Nach der 1:4-Schlappe der Nationalmannschaft gegen Italien forderten Politiker aller Parteien, Jürgen Klinsmann vor den Sportausschuss des Bundestages zu laden. Der Vorsitzende des Gremiums hält davon nichts. Er glaubt, dass es einen besseren Zeitpunkt für den Besuch des Bundestrainers gebe.
Jürgen Klinsmann muss derzeit viel Kritik einstecken Foto: AP
Peter Danckert, der Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, lehnt eine Vorladung von Bundestrainer Jürgen Klinsmann vor das politische Gremium ab. "Ich halte davon gar nichts. Das ist eine Schnapsidee", sagte der SPD- Politiker am Samstag der Netzeitung. Zuvor hatten Politiker eine Vorladung Klinsmanns nach der 1:4-Pleite beim Länderspiel in Italien gefordert.
Danckert sieht keine Notwendigkeit, dass Klinsmann der Politik über seine Konzeption, wie etwa vom CDU-Sportexperten Norbert Barthle gefordert, Rede und Antwort stehen soll. "Wir sind doch kein Tribunal, vor dem sich Herr Klinsmann zu verantworten hat", meinte Danckert. Für die Nationalmannschaft sei ohnehin der DFB zuständig. Zudem sei eine solche Vorladung ein "falsches Zeichen". Die Stimmung sei schon angespannt genug, jetzt müssten alle an einem Strang ziehen.
Freilich räumt der 65-jährige Berliner ein, sei Bundestrainer Klinsmann jeder Zeit willkommen, dem Sportausschuss einen Besuch abzustatten, um sich ein Bild von der dortigen Arbeit zu machen. Danckert weiß auch schon, wann der richtige Zeitpunkt für eine Visite im Sportausschuss sei: "Nach der WM, wenn wir Weltmeister geworden sind."
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