21. Spieltag der Bundesliga Dié und Kostic schießen Stuttgart nach oben

Stuttgarts Filip Kostic (r) und Christian Gentner jubeln über Kostics Tor zum 2:0.

(Foto: dpa)

Fünfter VfB-Sieg in Folge

Der VfB Stuttgart hat seinen bemerkenswerten Aufwärtstrend fortgesetzt und die Pokal-Träumer von Hertha BSC auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Kramny feierte mit dem 2:0 (0:0) gegen den Tabellendritten den fünften Bundesliga-Sieg hintereinander. Berlin, das am vergangenen Mittwoch den ersten Halbfinaleinzug im Pokal seit 35 Jahren bejubelt hatte, verlor nach acht Pflichtspielen erstmals wieder.

Der überragende Mittelfeld-Arbeiter Geoffroy Serey Dié (51.) schoss den VfB mit seinem ersten Bundesliga-Tor in Führung. Filip Kostic (84.) sorgte für den Endstand. Herthas Abwehrchef John Anthony Brooks hatte Pech mit einem Pfostentreffer (56.). Stuttgart rückt mit dem Sieg erstmals seit November 2013 auf einen einstelligen Tabellenplatz.

Wolfsburg beendet Negativ-Lauf

Ohne Glanz hat der VfL Wolfsburg seine Misere vorerst beendet. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking setzte sich mit 2:0 (2:0) gegen den FC Ingolstadt durch und nahm nach zuvor sieben Spielen ohne Sieg die Champions-League-Plätze wieder ins Visier. Julian Draxler (29.) mit seinem vierten Saisontor und Robin Knoche (39.) sicherten den Dreier.

Während sich die Wölfe für das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League am Mittwoch bei KAA Gent warmschossen, mussten die Schanzer ihre zweite Niederlage in der Rückrunde hinnehmen. Mit 26 Punkten liegt die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl aber immer noch voll im Soll.

Frankfurter Abstiegssorgen werden größer

Eintracht Frankfurt gerät in immer größere Abstiegsnot. Die Hessen unterlagen am beim 1. FC Köln mit 1:3 (1:1) und haben als Tabellen-15. nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsrang. Top-Torschütze Alexander Meier (24. Minute) brachte Frankfurt im RheinEnergie-Stadion in Führung. Yannick Gerhardt (29. Minute), Dominique Heintz (57.) und Anthony Modeste (73.) wendeten aber mit ihren Toren in einer teilweise hitzig geführten Partie noch das Blatte zugunsten der Kölner. Der FC stabilisierte sich mit dem ersten Rückrundensieg als Neunter im Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle.

Zwar kein Sieg, aber doch Grund zur Freude für Hoffenheim

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Gelungener Einstand von Julian Nagelsmann als neuer Cheftrainer von 1899 Hoffenheim: Der Tabellenvorletzte erkämpfte sich im Kellerduell bei Werder Bremen ein 1:1 (1:1) und spielte 13 Minuten in Unterzahl. Mit 28 Jahren und 205 Tagen ist Nagelsmann der jüngste Cheftrainer in der Bundesliga-Historie.

Andrej Kramaric (10.) brachte die Hoffenheimer in Führung. Er profitierte allerdings davon, dass der Ball vom Pfosten Werder-Keeper Felix Wiedwald an den Rücken und von dort über die Linie sprang. Hoffenheims Ermin Bicakcic (13.) war wiederum am Ausgleich beteiligt, als er den Schuss von Papy Djilobodji ins eigene Tor abfälschte. Kramaric flog in der 77. Minute wegen wiederholten Foulspiels per Gelb-Roter Karte vom Platz.

Leverkusen trotzt dem Acker


Quelle: Opta Sportdaten

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Bayer Leverkusen hat den Frust über das Aus im DFB-Pokal in der Fußball-Bundesliga wieder abgebaut. Bei Darmstadt 98 gewann das Team von Trainer Roger Schmidt nach einem 0:1-Rückstand noch 2:1 (0:1) und feierte eine gelungene Generalprobe für die Zwischenrunde der Europa League am kommenden Donnerstag bei Sporting Lissabon. Am vergangenen Dienstag war Bayer gegen Abstiegskandidat Werder Bremen im Pokal-Viertelfinale ausgeschieden (1:3).

Sandro Wagner (28.) brachte die Gastgeber auf dem "Acker" im Stadion am Böllenfalltor sogar in Führung, Pechvogel Aytac Sulu sorgte mit einem Eigentor für den Ausgleich (62.), ehe Julian Brandt (77.) den Siegtreffer für die Gäste erzielte. Lilien-Abwehrchef Sulu hatte im Hinspiel noch ins richtige Tor getroffen und das Spiel damals entschieden (1:0). Erstmals in dieser Saison ist Bayer damit sechs Spiele in Folge ungeschlagen, in der Tabelle eroberte die Werkself Platz drei. Die Lilien, die von elf Heimspielen nur eins gewonnen haben, verpassten es hingegen, vor den "Wochen der Wahrheit" mit Partien gegen die Bayern, Bremen und Borussia Dortmund noch Selbstvertrauen zu tanken.