Der Sportausschuss-Vorsitzende im Deutschen Bundestag, Peter Danckert, hat scharfe Konsequenzen aus dem jüngsten Doping-Fall gefordert.
Der Sportausschuss-Vorsitzende im Deutschen Bundestag, Peter Danckert (SPD), hat scharfe Konsequenzen aus dem neuen Dopingfall im deutschen Radsport gefordert.
Zugleich begrüßte er den Ausstieg von ARD und ZDF aus der Tour de France-Berichterstattung. "Man sollte die Übertragung von Radsportveranstaltungen dauerhaft aussetzen, falls unter den Radsportlern kein Mentalitätswechsel einsetzen sollte", sagte der SPD-Politiker der Berliner Morgenpost.
"Vielleicht muss man ihnen zunächst die Basis, also Medienpräsenz und Sponsoring nehmen. Statt Zuckerbrot und Peitsche brauchen die scheinbar erst mal nur noch Peitsche“, erklärte Danckert.
Am Mittwoch war bekannt geworden, dass T-Mobile-Fahrer Patrik Sinkewitz vor der Tour positiv getestet worden war. Danckert forderte, Dopingsündern die Sportförderung zu streichen.
Zugleich kritisierte er die Veranstalter der Tour de France: "Wenn wir wollen, dass das Ganze ohne Doping passiert, dann müssen Etappen gestrichen und mehr Pausen eingelegt werden."
(AP)


