17. Spieltag der 2. Bundesliga Kaiserslautern ärgert sich

Die Pfälzer kassierten am Samstag am Hamburger Millerntor beim 0:1 gegen den FC St. Pauli ihre erste Pleite und blieben noch hinter der Hertha auf Platz drei. "Die Niederlage war unnötig, aber unser Manko - die Chancenverwertung - hat sich schon in den vergangenen Spielen abgezeichnet", grantelte Trainer Franco Foda angesichts zahlreicher Fehlversuche seiner Schützlinge.

1860 München holte in Aalen immerhin einen Punkt. Mehr noch als das mäßige 1:1 durfte sich "Löwen"-Coach Alexander Schmidt aber darüber gefreut haben, dass der von Investor Hasan Ismaik favorisierte englische Ex-Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson erstmals nicht als hochkarätiger Beobachter auf der Tribüne saß.

So entstanden auch keine neuen Diskussionen um eine schnelle Ablösung Schmidts. Stattdessen stand der 44-Jährige ganz im Rampenlicht - und fuhr den fünften Punkt im dritten Spiel ein. Der 1. FC Köln durfte sich über ein 1:0 über den FC Ingolstadt freuen und hat damit aus den jüngsten vier Partien insgesamt zehn Punkte geholt. Anthony Ujah (45.) sicherte den wichtigen Heimerfolg.

Schöner Fußball ist anders: Zwischen Jahn Regensburg und Dynamo Dresden ging es eng zu - am Ende stand es 0:0

(Foto: dapd)

Kurz vor der Saisonhalbzeit ist im Abstiegskampf noch kein klarer Trend absehbar, gleich sechs Teams sind arg gefährdet. Besonders bitter lief es für Bochum: Der VfL kassierte durch das 1:2 bei Union Berlin seine dritte Niederlage in Serie. "Eine enttäuschende Hinrunde", meinte Coach Karsten Neitzel. Duisburg schaffte dank Benjamin Kern (58./Foulelfmeter) und Timo Perthel (79.) in Paderborn den ersten Auswärtssieg seit Ende Oktober und zog am VfL vorbei.

Auch Dynamo Dresden steckt in der sportlichen Krise, die drei Remis in den jüngsten drei Partien haben die Sachsen keinen Deut voran gebracht. Spielerisch war die Vorstellung in Regensburg so mies, dass die Spieler von Anhängern beschimpft wurden. "Ich kann verstehen, dass sie unzufrieden sind", sagte Stürmer Mickael Poté.