Was wäre das für eine Welt, wenn es den DFB-Pokal nicht gäbe? All die Wunder, Heldengeschichten und Großtaten mutiger Kleiner hätte es nie gegeben. Auch in der Ostalb, das liegt im Schwäbischen, hatten sie an diesem Abend auf einige solcher lichter Momente gehofft, doch es wurde nichts draus. Der Drittligist 1. FC Heidenheim unterlag am in der zweiten Runde des DFB-Pokals Borussia Mönchengladbach mit 3:4 (0:0, 0:0) im Elfmeterschießen, nachdem nach 120 Minuten keine Tore gefallen waren.
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Gerade noch davongekommen: Gladbachs Trainer Lucien Favre freut sich über den knappen Sieg gegen Heidenheim. (© REUTERS)
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In der ersten Runde hatte die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt durch einen 2:1-Erfolg gegen Werder Bremen bundesweit Schlagzeilen geschrieben. Für den wenig überzeugenden Tabellensiebten, der damit zum zweiten Mal nacheinander das Achtelfinale erreichte, verwandelte Martin Stranzl den entscheidenden Strafstoß und Torhüter Marc-Andre ter Stegen hielt zwei Elfmeter.
Heidenheim war kein unbekannter Gegner für die Gäste aus Nordrhein-Westfalen. Im Sommer gewannen der Bundesligist schon einmal in Württemberg - im Testspiel mit 3:1. Doch damals war Marc Schnatterer mit dabei. Der Heidenheimer Kapitän, der ein Tor erzielte und auch beim Sieg gegen Bremen mit zwei Treffern auffälligster Spieler war, saß gegen Gladbach aber auf der Tribüne. Er leidet an den Folgen eines Mittelfußbruchs. Mit dem Ergebnis des Vorbereitungsspiels wäre Gladbachs Trainer Lucien Favre diesmal im mit 10.000 ausverkauften Albstadion sehr zufrieden gewesen.
Denn die Heidenheimer sind in der dritten Liga nicht irgendeine Mannschaft, sondern Tabellenvierter und seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen. Entsprechend couragiert begann das Team die Partie. Doch die beste Chance hatte der Erstligist, der gegenüber der 0:1-Niederlage zuletzt in Hoffenheim mit drei neuen Akteuren in der Startelf spielte. Der Schuss von Nationalspieler Marco Reus ging allerdings an den linken Pfosten (25.), nachdem Heidenheims Torhüter Frank Lehmann den Ball von Roman Neustädter nur vor die Füße von Reus gefaustet hatte. Gladbach war ballsicherer, technischer besser als die Heidenheimer, die erst zum dritten Mal in der Vereinshistorie zu einem DFB-Pokalspiel antraten.
Der Außenseiter beschränkte sich allerdings nicht nur auf die Verteidigung des 0:0. Heidenheim spielte auch geschickt und mutig nach vorne. In Andreas Spann und Nico Frommer konnte die Heimelf auch zwei Spieler mit Bundesligavergangenheit aufbieten. Und Ironie des Schicksals war, dass die beiden Stürmer schon einmal für Mönchengladbach spielten. Ausgerechnet. Und Spann hatte in der 33. Minute mit einem Schlenzer auch eine gute Tormöglichkeit. Die beste hatte allerdings drei Minuten später Richard Weil nach feinem Doppelpass mit Christian Essig. Sein Abschluss im Strafraum war allerdings zu harmlos, sodass Marc-Andre ter Stegen den Ball sicher fangen konnte.
Auch nach dem Seitenwechsel gelang des den Gladbachern nicht, ihre spielerischen Vorteile in zwingende Torchancen umzuwandeln. Sie kombinierten zwar ganz ansehnlich, aber die Heidenheimer Abwehrspieler konnten sie so nicht in Verlegenheit bringen. Am gefährlichsten war es noch, als Reus in der 77. Minute einen Haken zu viel machte. Drei Minuten später hätte dann Sandro Sirigu der Held des Abends werden können.
Der rechte Außenverteidiger lief allein auf ter Stegen zu, doch der Torhüter ahnte den Heber des Heidenheimers voraus. Nach 90 Minuten blieb es beim 0:0, sodass die 30-minütige Verlängerung die Entscheidung bringen musste. Die Extraspielzeit verlief ohne größere Höhepunkte, wenn man mal vom Schüsschen von Reus absieht. Logische Folge: Elfmeterschießen. Dort sicherte dann Gladbachs Torhüter ter Stegen das Weiterkommen.
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Champions-League-Finale
Ich gratuliere herzlich, weil ich die Fortuna seit ein paar Jahren mit samt ihren Superfans beobachte und die erreichte Kompaktheit und Spielfreude erstaunlich empfinde.
Aber das brauchte auch Geduld und hat mit Norbert Meier den richtigen Mann gefunden.
bin schon mein halbes Leben Fortuna-Fan und hätte nie gedacht, dass ich so was mal lesen darf: "Fortuna ist derzeit die vermutlich heimstärkste Mannschaft Europas [...] Es ist also keine Schande, in Düsseldorf zu verlieren."
Danke, SZ! :-D
"Von Aufbruchstimmung, Begeisterung oder gar Euphorie ist bei mir definitiv nichts mehr vorhanden.
Es bleibt nur noch eine große Leere"
Die miese Phase gehört doch zum Normalisieren der Einschätzung.
Fakt ist, dass es in der Verteidigung dringenden Handlungsbedarf gibt und der Einbau von Talenten wird glaube ich schon favorisiert, wenn man die alten Stützen von Kiraly, Benjamin, Bierofka und Lauth nützen kann, um darum die Talente heran zu führen.
Der Malura und die sonstigen Figuren waren in einer kopf- und geldlosen Phase verpflichtet worden, als Rukavina schon als verkauft galt und anderes Material zu viel kostete.
Ich vermisse allerdings momentan auch das Leben und Aufbäumen, aber wer kann da helfen?
Sollten solche Aufstreber wie Halfar schon wieder gemobbt werden? Ich habe wieder so komische Überlegungen.
Servus, Schlechinger!
Ich kann durchaus gut damit leben, dass 60 in dieser Saison zum wiederholten mal nichts mit dem Aufstieg zu tun haben wird. Du kennst meine Einstellung zu diesem Thema bereits.
Womit ich allerdings ein echtes Problem habe, ist die frustrierende Tatsache, dass die "Mannschaft" sich mehr und mehr als Trümmertruppe erweist, die keinerlei Biss zeigt um auch nach einem Rückstand den Erfolg zu erzwingen.
Da laufen etliche herum, denen ich schlicht und ergreifend die Zweitliga-Tauglichkeit abspreche, die aber trotzdem jede Woche wieder aufgestellt werden. Lieber lasse ich ein paar junge und unerfahrene Nachwuchsspieler antreten, denen kann ich Anfängerfehler durchaus nachsehen.
Was diese sog. "Defensivspieler" Benjamin, Feick oder Malura (der sowieso keine Berücksichtigung mehr findet) teilweise abliefern, wäre sogar bei einem Drittligisten zu wenig.
Lauth ergibt sich immer mehr in sein bekanntes Phlegma, dass er nichts mehr zustande bringt, wenn's mal nicht optimal läuft. Volland wird sich die Winterpause herbei sehnen, um in die BuLi zu HoPPenheim wechseln zu können.
Von Halfar und Aigner ist auch immer weniger zu sehen, deshalb gibt's auch kaum noch erfolgreiche Offensivaktionen.
Mir geht das alles langsam aber sicher am Allerwertesten vorbei. Ich wende mich mit einem gewissen Grausen aufgrund der unansehnlichen Grottenkicks, aber auch mit einer sich stärker verfestigenden Wurschtigkeit, dass mir das ganze Trauerspiel bald völlig egal sein wird.
Von Aufbruchstimmung, Begeisterung oder gar Euphorie ist bei mir definitiv nichts mehr vorhanden.
Es bleibt nur noch eine große Leere.
Leitsungsabfall und Selbstvertrauenschwund gehen Hand in Hand. Es ist keiner da, der die Ärmel hochkrempeln und andere mitreissen kann.
Dabei entscheiden sich Zweitligaspiele oft nur durch den Willen und die Hartnäckigkeit den ersten Treffer zu erzielen, um ins Spiel zu kommen.
Nur ein paar Mannschaften, die jetzt oben stehen, haben bessere Klasse, allerdings über Jahre aufgebaut.
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