Die Spiele im Überblick

Zwei Spiele, zwei Entscheidungen in letzter Sekunde: Während FCK-Stürmer Richard Sukuta-Pasu in der 119. Minute zum Derby-Sieg in Frankfurt trifft, verschießt Hannovers Didier Ya Konan in der 120. Minute einen Elfmeter - und 96 scheidet aus. Schalke, Nürnberg und Stuttgart ziehen ins Achtelfinale ein, für die größte Überraschung sorgt Viertligist Holstein Kiel.

Alles bereit fürs Elfmeterschießen? Mitnichten! Dank Joker Richard Sukuta-Pasu hat der 1. FC Kaiserslautern das brisante Südwest-Derby bei Eintracht Frankfurt gewonnen und das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. Mit seinem Treffer in der 119. Minute bescherte der eingewechselte Angreifer dem Fußball-Bundesligisten am Mittwochabend vor 46.000 Zuschauern einen glücklichen 1:0 (0:0)-Sieg nach Verlängerung und lukrative Zusatzeinnahmen von mindestens einer halben Million Euro. "Wir haben uns das Ziel gesetzt, das Finale zu erreichen - dafür haben wir den nächsten Schritt getan", sagte FCK-Torhüter Kevin Trapp

Eintracht Frankfurt v 1. FC Kaiserslautern - DFB Cup Bild vergrößern

Entscheidendes Tor: Richard Sukuta-Pasu (rechts) gegen Oka Nikolov. (© Bongarts/Getty Images)

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Schon vor der Partie entlud sich die explosive Stimmung zwischen beiden Fanlagern bei mehreren Scharmützeln vor dem Stadion. Frankfurter Hooligans attackierten dabei FCK-Anhänger und die Polizei. Als kurz nach dem Anpfiff im Lauterer Block Bengalische Feuer gezündet wurden und eine Hundertschaft der Polizei aufmarschierte, drohte die Lage zu eskalieren. Doch dann besannen sich die Fans, so dass der Ball rollen konnte.

Frankfurt dominierte die Partie sowohl kämpferisch als auch spielerisch, doch beim Abschluss fehlte das nötige Quäntchen Glück. Die Pfälzer, die in der Bundesliga zuletzt zwei Siege auf Schalke und gegen Freiburg gefeiert hatten, spielten enttäuschend. Allerdings agierte auch Frankfurt nun nicht mehr so dynamisch wie im ersten Durchgang, so dass das Niveau der Partie verflachte. Erst in der Verlängerung wurde es auch auf dem Rasen wieder spannend, als Eintracht-Manndecker Gordon Schildenfeld bei einem Schuss von Kouemaha (108.) per Kopf auf der Linie rettete.

Bundesligist 1. FC Nürnberg ist  mit einem 2:1 (0:0)-Sieg bei Zweitligist Erzgebirge Aue in das Achtelfinale eingezogen. Alexander Esswein (64. Minute) und der eingewechselte Markus Mendler (68.) trafen für den Club. Aues Ronny König (78.) köpfte vor 13.000 Zuschauern nur noch zum Anschluss ein. Zwar hatten die Gastgeber bis weit in die zweite Hälfte hinein deutlich mehr Torchancen, der viermalige Pokalsieger aus der Bundesliga spielte aber letztendlich den effizienteren Fußball.

"Dass wir uns so schwertun, hätten wir nicht gedacht", sagte Nürnbergs Abwehrspieler Dominic Maroh. "Nach den zwei Toren sah das dann aber relativ sicher aus, auch wenn wir noch unnötig gezittert haben." Aues Tobias Kempe kommentierte: "Es war mehr drin. Wir hätten eine Runde weiterkommen können, aber wir nehmen Erfahrungen mit aus dem Spiel."

Die Spieler des VfB Stuttgart haben ihrem Trainer Bruno Labbadia einen ruhigen Pokalabend beschert. Der Tabellenfünfte der Bundesliga steht nach einem leicht und locker herausgespielten 3:0 (2:0) gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt im Achtelfinale des DFB-Pokals. Jungprofi Christoph Hemlein (4.), Nationalspieler Cacau (38.) und Ibrahima Traore (89.) erzielten vor 18.270 Zuschauern die Treffer für die Stuttgarter. "Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, vor allem mit der Einstellung", sagte Labbadia nach der Partie.

Der Pokal-Zwerg aus dem Norden hat seine sehenswerte Pokal-Geschichte weitergeschrieben: Regionalligist Holstein Kiel besiegte am Mittwochabend in einem packenden Spiel den MSV Duisburg mit 2:0 (0:0) und zog damit verdient ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Wie schon in der ersten Runde beim 3:0-Erfolg gegen Energie Cottbus konnte sich der Außenseiter daheim vor 8.700 Zuschauern gegen einen favorisierten Zweitligisten durchsetzen. Die Tore für Holstein erzielten Rafael Kazior (54.) und Fiete Sykora (58.).

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