Schiedlich, aber nicht friedlich
Bundesliga: Sonntagsspiele
08.11.2009, 17:50
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- Schiedlich, aber nicht friedlich
- Hertha am Abgrund
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Hamburgs David Rozehnal (oben) mit allen Körperteilen gegen Hannovers Torschützen zum 1:1 Ausgleich, Didier Ya Konan. (Foto: Reuters)
Hannover - Bei Aufeinandertreffen von Hannover 96 und dem Hamburger SV herrscht im jeweiligen Stadion seltene Einmütigkeit. Sowohl die Hannoveraner als auch die Hamburger nennen ihre Mannschaft "HSV". Stimmen nun also die einen ein beherztes "HSV" an, antworten die anderen mit einem schmissigen "HSV".
Alle rufen das gleiche, alle fühlen sich angefeuert, alle sind glücklich. Am Sonntag waren am Ende dann nicht mehr alle glücklich, obwohl das Spiel keinen Sieger gefunden hatte, man sich also schiedlich, aber eben nicht friedlich trennte. 2:2 (1:2) endete die Partie von Hannover 96 gegen den HamburgerSV, kurz vor dem Ende hatte Jiri Stajner mit einem zweifelhaften Elfmeter den Ausgleich erzielt. HSV-Trainer Bruno Labbadia erregte sich darüber so sehr, dass er auf die Tribüne geschickt wurde. Die Hamburger waren wütend, sie fühlten sich betrogen, die Hannoveraner waren froh.
Von den vorangegangenen 13 Partien gegen Hannover hatten die Hamburger lediglich zwei für sich entscheiden können. Nachdem sie zudem zuletzt den späten Ausgleich gegen Schalke kassiert, gegen Gladbach verloren und gegen Celtic Glasgow lediglich ein 0:0 erreicht hatten, waren trotz des Tabellenstands nicht der Favorit. Die Partie begann schwungvoll, bereits nach knapp drei Minuten kam Hannovers Didier Ya Konan im Hamburger Strafraum zum Abschluss, er schoss jedoch vorbei. Die Hamburger antworteten, indem sie ihrerseits einen flotten Angriff vortrugen, an dessen Ende Eljero Elia im Hannoveraner Strafraum zum Abschluss kam - und ebenfalls vorbeischoss (5.). Dieser Auftakt sorgte für prächtige Stimmung auf den Rängen.
Elia sorgte für Wirbel
Besonders Elia sorgte immer wieder für Wirbel, gemeinsam mit Marcell Jansen zeigte er einige sehenswerte Kombinationen auf dem linken Flügel. So zum Beispiel in der 15. Minute: Jansen rannte und schaute, im richtigen Moment passte er zu Elia, der Karim Haggui im Strafraum mit der Leichtfüßigkeit eines Tänzers umspielte, den Blick hob, Jansen erspähte, der mitgelaufen war - und dann passte er quer, genau in Jansens Lauf, der keine Mühe hatte, aus knapp zehn Metern das 0:1 zu erzielen.
| Szenen des 12. Spieltags Der letzte Schuss | ||||||||||||||
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Anschließend wirkte der Hamburger SV überlegten, doch Hannover ließ sich keinesfalls entmutigen oder beunruhigen. Ruhig arbeitete das Team sich wieder und wieder nach vorne und kam bald zum Ausgleich. Nach einer Ecke war es der 1,74 Meter große Ya Konan, der den Bal mühelos per Kopf ins Hamburger Tor beförderte (26.). Es war bereits das achte Kopfballtor, das die Hamburger in dieser Saison kassiert haben, entsprechend wütend präsentierte sich Torwart Frank Rost. Er schrie und gestikulierte, seine Mitspieler schlichen sich eilig davon. Sie wussten: Rost hatte recht.
Der Ausgleich führte dazu, dass die Begegnung an Niveau verlor. Beide Seiten waren nun erst einmal auf Sicherung bedacht, sehenswerte Kombinationen gab es kaum noch. Es schien, als hätten die Teams verabredet, mit dem 1:1 in die Pause zu gehen, dann gab es jedoch noch einmal eine Freistoß für den HSV, rund 40Meter vom Tor entfernt. Piotr Trochowski schickte die Kugel in einem Bogen in den Sechzehnmeterraum, Tormann Robert Enke rückte nur zögerlich vor, also nutzte Elia den Raum: Er schraubte seine 1,76 Meter in die Luft und veränderte die Flugbahn des Balles so, dass Enke keine Chance zum Eingreifen blieb. Es war das 1:2 (44. Minute), und es war eher überraschend gefallen.
In der zweiten Halbzeit war den Hamburgern der große Kräfteverschleiß deutlich anzumerken. Die zusätzliche Belastung in der Europa League, die vielen Verletzten - der HSV war müde, und Hannover rannte nun beherzt an. Chancen erspielten sich die Niedersachsen jedoch kaum, in der 61. Minute gab Pinto mal eine ungefährlichen Schuss ab, mehr war da nicht, weshalb es Rosenthal in der 84.Minute mal mit einer Schwalbe versuchte, was Schiedsrichter Jochen Drees nicht sonderlich beeindruckte. Als jedoch in der 86. Minute sich Jiri Stajner in einen Gegenspieler warf, gab Drees tatsächlich Elfmeter. Dieses Geschenk nahm Stajner gerne an, er jagte die Kugel seelenruhig zum 2:2 ins Netz und setzte so den Schlusspunkt der Partie.
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![]() 09.11.2009 17:04:22 Balldieb: Mensch... ....jetzt hätte Werder mal oben dran bleiben können und sich von Verfolgern absetzen, da murksen sie nur ein Unentschieden hin :o(( Naja Chancen waren wohl da, aber nutzen muß man die dann auch. Dann halt nächstes Mal wieder... Gruß Balldieb ![]() Wir wollen die Qualität der Nutzerdiskussionen stärker moderieren. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass wir die Kommentare ab 19 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages einfrieren. In dieser Zeit können keine Kommentare geschrieben werden. Dieser "Freeze" gilt auch für Wochenenden (Freitag 19 Uhr bis Montag 8 Uhr) und für Feiertage. |
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