Löwen-Trainer Ewald Linen bringt gegen den MSV Duisburg einen neuen Spieler und freut sich über einen 3:1-Sieg. Paderborn stoppt Rostocks Serie.
Beim Zweitliga-Debüt von Lionel Messis Cousin Emanuel Biancucchi hat der TSV 1860 München in die Erfolgsspur zurückgefunden. Die "Löwen" besiegten den MSV Duisburg am Samstag in der Münchner Arena vor 19.200 Zuschauern nach einer couragierten Leistung mit 3:1 (1:0). José Holebas per Freistoß (5. Minute) sowie die Stürmer Peniel Mlapa (50.) und Benjamin Lauth (88.) sorgten mit ihren Treffern am neunten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga für den dritten Saisonsieg der Sechziger. Den Duisburger Treffer erzielte Torjäger Sören Larsen (61.). In der Tabelle schloss 1860 mit 11 Punkten zum MSV auf.
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Die Münchner Löwen feiern den 3:1-Sieg gegen den MSV Duisburg. (© Foto: dpa)
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Mit einem kraftvollen Linksschuss aus 17 Metern sorgte Holebas nach einem indirekten Freistoß für die frühzeitige Münchner Führung. Die "Löwen" blieben zunächst am Drücker, auch der 21 Jahre alte Biancucchi hatte einige gelungene Aktionen auf dem Flügel. Nach 70 Minuten wechselte Trainer Ewald Lienen ihn unter dem Beifall der Zuschauer aus.
Das MSV-Team von Trainer Peter Neururer verlor den angeschlagenen Kapitän Björn Schlicke schon nach einer halben Stunde und hatte zudem Pech bei Pfostenschüssen von Nicky Adler (21.) und Christian Tiffert (41.). Auch nach der Pause kamen die Gastgeber besser ins Spiel: Nach feinem Pass von Benjamin Lauth traf Sturmpartner Mlapa wuchtig mit dem linken Fuß in den Torwinkel.
Trotzdem geriet der "Löwen"-Sieg noch einmal in Gefahr, weil Larsen nach feiner Vorarbeit des guten Tiffert traf. Das Zittern beendete Lauth kurz vor dem Abpfiff mit Treffer Nummer drei für die Sechziger nach feiner Vorarbeit von Alexander Ignjovski.
Der SC Paderborn stoppte die Aufholjagd von Hansa Rostock. Mit destruktiver Taktik und perfekter Chancenauswertung erkämpfte der Aufsteiger ein 2:1 (1:0) und schob sich an den Gastgebern vorbei auf Rang sechs. Gaetano Manno (82.) bescherte dem SCP den ersten Auswärtssieg der Saison. Tim Sebastian (58.) hatte für die überlegenen, aber zumeist harmlosen Gastgeber nach dem 0:1 durch Enis Alushi (28.) ausgeglichen.
Paderborn stellte von Beginn an die Räume zu und ließ Rostock den Ton angeben. Aus seinen Vorteilen schlug das Team von Trainer Andreas Zachhuber jedoch zunächst kein Kapital, sondern ging lange fahrlässig mit seinen Torchancen um. Paderborn machte es den Gastgebern vor und erzielte mit der ersten Offensivaktion das 0:1. Alushi schob nach einer Ablage von Mahir Saglik zu seinem zweiten Saisontor ein. Danach wurde Rostock zwingender und erzielte den verdienten Ausgleich. Mitten in Hansas Schlussoffensive hinein traf Manno.
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Da hoffe ich auf den alten Fuchs Lienen, der trotz aller Widrigkeiten Mittel und Wege findet, die einleuchten. So ruhig war es doch lange nicht mehr bei den Löwen, auch wenn die Ergebnisse fehlten.
Wie schwierig der Aufbau einer neuen Mannschaft ist, sieht man derzeit auch an den roten Nachbarn.
... erkennen, dass sie nur über die Grundtugenden Kampf- und Laufbereitschaft in's Spiel finden wird. (5,00 in's "Phrasenschwein"... ;-))
Wenn man dem Gegner 90 Minuten auf den Füßen steht, sich mit gesundem und robustem Körpereinsatz (ohne depperte Fouls a la Aigner gg. SCP) Respekt verschafft und von nun an sich ausschließlich auf das nächste Spiel konzentriert, dann sollte mittelfristig ein sportlicher Aufschwung keine unlösbare Aufgabe darstellen.
Wenn man jedoch nach dem gewonnenen Spiel gegen den MSV wieder in alte Verhaltensmuster zurückfällt, dann...
Hoffentlich gibt das jetzt ein wenig Auftrieb und Selbstvertrauen.
Ohne Glück und geschlossene Mannschaftsleitung ist in dieser zweiten Liga kein Blumentopf zu gewinnen. Vielleicht haben sie das jetzt gelernt.