Deutscher Meister verpflichtet Ex-Stürmer von Inter Mailand, Bobby Robson stirbt im Alter von 76 Jahren, Adrian Mutu muss 17,2 Millionen Euro Strafe zahlen. Sport kompakt

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Dritter Stürmer für den VfL Wolfsburg: Obafemi Martins. Foto: dpa

Der Wechsel des nigerianischen Stürmers Obafemi Martins zum deutschen Fußball-Meister VfL Wolfsburg ist perfekt. Der 24-Jährige unterschrieb am Freitag einen bis 2013 datierten Vierjahres-Vertrag. Martins stand zuletzt beim englischen Premier-League-Absteiger Newcastle United unter Vertrag und soll dem Vernehmen nach etwa zehn Millionen Euro Ablöse kosten. In dem 21-maligen nigerianischen Nationalspieler (13 Tore) hat der neue VfL-Trainer Armin Veh den gesuchten dritten Top-Stürmer neben dem in der vergangenen Saison herausragenden Sturm-Duo Grafite und Edin Dzeko gefunden. „Er ist nicht nur schnell, sondern er hat auch bewiesen, dass er torgefährlich ist. Für sein noch jugendliches Alter hat er in Italien und England schon viel Erfahrung gesammelt, und er kennt auch die Champions League“, sagte Coach Veh über die Neuerwerbung. Zuvor hatte der Champions-League-Starter für rund zwölf Millionen Euro die Mittelfeldspieler Karim Ziani (Olympique Marseille/7,0 Millionen Euro), Thomas Kahlenberg (AJ Auxerre/4,0) und Fabian Johnson (1860 München/1,0) verpflichtet.


Der ehemalige Manager der englischen Fußball-Nationalmannschaft, Sir Bobby Robson, ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 76 Jahren zu Hause in der nordenglischen Grafschaft Durham, teilte die Familie mit. Er habe "seinen langen und tapferen Kampf gegen den Krebs verloren“, hieß es in der Erklärung. Er sei "friedlich“ in Gegenwart seiner Frau und Familie gestorben. Robson gilt als Fußball-Legende und eine der wichtigsten Sport-Persönlichkeiten in seiner Heimat. Er führte England gegen Deutschland in das Halbfinale bei der Weltmeisterschaft 1990 in Italien. Damals verlor England im Elfmeterschießen. Robson spielte selbst 20 Mal für die englische Nationalmannschaft, darunter bei der Weltmeisterschaft 1958. Zudem managte er Clubs wie Barcelona oder Newcastle.


Bei der Tour de France 2009 gab es keine positiven Proben, doch fünf Tage nach dem Ende auf den Champs-Élysées in Paris ist die Frankreich-Rundfahrt mit dem Thema Doping konfrontiert worden. Der Spanier Mikel Astarloza, der am 21. Juli die Bergankunft in Bourg-Saint-Maurice auf der 16. Etappe für sich entschieden hatte, ist vom Radsport-Weltverband wegen Dopingverdachts mit sofortiger Wirkung vorläufig gesperrt worden. Dem 29-Jährigen wurde nach Angaben der UCI vom Freitag bei einer Trainingskontrolle am 26. Juni und damit acht Tage vor Beginn der Tour die Einnahme des Blutdopingmittels EPO nachgewiesen.


Franck Ribéry hat den Liga-Start mit dem FC Bayern München in einer Woche in Hoffenheim endgültig abgeschrieben und sein ersehntes Comeback für das erste Heimspiel mit dem Fußball-Rekordmeister eine Woche später gegen Werder Bremen ins Visier genommen. "Ich habe von der medizinischen Abteilung erst für nächsten Mittwoch Grünes Licht bekommen, um wieder mit der Mannschaft trainieren zu dürfen. Insofern kommt das erste Bundesliga-Spiel in Hoffenheim zu früh für mich. Realistischer ist ein Einsatz beim Heimspiel gegen Werder am 15. August“, sagte der französische Nationalspieler in einem Interview der „tz“ (Samstag).


Rumäniens Fußball-Star Adrian Mutu muss die vom Weltverband FIFA verhängte Rekord-Geldstrafe im Fußball von 17,2 Millionen Euro wegen Drogenmissbrauchs an seinen Ex-Club FC Chelsea zahlen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS wies am Freitag in Lausanne den vom rumänischen Nationalspieler eingelegten Einspruch gegen die Strafe zurück. Mutu war vor fünf Jahren positiv auf Kokain getestet und für sieben Monate gesperrt worden. Der FC Chelsea, der 2003 rund 19 Millionen Euro Ablöse an den FC Parma für Mutu gezahlt hatte, entließ den Stürmer daraufhin im Oktober 2004. Inzwischen verdient er sein Geld beim AC Florenz in der italienischen Serie.


Mit Europarekord ist die deutsche 4x200-Meter-Freistilstaffel der Männer als Vorlauf-Vierter ins Finale der Weltmeisterschaften in Rom geschwommen. Doppel-Weltmeister Paul Biedermann (Halle/Saale), Felix Wolf (Potsdam), Yannick Lebherz (Darmstadt) und Clemens Rapp (Bad Saulgau) schlugen am Freitag in 7:05,62 Minuten an. Das Quartett unterbot die erst Minuten zuvor aufgestellte Bestmarke Großbritanniens um 49/100 Sekunden. Der deutsche Rekord aus dem Jahr 1987 wurde sogar um 7,48 Sekunden verbessert. Als Startschwimmer war der 22-jährige Biedermann in 1:44,02 Minuten 2,02 Sekunden langsamer als bei seinem Weltrekord am Dienstag. Gemeinsame Vorlaufschnellste waren die USA und Japan in 7:03,30. Im Gegensatz zu den Deutschen schwammen nicht alle Staffeln in Bestbesetzung.


Benjamin Starke ist hervorragend in die Schwimm-Weltmeisterschaft gestartet. Der 22-Jährige aus Neukölln verbesserte am Freitag in Rom im Vorlauf seinen deutschen Rekord um 25/100 Sekunden auf 51,22. Damit schaffte es Starke als Siebter ins Halbfinale am Abend. Vorlaufschnellster war der Serbe Milorad Cavic in 50,56 Sekunden vor Titelverteidiger Michael Phelps aus den USA (50,90). Der Frankfurter Helge Meeuw scheiterte auf seiner Nebenstrecke trotz persönlicher Bestzeit von 51,97 als Halbfinal-19.

(dpa/sid/dop)