacher. Der zweifache Etappengewinner der letztjährigen Tour de France kündigte Rechtsmittel gegen die Entscheidung an. Er beteuert seine Unschuld: "Ich habe nie gedopt." Zuvor hatte die Online-Ausgabe der niederländischen Tageszeitung De Telegraaf eine Sperre Schumachers auch durch den Weltverband UCI verkündet. Dies dementierte Schumacher-Anwalt Lehner: "Die UCI-Entscheidung ist eine Ente“, so Lehner. Schumacher war während der Tour de France 2008 in der A-Probe zweimal positiv auf das EPO- Präparat CERA getestet worden. Die Schumacher-Seite hegt Zweifel, ob die Tests korrekt abgelaufen sind.
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Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat das Interesse des britischen Milliardärs Richard Branson an einem Kauf des Honda-Teams bestätigt. "Ich habe mit Richard Bransons Leuten darüber gesprochen. Er würde es gerne machen“, sagte Ecclestone. Der japanische Automobilhersteller Honda hatte am Mittwoch erklärt, mehrere Interessenten, darunter auch die Virgin Group von Branson, für den zum Verkauf stehenden Rennstall an der Hand zu haben. "Mir würde es gefallen, es wäre super. Wir werden daran arbeiten, dass es auch gelingt“, sagte Ecclestone. Honda hofft, rechtzeitig vor dem Start der WM-Saison am 29. März in Melbourne einen Käufer für das Team zu finden. Der Konzern hatte Anfang Dezember 2008 als Reaktion auf die Wirtschaftskrise den sofortigen Ausstieg aus der Königsklasse bekannt gegeben.
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Bob-Olympiasiegerin Sandra Kiriasis muss zur Halbzeit der Weltmeisterschaft in den USA um die Titelverteidigung bangen. Die Winterbergerin, die sich am Freitag in der schwierigen Eisrinne von Lake Placid mehrere Fahrfehler leistete und zusammen mit Berit Wiacker deutlichen Rückstand am Start hatte, liegt nach zwei von vier Läufen nur auf dem sechsten Rang. Cathleen Martini und Janine Tischer aus Oberbärenburg haben dagegen als Halbzeit-Dritte eine Medaille im Blick und nur 15/100 Sekunden Rückstand auf die führenden Shauna Rohbock/Elana Meyers (USA). Das Oberhofer Duo Claudia Schramm/Nicole Herschmann liegt abgeschlagen auf Rang neun.
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Der unter Dopingverdacht geratene Radprofi Alejandro Valverde ist nach zwei verschobenen Anreiseterminen am Donnerstag zum Verhör vor dem Ausschuss des italienischen olympischen Komitees (Coni) in Rom erschienen. Der 28-jährige Spanier wurde am Flughafen von einer Polizeieskorte empfangen und Coni-Dopingfahnder Ettore Torri vorgeführt. "Wir werden ihn anklagen, ob er etwas sagt oder nicht“, erklärte Torri auf einer Pressekonferenz. Angeblich liegen erdrückende Beweise gegen Valverde vor. Der Profi vom spanischen Rennstall Caisse d’Epargne war am 21. Juli vergangenen Jahres beim Italien-Gastspiel der Tour de France kontrolliert worden. Der DNA-Test hat nach Informationen der italienischen Nachrichtenagentur ANSA eine Übereinstimmung mit Blutproben ergeben, die von den spanischen Ermittlern im Rahmen der Operacion Puerto beim Madrider Arzt Eufemiano Fuentes sichergestellt worden waren. Valverde beteuert seine Unschuld. Werden dem zweimaligen ProTour-Gesamtsieger Verstöße gegen Italiens Anti-Doping-Bestimmungen nachgewiesen, droht eine Sperre von zwei Jahren.
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Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben sich dem Druck nach dem Skandal um das Einreise-Verbot für die israelische Tennis-Spielerin Shahar Peer zum WTA-Turnier in Dubai gebeugt. Nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur WAM unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Außenministeriums erteilen die VAE Peers Landsmann Andy Ram für das kommende Woche ebenfalls in Dubai stattfindende ATP-Turnier ein Visum. Adam Helfant, Vorstandschef der ATP, lobte die "richtige Entscheidung“: "Keinem Spieler, der für ein ATP-Turnier qualifiziert ist, sollte die Teilnahme wegen seiner ethnischen Abstammung, Nationalität oder Religion verweigert werden. Wir sind froh, dass das in Dubai genauso gesehen wird.“ Die Visa-Verweigerung für Peer war weltweit als Diskriminierung gewertet worden und hatte für große Empörung gesorgt. Die WTA hatte danach mit der Streichung des Turniers in Dubai aus ihrem Kalender gedroht. Die Turnierleitung hatte mit Hinweis auf den Gaza-Konflikt das Einreise-Verbot für Peer mit Sicherheitsbedenken und Furcht vor einem Zuschauerboykott begründet.
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Davis-Cup-Spieler Rainer Schüttler hat den Viertelfinaleinzug beim mit 576.000 Euro dotierten ATP-Turnier in Marseille verpasst. Der Korbacher musste sich dem an Nummer zwei gesetzten Franzosen Gilles Simon 4:6, 6:4, 2:6 geschlagen geben. Damit vertritt nur noch Mischa Zverev die deutschen Farben an der Cote d’Azur. Der Hamburger hatte am Mittwoch den Franzosen Arnaud Clement 6:4, 5:7, 6:2 bezwungen und trifft nun auf den topgesetzten Serben Novak Djokovic. Im Viertelfinales des Doppels schied Zverev ebenso aus wie Schüttler. Zverev verlor mit seinem russischen Partner Michail Juschni 3:6, 4:6 gegen Julian Knowle/Andy Ram (Österreich/Israel), Schüttler unterlag mit Christopher Kas (Trostberg) 1:6, 6:7 (3:7) gegen Stephen Huss/Ross Hutchins.

(sueddeutsche.de/dpa/sid/mikö)