18. Februar 2013, 16:52 Möglicher Wechsel nach Gelsenkirchen Heynckes sieht Schalke-Gerüchte gelassen

Bayern-Präsident Uli Hoeneß kann sich einen Wechsel seines Freundes und Trainers Jupp Heynckes zu Schalke nicht vorstellen - der angeblich Umworbene nimmt die Spekulationen "zur Kenntnis". Kießling-Berater streut Gerüchte über Wechsel zum BVB, Schalke hofft gegen Istanbul auf die Rückkehr von Stürmer Huntelaar.

Sportnachrichten in Kürze

Bundesliga, Jupp Heynckes: Bayern-Präsident Uli Hoeneß rechnet nicht mit einem Wechsel von Trainer Jupp Heynckes zum FC Schalke 04. "Das kann ich mir jetzt überhaupt nicht vorstellen. Das ist wohl ein kleiner Aprilscherz", sagte der mit Heynckes gut befreundete Vereinschef des Rekordmeisters FC Bayern München am Montag vor dem Abflug zum Champions-League-Spiel beim FC Arsenal. Heynckes' Vertrag in München läuft am Saisonende aus. Sein Nachfolger wird der ehemalige Barcelona-Trainer Josep Guardiola. Die Bild-Zeitung hatte berichtet, dass Schalke über ein Engagement des 67 Jahre alten Heynckes für die kommende Spielzeit nachdenke.

Schalkes Manager Horst Heldt bezeichnete die Schlagzeilen um Heynckes als "reine Spekulation". "Da wird ein Name genannt und damit spekuliert wie mit vielen anderen Namen vorher auch, und es wird vermutlich auch nicht der letzte sein. Wir werden das nicht mehr kommentieren", sagte Heldt dem SID.

Heynckes selbst hat gelassen auf das angebliche Interesse an ihm reagiert. "Was kann ich dazu sagen? Ich kann nicht verhindern, dass in dem einen oder anderen Club, wo es um die Trainerposition geht, mein Name genannt wird. Ich nehme das zur Kenntnis", sagte der am Saisonende beim FC Bayern München ausscheidende Coach am Montag in London. Zu seinen Zukunftsplänen werde er sich aber "frühestens" am Saisonende - "oder wenn ich mich dann zurückgezogen habe" - konkret äußern. Er sei mit 67 Jahren alt genug, um die Spekulationen um seine Person "ganz relaxed zur Kenntnis zu nehmen", ergänzte Heynckes, der seine Karriere im Sommer auch beenden könnte.

Ohne "ein Wunschergebnis" gehe der Coach dagegen in das Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal. "Aber wir sind in der Lage, auch hier zu gewinnen. Dafür müssen wir aber eine Topleistung bringen", sagte Heynckes. "Arsenal spielt sehr guten Fußball und kann gefährlich werden. Wir müssen defensiv wieder gut stehen", erklärte er vor der Partie am Dienstag. Kämpferisch und zielstrebig äußerte sich Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger: "Wir haben großes Selbstvertrauen. Wir sind extrem hungrig auf solche Abende." Er erwartet ein "sehr hartes Spiel".

Manchester United, Pokal: Der englische Rekordmeister steht im Viertelfinale des FA-Cups. Gegen den FC Reading kam das Team von Teammanager Alex Ferguson am Montagabend dank eines Doppelschlags durch den eingewechselten Nani (69.) sowie Angreifer Javier Hernandez (72.) zu einem 2:1 (0:0)-Erfolg. Readings Jobi McAnuff (81.) gelang kurz vor Spielende nur noch der Anschlusstreffer. In der Runde der letzten Acht trifft FA-Cup-Rekordsieger Manchester auf den FC Middlesbrough oder Titelverteidiger FC Chelsea. In einer über weite Phasen einseitigen Begegnung hatte Nani schon kurz vor der Pause die Führung auf dem Fuß. Sein Schuss landete jedoch nur am Pfosten.

Champions League, Klaas-Jan Huntelaar: Schalke 04 kann am Mittwoch im Achtelfinalhinspiel der Champions League bei Galatasaray Istanbul auf den Einsatz von Torjäger Klaas-Jan Huntelaar hoffen. Nach einer erneuten Augenuntersuchung erhielt der niederländische Nationalstürmer von den Ärzten grünes Licht, um am Montag voll mitzutrainieren. Huntelaar war vor zwei Wochen eine Ader im linken Auge geplatzt, er hatte daraufhin pausieren müssen. Etliche S04-Spieler müssen allerdings ersetzt werden. Neben den angeschlagenen Atsuto Uchida (Muskelfaserriss), Ibrahim Afellay (Muskeleinriss), Kyriakos Papadopoulos (Knie-OP), Ciprian Marica (Meniskus-OP), Christoph Moritz (Bänderriss im Sprunggelenk) und Lars Unnerstall (Kapselreizung im Knie) fehlt auch Winterzugang Raffael. Der von Dynamo Kiew ausgeliehene Brasilianer hatte bereits mit den Ukrainern in der Champions League gekickt und ist daher für den laufenden Wettbewerb gesperrt. Der Ende Januar von Olympique Lyon verpflichtete Michel Bastos ist hingegen spielberechtigt.

Der Flügelflitzer Aufschrei unter Ringen

Die Damen und Herren vom Internationalen Olympischen Komitee wollen das Ringen aus dem Programm nehmen. "So nicht!" schreit die Sportwelt. Doch wer weiß, wie der Sport mit seinen Traditionen umgeht, erkennt: Das Ringen hat keine Chance.

(Video: Süddeutsche.de, Foto: Hartmut Reeh/dpa)

Borussia Dortmund, Stefan Kießling: Der BVB denkt offenbar an eine Verpflichtung von Torjäger Stefan Kießling vom Ligakonkurrenten Bayer Leverkusen. "Vom Interesse aus Dortmund an Stefan habe ich auch gehört", wurde Kießling-Berater Ali Bulut in verschiedenen Medien zitiert. Der 29 Jahre alte Bayer-Angreifer Kießling war in dieser Saison schon 15-mal für den Werksklub in der Bundesliga erfolgreich, allerdings hat sein Vertrag bei den Rheinländern noch eine Laufzeit bis 2015. Beim BVB könnte Kießling die Nachfolge des polnischen Angreifers Robert Lewandowski antreten, der angeblich vor einem Wechsel zu Herbstmeister Bayern München steht. Lewandowski ist bis 2014 an die Borussia gebunden. Nach Informationen der Bild-Zeitung sind auch Vertreter des ukrainischen Renommierklubs Dynamo Kiew an Bulut wegen Kießling herangetreten. Kiew hatte allerdings auch die Fühler nach dem Österreicher Marko Arnautovic (Werder Bremen) ausgestreckt. Dieser Transfer scheint aber vom Tisch. "Wir haben Kiew offiziell eine Absage erteilt. Es werden keine weiteren Gespräche geführt", hatte indes am Sonntag Danijel Arnautovic, Bruder und Berater des Offensivspielers, dem NDR-Sportclub gesagt.

Fußball in Spanien: Fußball-Nationalspieler Mesut Özil hat dem spanischen Meister Real Madrid zum Sieg im kleinen Derby verholfen und seinem Trainer José Mourinho ein erfreuliches Jubiläum beschert. Beim 2:0 (2:0)-Sieg am 24. Spieltag gegen Rayo Vallecano bereitete Özil die Treffer von Nachwuchsstürmer Alvaro Morata (3.) und Sergio Ramos (12.) vor. Mourinho durfte damit im 100. Liga-Spiel als Real-Trainer den 76. Sieg feiern. Die Königlichen mussten bereits ab der 18. Minute in Unterzahl spielen, nachdem Ramos die gelb-rote Karte gesehen hatte. Özil wurde in der 67. Minute ausgewechselt, Nationalspieler Sami Khedira kam über 90 Minuten zum Einsatz. Real bleibt nach dem Sieg Dritter der Primera Division. Der Rückstand auf Platz zwei beträgt jedoch weiterhin vier Punkte, da sich auch Stadtrivale Atletico keine Blöße gab. Bei Aufsteiger Real Valladolid gewannen die Madrilenen mit 3:0 (1:0) und liegen ihrerseits zwölf Punkte hinter dem souveränen Tabellenführer FC Barcelona.

Bereits am Samstag hatte Weltfußballer Lionel Messi Barca zum 2:1 (0:1)-Sieg beim FC Granada geschossen und war damit in neue Dimensionen vorgestoßen. Der Argentinier erzielte einen Doppelpack und dabei mit dem 1:1 seinen 300. Treffer im Dress der Katalanen. Zugleich traf der 25-Jährige im 14. Ligaspiel in Folge und baute seinen Rekord weiter aus.

DFB, Länderspiel: Die Nationalmannschaft trifft im ersten Spiel nach der Sommerpause am 14. August auf Paraguay. Die Partie wird im Kaiserslauterer Fritz-Walter-Stadion ausgetragen. "Das Spiel gegen Paraguay ist für uns eine willkommene Gelegenheit, uns im Jahr vor der WM in Brasilien ein wenig auf die typisch südamerikanische Spielweise einzustellen, die geprägt ist von schnellen, direkten Aktionen und Spielern mit herausragenden technischen Fähigkeiten", sagt Bundestrainer Joachim Löw. Die DFB-Auswahl hat bisher ein Spiel gegen Paraguay absolviert. Bei der WM 2002 in Südkorea und Japan siegte die DFB-Auswahl im Achtelfinale durch ein Tor von Oliver Neuville mit 1:0. Im aktuellen Kader Paraguays stehen unter anderem die früheren Bundesliga-Profis Nelson Valdez, Lucas Barrios und Roque Santa Cruz. Kaiserslautern war zuletzt im März 2011 Austragungsort eines Länderspiels. Damals gewann die deutsche Auswahl 4:0 in der EM-Qualifikation gegen Kasachstan.

Fußball in Italien: Inter Mailand hat in der Serie A einen derben Rückschlag im Kampf um die Plätze im Fußball-Europapokal einstecken müssen. Das Team unterlag am Sonntagabend beim AC Florenz mit 1:4 (0:2). Durch die Niederlage rutschten die Mailänder (43 Punkte) vom vierten auf den fünften Tabellenplatz. Florenz ist nach dem 25. Spieltag nun Sechster mit einem Zähler weniger als Inter. Matchwinner für die Gastgeber waren Adam Ljajic (13./65.) und Stevan Jovetic (33./55.), die jeweils zweimal trafen. Den Ehrentreffer für Inter, das mit dem Ex-Stuttgarter Zdravko Kuzmanovic von Beginn an spielte, markierte Antonio Cassano (87.).

Zuvor hatte der SSC Neapel die große Chance verpasst, die Meisterschaft ein wenig spannender zu machen. Einen Tag nach der 0:1-Niederlage von Spitzenreiter Juventus Turin beim AS Rom kam der härteste Verfolger am Sonntag im vermeintlich leichten Heimspiel gegen Aufsteiger Sampdoria Genua nicht über ein 0:0 hinaus. In der Tabelle liegt Juve somit immer noch vier Punkte vor Napoli.

Fußball in Frankreich: Paris St. Germain hat im Titelrennen der französischen Fußball-Meisterschaft einen überraschenden Rückschlag hinnehmen müssen. Der Spitzenreiter der Ligue 1 verlor am Sonntagabend beim FC Sochaux mit 2:3 (1:1). Verteidiger Alex brachte PSG nach 29 Minuten in Führung, Sebastian Roudet (38.) und Giovanni Sio (55.) drehten die Partie für Sochaux. Nach dem Ausgleich durch Mamadou Sakho (76.) sorgte der eingewechselte Cédric Bakambu (84.) für den unerwarteten Erfolg des Heimteams. "Das ist eine logische Niederlage, weil Sochaux gut gespielt hat. Sie waren aggressiver", analysierte PSG-Trainer Carlo Ancelotti, der noch auf David Beckham verzichtete. Nachdem Paris in den vorigen neun Partien acht Siege und ein Unentschieden erreicht hatte, beträgt der Vorsprung des Hauptstadtclubs auf Verfolger Olympique Lyon nur noch drei Punkte. Sochaux verbesserte sich auf Rang 14 der Tabelle.

Tennis der Männer: Tommy Haas (34) hat seinen 14. Titel auf der ATP-Tour verpasst. Der gebürtige Hamburger unterlag im Finale von San Jose gegen den topgesetzten Milos Raonic mit 4:6, 3:6. Der Kanadier, der während der gesamten Partie keinen Breakball zuließ, machte nach 1:15 Stunden seinen dritten Erfolg in Serie bei der mit 546.930 Dollar dotierten Veranstaltung perfekt. Insgesamt war es für Raonic der vierte Turniersieg. "Es gab nichts, was ich hätte tun können. Ich habe kein schlechtes Match gespielt", sagte der an Nummer vier gesetzte Haas. Allerdings habe Raonic phänomenal gespielt. In der Doppelkonkurrenz hatte sich zuvor Frank Moser aus Baden-Baden an der Seite von Xavier Malisse (Belgien) im Finale gegen die Australier Lleyton Hewitt und Marinko Matosevic mit 6:0, 6:7 (5:7), 10:4 durchgesetzt. Mit dem Erfolg von Raonic, der bei all seinen drei Turniersiegen in Kalifornien ohne Satzverlust blieb, geht zugleich eine Ära zu Ende. Die erstmals 1889 ausgetragene Veranstaltung zieht um und wird im kommenden Jahr im brasilianischen Rio de Janeiro ausgetragen.

Rafael Nadal feierte indes schon beim zweiten Turnier nach siebenmonatiger Verletzungspause seinen ersten Titel. Im Finale des mit gut 450.000 Dollar dotierten Sandplatzturniers in Sao Paulo setzte sich der 26-jährige Spanier souverän mit 6:2, 6:3 gegen den Argentinier David Nalbandian durch. "Was am Ende der Karriere übrig bleibt, sind die Titel. Und einige schätzt man wegen gewisser Momente besonders. Dieser gehört dazu, weil ich mich in dieser Woche durch Probleme kämpfen musste", sagte Nadal. Die Nummer eins der Setzliste hatte während des Turniers mit Schmerzen an seinem lange entzündeten Knie zu kämpfen.

Handball, Champions League: Titelverteidiger THW Kiel hat sich gegen den ungarischen Serienmeister MKB Veszprem durch ein souveränes 32:21 für die knappe Hinspielniederlage revanchiert. Kiel hat durch den Erfolg gegen die zuvor ungeschlagenen Ungarn noch Chancen auf Platz eins in Gruppe B. Allerdings benötigt der THW am abschließenden Spieltag Schützenhilfe von BM Atletico Madrid.

Tennis der Frauen: Die zweimalige Australian-Open-Siegerin Victoria Asarenka (Weißrussland) hat das Traumfinale beim WTA-Turnier in Doha gewonnen und ihren 16. Einzeltitel auf der Tour gefeiert. Im Endspiel des mit knapp 2,4 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Turniers in Katar gewann Asarenka das Duell zwischen der alten und neuen Nummer eins der Welt gegen die 15-malige Grand-Slam-Siegerin Serena Williams mit 7:6 (8:6), 2:6, 6:3. Nach fast zweieinhalb Stunden Spielzeit verwandelte die 23-jährige Asarenka ihren ersten Matchball, es war der erst zweite Sieg im 13. Tourduell mit der Amerikanerin. Williams hatte bereits vor ihrem Finaleinzug als neue Nummer eins der Weltrangliste festgestanden. Am Montag löst die 31-Jährige Asarenka ab und ist damit die älteste Nummer eins der Tennis-Geschichte. Williams hatte das Endspiel durch einen 6:3, 6:2-Erfolg gegen French-Open-Siegerin Maria Scharapowa aus Russland erreicht, Asarenka hatte sich in der Vorschlussrunde mit 6:3, 6:3 gegen die Weltranglistenvierte Agniezska Radwanska (Polen) durchgesetzt.

Basketball, BBL: Die Basketballer von ratiopharm Ulm haben in der Bundesliga den nächsten Rückschlag erlitten. Der Vizemeister unterlag bei Phoenix Hagen mit 78:90 (36:49) und rutschte in der Tabelle vom dritten auf den fünften Platz ab. Davin White war mit 33 Punkten überragender Spieler der Hagener, die nach dem elften Sieg eine ausgeglichene Bilanz haben und sich auf den achten Platz verbesserten. Steven Esterkamp (20) war Topscorer der Ulmer.

Alba Berlin erkämpfte sich einen 81:76 (39:39)-Erfolg über die Eisbären Bremerhaven. Die Gäste hatten den Euroleague-Teilnehmer am Rande einer Niederlage, verpassten in der Arena am Ostbahnhof aber eine Überraschung. Keine Blöße gaben sich derweil die Brose Baskets Bamberg. Der Spitzenreiter gewann trotz einer Schwächephase im dritten Viertel 96:84 (61:47) bei der TBB Trier und liegt mit 40:4 Punkten weiter klar vorn. Casey Jacobsen (23 Punkte) war bester Werfer bei Meister Bamberg. Die Franken führen die Tabelle weiter vor Bayern München (32:14) an. Der Pokal-Halbfinalist kam bereits am Samstag zu einem 80:75 (38:46)-Sieg gegen die s.Oliver Baskets Würzburg.

Fußball in England: Swansea City hat seine Generalprobe für das Liga-Pokal-Finale am kommenden Wochenende verpatzt. Keeper Gerhard Tremmel saß nur auf der Ersatzbank am Sonntag beim 0:5 (0:1) beim FC Liverpool im vorgezogenen Premier-League-Spiel des 27. Spieltags. Die Treffer für die Reds erzielten Kapitän Steven Gerrard (34./Foulelfmeter), Neuzugang Coutinho (46.), José Enrique (50.), Luis Suárez (56.) und Daniel Sturridge (71./Foulelfmeter). Im Liga-Pokal-Endspiel am kommenden Sonntag gegen den Fußball-Viertligisten Bradford City in Wembley ist der frühere Cottbus-Torwart Tremmel gesetzt.