5:0 schon nach der ersten Halbzeit Real siegt souverän gegen den FC Valencia

Schon nach der ersten Hälfte steht es 5:0 für Real Madrid. Ronaldo und Di María treffen je zweimal. Dem FC Chelsea reicht eine gute Anfangsphase, um das Lokalderby gegen den FC Arsenal zu gewinnen. Inter Mailand spielt gegen AS Rom 1:1 unentschieden. Russland zittert sich ins Viertelfinale der Handball-WM, der Österreicher Toto Wolff soll Motorsport-Chef von Mercedes werden.

Sportnachrichten in Kürze

Fußball in Spanien: Real Madrid ist in Spaniens Fußball-Liga mit einem klaren Sieg beim FC Valencia dem Stadtrivalen Atletico auf den Fersen geblieben. Durch Tore von Gonzalo Higuaín sowie je zwei Treffern von Cristiano Ronaldo und Ángel Di María gewann Real das wichtige Auswärtsspiel mit 5:0. Die beiden deutschen Nationalspieler Sami Khedira und Mesut Özil wurden Mitte der zweiten Hälfte ausgewechselt.

Reals Christiano Ronaldo lässt sich feiern: Er trifft zweimal in der überlegenen Partie gegen Valencia

(Foto: AFP)

Zuvor hatte Atletico vorgelegt und UD Levante mit 2:0 besiegt. Adrian and Koke erzielten die Tore. Trotz der ersten Saison-Niederlage nach 18 Siegen und einem Remis bleibt der FC Barcelona souveräner Tabellenführer der Primera División. Atletico als Tabellenzweiter hat bereits acht Punkte Rückstand, Real als Dritter liegt gar 15 Zähler zurück.

Fußball in Italien: Nach einem Holperstart ins neue Jahr ist Juventus Turin den Rivalen in der Serie A wieder davongezogen und hat sich dabei auch von einer kleinen Verletztenmisere nicht stoppen lassen - für Lazio Rom war das Fehlen von Miroslav Klose dagegen wieder einmal fatal. Garniert von zwei Traumtoren des Teenagers Paul Pogba fuhr der italienische Fußball-Rekordmeister am Samstag einen 4:0 (1:0)-Erfolg über Udinese Calcio ein und baute seinen Vorsprung in der Tabelle auf Lazio und den SSC Neapel auf fünf Zähler aus.

Der Tabellen-Vierte Inter Mailand liegt nach einem 1:1 beim AS Rom sogar schon neun Punkte zurück. "Pogboom", titelte die Gazzetta dello Sport am Sonntag voller Bewunderung für Turins Mittelfeldspieler, den "Tuttosport" kurzerhand "Zauberer" taufte. Das Team von Coach Antonio Conte, das in diesem Kalenderjahr bislang eine Niederlage und ein Remis in der Liga sowie einen hart erkämpften Pokal-Erfolg nach Verlängerung zu Buche stehen hatte, profitierte von den Punktverlusten der Konkurrenz.

Lazio kam ohne Klose, der wegen muskulären Oberschenkelproblemen geschont wurde, nicht über ein 2:2 (1:0) beim Abstiegskandidaten US Palermo hinaus und verpasste im vierten Liga-Match ohne den Nationalspieler zum vierten Mal einen Sieg. Napoli spielte beim AC Florenz 1:1 (1:1). "Wir hatten viele Ausfälle zu beklagen, aber das ist niemandem aufgefallen", betonte Juve-Coach Conte - ein gut verstecktes, aber nichtsdestotrotz gewaltiges Lob für Youngster Pogba, der im Mittelfeld Fußball-Schwergewichte wie die Nationalspieler Andrea Pirlo und Claudio Marchisio vertrat. Der dunkelhäutige Profi mit dem blonden Irokesenhaarschnitt gab sich bescheiden. "Ich muss noch in allen Belangen besser werden", sagte er.

Schüsse aus der Distanz dürfte Pogba damit aber vermutlich nicht gemeint haben. Mit zwei Traumtoren hatte der 19-Jährige die "Alte Dame" auf Kurs gebracht. Die Gazzetta rechnete vor: 101 Stundenkilometer erreichte der erste Schuss aus 32 Metern, der maßgenau im Winkel landete. Versuch Nummer zwei aus 29 Metern schoss mit 97 km/h an Udinese-Keeper Daniele Padelli vorbei ins Netz. Lazio ist ohne Klose indes nur die Hälfte wert. Zum vierten Mal mussten die Hauptstädter in dieser Serie-A-Saison auf den deutschen Erfolgsgaranten verzichten - zum vierten Mal sprang kein Sieg heraus. Immerhin gelangen dem Team von Trainer Vladimir Petkovic zum ersten Mal auch ohne Klose Tore. "Wenn der wichtigste Mann fehlt, ist Lazio einfach verwundbar", analysierte die "Gazzetta".

Fußball in England: Ohne den erkrankten Lukas Podolski hat der FC Arsenal eine Pleite im Londoner Krisen-Gipfel beim FC Chelsea erlebt. Das Team von Coach Arsène Wenger verlor an der verschneiten Stamford Bridge am Sonntag mit 1:2 (0:2) und erwies sich als Aufbaugegner für das zuletzt so heimschwache Chelsea. Dem Champions-League-Sieger genügte am 23. Spieltag eine sehr starke erste Halbzeit, in der Juan Mata (6. Minute) und Frank Lampard (16.) mit seinem 195. Tor für die Blues erfolgreich waren. Mittelfeld-Dauerbrenner Lampard verwandelte einen von Arsenal-Keeper Wojciech Szczesny verursachten Foulelfmeter.

Arsenals Aufbäumen in der zweiten Halbzeit kam zu spät - die Gunners kamen nur zum Anschluss durch ihren Topscorer Theo Walcott (58.). Podolski stand wegen Krankheit nicht im Kader, Per Mertesacker dagegen in der Startelf und spielte durch. Den Nachweis, ein englisches Spitzenteam zu sein, blieben die Gunners wieder über weite Strecken schuldig - wie schon zuletzt bei der Liga-Heimpleite gegen Manchester City (0:2). Arsenal bleibt mit 34 Punkten (und einem ausstehenden Nachholspiel) enttäuschender Sechster. Die Blues, bei denen der glücklose Fernando Torres gegen Demba Ba ausgewechselt wurde (80.) und Marko Marin einen Mini-Einsatz bekam (88.), sind weiter Dritter mit 45 Zählern - sechs Punkte hinter Manchester City. An der Spitze schmolz der Vorsprung von ManUnited (56), dessen Führung gegen Tottenham von Robin Van Persie (25.) durch US-Stürmer Clint Dempsey (90.+2) egalisiert wurde, auf fünf Zähler vor City.

Fußball, Afrika Cup: Zwei Tage nach Ende ihres Streiks wegen ausbleibender Bonuszahlungen haben die Fußballer der Demokratischen Republik Kongo dem Favoriten Ghana zum Auftakt des Afrika-Cups ein Unentschieden abgetrotzt. Beim 2:2 (0:1) in Port Elizabeth holte der Außenseiter um den Freiburger Cedric Makiadi sogar einen 0:2-Rückstand auf. Das 2:2 erzielte der frühere Wolfsburger Dieumerci Mbokani mit einem Strafstoß nach einem Foul an ihm selbst. Beim WM-Viertelfinalisten Ghana stand der Ex-Kölner Derek Boateng in der Startelf und musste nach 72 Minuten für den ehemaligen Schalker Anthony Annan weichen. Der frühere Hoffenheimer Isaac Vorsah saß 90 Minuten auf der Bank. Ghana schien nach Toren der Italien-Legionäre Emmanuel Aygemang (Udinese Calcio/40.) und Kwadwo Asamoah (Juventus Turin/49.) schon klar auf der Siegerstraße. Der noch in der Heimat spielende Tresor Mputu verkürzte (53.), dann traf Mbokani. Im zweiten Spiel der Gruppe B traf Mali auf Niger.

Formel 1, Timo Glock: Rennfahrer Timo Glock und das Marussia-Formel-1-Team werden sich nach einem Bericht von Sport Bild Plus an diesem Montag in gegenseitigem Einvernehmen trennen. "Ich habe beim Marussia F1 Team drei tolle Jahre erleben dürfen. Wir gehen in Freundschaft auseinander", wird Glock zitiert. Über seine Zukunft dürfe sich Glock noch nicht äußern. "Ich möchte mich neuen Herausforderungen stellen und meinen Weg im Motorsport fortsetzen." Es wird spekuliert, dass der Wersauer in die DTM wechseln könnte. Seit 2004 hat der 30-Jährige 91 Formel-1-Rennen bestritten. Mit einem zwölften Platz beim Großen Preis von Singapur erzielte Glock sein bestes Resultat für Marussia. In der Fahrerwertung belegte er Rang 20. Sein Vertrag mit dem Rennstall läuft eigentlich noch bis zum Ende der Saison 2014.

Handball, WM: Russlands Handballer haben sich in Spanien ins Viertelfinale gezittert. Der dreimalige Weltmeister kam gegen Außenseiter Brasilien im Achtelfinale in Saragossa zu einem glücklichen 27:26 (14:14)-Erfolg. Gegner in der Runde der letzten Acht ist Slowenien oder Ägypten, die am Montag aufeinandertreffen. Für Russland ist es der größte internationale Erfolg seit dem sechsten Platz bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Der Favorit tat sich gegen den Zweiten der Panamerikameisterschaft bis in die Schlussphase schwer und bekam das Spiel nie richtig in den Griff.

Eishockey, DEL: Titelverteidiger Eisbären Berlin hat am Sonntag auch das zweite Auswärtsspiel des Wochenendes in der Deutschen Eishockey Liga gewonnen. Beim EHC München siegten die Berliner etwas glücklich nach Penaltyschießen mit 3:2 (1:1, 0:0, 1:1). Vor 4108 Zuschauern erwischten die Gäste aus der Hauptstadt, die ohne die verletzten TJ Mulock, Laurin Braun und Dominik Bielke auskommen mussten, keinen guten Start. Bereits in der 3. Minute kassierten sie das frühe 0:1 durch Ryan Kavanagh. Allerdings währte der Rückstand nur 20 Sekunden, denn Barry Tallackson schaffte postwendend den Berliner Ausgleich. Im weiteren Verlauf der Partie konnte sich keine der beiden Mannschaften einen entscheidenden Vorteil erspielen, wobei besonders die Eisbären zu sorglos die sich zahlreich bietenden Überzahlchancen verstreichen ließen. Das sollte sich beinahe rächen. Klaus Kathan (45.) brachte im Schlussdurchgang München erneut in Führung. Dank des zweiten Treffers ihres Stürmers Tallackson (53.) retteten sich die Berliner wenigstens in die Verlängerung. Nachdem diese torlos blieb, sicherte schließlich Kapitän André Rankel mit seinem verwandelten Penalty im 14. Versuch den Eisbären den 21. Sieg der Saison.

Formel 1, Mercedes: Der Österreicher Toto Wolff (41) wird Nachfolger des langjährigen Motorsport-Chefs Norbert Haug (60) bei Mercedes. Das meldet Bild.de am Sonntag. Der ehemalige Rennfahrer Wolff war bisher Anteilseigner und Vorstand des englischen Williams-Rennstalls. Bei Mercedes wollte man die Nachricht weder bestätigen noch dementieren. "Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Spekulationen nicht kommentieren", hieß es auf SID-Anfrage. Nach dem dreimaligen Weltmeister Niki Lauda, dem neuen Boss des Formel-1-Aufsichtsrats, ist Wolff der zweite Österreicher, der bei Mercedes an verantwortlicher Position dabei sein wird.

Er soll den gesamten Motorsport-Bereich verantworten und als Investor beim Formel-1-Rennstall einsteigen. Mit seiner Ehefrau, der schottischen Rennfahrerin Susie Wolff, lebt Wolff in der Schweiz am Bodensee. Von Norbert Haug hatte sich Mercedes Mitte Dezember nach 22-jähriger Zusammenarbeit getrennt. Der 60-Jährige war in mehr als 1000 Rennen "Mister Mercedes", er zeichnete verantwortlich für Siege und Titel in der DTM und der Formel 1. Die Erfolge blieben ausgerechnet in dem Moment aus, als mit der Verpflichtung von Michael Schumacher der langersehnte, große Coup geglückt war. Das Comeback des Rekordweltmeisters blieb in den drei Jahren vor allem deswegen erfolglos, weil Mercedes mit Red Bull, Ferrari und McLaren nicht Schritt halten konnte.

Wintersport, Nordische Kombination: Eric Frenzel aus Oberwiesenthal hat in Seefeld seinen zweiten Sieg binnen 24 Stunden gefeiert und gut einen Monat vor der WM in Val di Fiemme seine Topform bestätigt. Der 24 Jahre alte Weltmeister von 2011 lief von Platz sieben nach dem Springen zu seinem fünften Weltcuperfolg. Im Ziel hatte Frenzel 2,9 Sekunden Vorsprung auf den Norweger Mikko Kokslien, der im Fotofinish vor Bryan Fletcher aus den USA lag. Tino Edelmann aus Zehla-Mehlis bot als Vierter ebenfalls erneut eine starke Leistung.