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Das Geschäft muss weitergehen
Doping im Radsport
25.05.2007, 13:57
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Immer vorne dabei: Das ZDF überträgt zusammen mit der ARD im Juli fast rund um die Uhr von der Tour de France. Auch weiterhin. (Foto: dpa)
Vielleicht hat Nikolaus Brender inmitten der hektischen Postmoderne sogar recht, wenn er sagt: „Doping hat jetzt Konjunktur. Aber ich bin sicher, wir alle werden es wieder vergessen.“ Wer dem Chefredakteur des ZDF böse gesinnt ist, könnte darin die Hoffnung vermuten, dass das Vergessen spätestens in sechs Wochen abgeschlossen ist. Dann beginnt die Tour de France. Und die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten haben entschieden, wie gehabt fast rund um die Uhr von dem schönen Ereignis zu berichten.
ZDF-Chefredakteur Brender ignoriert dabei Wesentliches. Erstens: Doping ist im Radsport ein Systemzwang, die Geständnisse der Fahrer belegen das. Wobei zu beachten ist, dass alle Fahrer nur zu den Sünden stehen, für die sie wegen der Verjährungsfrist nicht mehr belangt werden können. Wundersamerweise hat vor acht Jahren das Doping im Radsport aufgehört. Zweitens: Die Lüge ist Programm im Radsport, auch das ist nun offensichtlich. Was also geben auf die Beteuerungen von Leuten, die Teil des Systems sind? Brender: Kein Experte werde mehr „hier reinkommen“, ohne schriftlich zu erklären, er habe mit Doping nie was zu tun gehabt und kämpfe gegen Doping. Man darf gespannt sein, welcher ehemalige Radprofi das in diesem Juli sein wird.
Wann der Punkt erreicht sei für das ZDF, aus der Übertragung des Radsports auszusteigen? „Wenn die nächsten Fälle uns auf den Tisch kommen, und zwar nicht nur Einzelfälle, sondern als System.“ Es reicht also immer noch nicht. Dopingexperten wie der Heidelberger Werner Franke warnen da bereits vor neuen Stoffen, die derzeit nicht nachgewiesen werden können. Zum Beispiel Epomimetika, die wie Epo wirken, aber nicht als solche erkennbar sind. Was soll da auf den Tisch kommen?
» Wir dürfen von Menschen nichts verlangen, was ihr Geist und ihr Körper nicht hergeben. « ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender |
Dabei ist es fast putzig, wenn Brender fordert: Die Medien müssten zurückhaltender sein. „Wir dürfen von Menschen nichts verlangen, was ihr Geist und ihr Körper nicht hergeben.“ Demnach wird von nun an beim Anstieg nach Alpe d’Huez nicht nur der Führende gezeigt, sondern auch der Vorletzte, der eben nicht schneller kann.
Das Tour-Business muss weitergehen. Und es geht bei der Tour de France auch ums Geschäft für die öffentlich-rechtlichen Sender. ARD und ZDF müssen zwar eine sechsstellige Summe pro Tourjahr aufwenden für die Übertragungsrechte, weil aber die Rennen am Nachmittag stattfinden, dürfen sie auch werben. Ein 30-Sekunden-Spot soll in der Vergangenheit bis zu 17.000 Euro gekostet haben. Die Liebe zum Radsport ging bei der ARD sogar soweit, bei Teams T-Mobile als Sponsor einzusteigen.
5,5 Millionen sahen die Geständnisse von Zabel und Aldag
Nun ist Doping kein exklusives Problem von ARD und ZDF. Alle Medien werden auch künftig von der Tour berichten. Allerdings muss gerade das öffentlich-rechtliche Fernsehen beweisen, dass es nicht länger „Teil des Systems“ ist und das Thema Doping ausklammert oder nicht ausreichend erörtert. Zur Erinnerung: Das Landgericht München gestattete Werner Franke diese Aussage, nachdem ihn die Sender deshalb verklagt hatten.
Und nicht zu vergessen: Die Geständnisse von Aldag und Zabel verfolgten bei ARD und ZDF mehr als 5,5 Millionen Zuschauer. Warum soll man bei solchen Zahlen aus dem Thema Radsport überstürzt aussteigen?
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![]() 30.05.2007 04:54:27 cashca: Doping überall- jeder weiß es Am besten ist es, sich für diesen verkommenen Sumpf nicht mehr zu interessieren. Die Fernsehübertragungen nicht mehr anschauen. Dieses ganze Pack, einfach links liegenlassen. Der Sportler steht unter dem Zwang zu siegen, die Funktionäre wollen Erfolg, die Medien wollen ihre Sensationen. Lassen wir sie das tun, was sie nicht lassen können, aber hören wir auf , diese Gestalten zu bewundern. Mich interessirt der -Sieger schon lange nicht mehr. Man weiß doch was da abgeht. Wenn jetzt einige ihre Haut retten wollen und so tun, als hätte man nichts gewußt, wie jämmerlich. Jeder wußte doch Bescheid. Vom normalen Bürger bis zu allen Beteiligten und Verantwortlichen.Hören sie doch alle auf, mit irgendwelchen Entschuldigungen. Das Theater ist die Dekadenz der Menschen.Skrupellos, Ruhm -und Geldsüchtig. Schade nur, das man heute kein Kind mehr zum Leistungssport schicken kann. Das alles ist aber nur möglich, weil es von der Gesellschaft als ganzes hingenommen wird. Das alles nur, um ein paar Sekunden schneller zu sein. Wozu? Dafür ruinieren sie ihre Gesundheit. Wie blöde muß man da eigentlich sein. Aber das ist unsere Zeit, Karriere ist alles, und der "Normal-bürger jubelt diesen gedopten armseligen Kreaturen zu, als würde die Qualität des Lebens daraus bestehen. Das sind wirklich Vorbilder für unsere Jugend. Ich rate jedem Jugendlichen, Finger weg vom Leistungssport, hin zum Freizeitsport. als Leistungssportler werden sie zum Werkzeug von profil und karrieresüchtigen Betreuern, von Trainern und Managern. Geben sie das einfach frei, aber beachten sie diese nicht mehr. Machen sie eine Paralel-Veband mit sauberen Sport. den jetzigen Sumpf kann sowieso keiner mehr kontrollieren und überwachen. Was hat das noch mir Sport zu tun? Das ist alles eine riesen Maschinerie für das Geschäft. Das Geschäft geht weiter, wozu der Aufwand für Kontrollen und Konsequenzen, die nichts bringen. Die Konsequenzen sind doch lächerlich. Das ist doch ein Katz und Maus Spiel.Wenn ich diese Manager schon sehe, wie sie heucheln , wichtig tun und dabei genau wissen, was abgeht. Nur die Bevölkerung hat es in der Hand, durch Verweigerung, das Blatt zu wenden. Den Verantwortliuchen fehlt dazu der Mut, das Rückgrat und die Intelligenz. ![]()
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